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Frage zur Wärmepumpe und Vorlauftemperatur in der ViCare App

Hallo, unsere Wärmepumpe ist witterungsgeführt mit Außentemperatursensor. Dieser hat z.B. wie im Screenshot 5,5° gemessen. Die Vorlauftemperatur müsste sich laut Heizkennlinie dann bei ca. 24,8° herum bewegen. Laut der App ist sie aber bei knapp 27°. Habe ich hier einen Denkfehler oder läuft die Wärmepumpe tatsächlich mit einer höheren Vorlauftemperatur, obwohl sie es gemäß Sensor nicht sollte?

 

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7 ANTWORTEN 7

Sicher dass die 5,5 Grad vom Gerät und nicht von der App stammen ?

 

Geh einfach zum Gerät und schau mal auf den Screen, was steht da für eine Außentemperatur lt. Sensor  und auch mal  schauen was der Kältekreis bzgl. Lufteintrittstemperatur spricht.

 

PS: Man vertraut NIE der App sondern schaut sich an was an der Anlage "Fakt" ist. 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY plus 5Kw BHKW, nur Heizkörper. Plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Wenn ich in der App auf die Temperatur tippe, erhalte ich den Hinweis dass dies die Temperatur vom externen Sensor ist. Daher bin ich davon ausgegangen, dass damit der Außentemperaturfühler gemeint ist.

 

Bin gerade runter zur Heizung. Also die App zeigt aktuell 4,5° an, an der Heizung steht bei Außentemperatur 4,3°. Vorlauftemp. Soll 25° Ist 24° (Verdichter läuft aber auch gerade nicht, warum eigentlich?) Habe ein 24/7 Zeitprogramm für heizen drin, ohne Absenkung. Anbei noch die Bilder vom Kältekreis und aus den Meldungen im Servicemenü.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Heizkurve bestimmt die Vorlauftemperatur des Heizkreises. Diese findest du in der App, wenn du auf die Kachel Status Wärmepumpe klickst, dann Gerätestatus und dann ganz nach unten gehen. Oberhalb von Warmwasserbereitung siehst du die Vorlauftemperatur des Heizkreises. 

Die 26,9°C in deinem Screenshot ist die Vorlauftemperatur im Sekundärkreis des Wärmeerzeugers.  

Moin @Mike_M83,

 

du hast keinen Denkfehler.

Die angezeigte Werte sind immer so ca. zu betrachten. Es gibt immer gewisse Toleranzen, aber daß sollte nicht ein Problem sein.

 

Nun zu deiner höheren Vorlauftemperatur, die Anlage ist bestrebt die Ausschaltschwelle zu erreichen und diese ist immer höher als die angezeigte Temperatur laut Heizkurve.

Dies kann in den Parametern angepasst werden, sollte aber eher nicht, sonnst fängt sie zu Takten an.

 

Nähere Informationen dazu findest du bestimmt auch in deinen Unterlagen.

 

Sonnige Grüße 

Thilo 

Nach deiner Schilderung vermute ich mal, dass deine Anlage begonnen hat zu takten, weil sie nicht weiter runtermodulieren kann. Die Regelung versucht die VL-Solltemperarur einzustellen. Diese berechnet sich übrigens nicht nach dem aktuellen Sensorwert, sondern nach der "gedämpften" Außentemperatur, die sich aus einer Glättung über eine einstellbare Zeitkonstante ergibt. Das wäre bei schnellen AT-Änderungen eine mögliche Ursache für deine Beobachtung. Ich vermute aber, dass bei der gestiegenen AT die WP mehr Heizleistung erzeugt, als dein Gebäude mit der niedrigen VLT abnimmt. Sie läuft dann zunächst mit ihrer Minimalleistung weiter, bis die stetig steigende VLT die Abschalthysterese (std. 2K) erreicht. Dann beginnt noch eine Temperaturintegration bis der Grenzwert dieses "Leistungsintegrals" (OT VM) überschritten wird. Dann schaltet die Anlage ab und macht erst einmal eine Pause, was du auch beobachtet hast.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Vielen Dank für die ganzen Antworten. Da ich die Anlage im HomeAssistant habe, sehe ich ja recht gut, was sie gerade "macht". 

 

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Man sieht die beiden Heizpausen in den letzten zwei Tagen, dies passiert jeweils zum Zeitpunkt der höchsten gemessenen Außentemperatur (untere Linie). Die vielen kleinen Peaks sind Abtauvorgänge und decken sich mit den Meldungen im Servicemenü, diese haben übrigens deutlich zugenommen seit die neue FW drauf ist. Obwohl eine Ringheizung verbaut ist, scheint die Anlage hier aggressiver enteisen zu wollen.

 

Früher hatte ich noch eine Nachtabsenkung drin, da hat die Anlage genau zur Absenkung "Pause" gemacht. Ich wollte eigentlich dauerhaft durchheizen, um nicht immer wieder den Estrich der FBH erneut erwärmen zu müssen und um die Heizkurve noch weiter zu senken. Sollte ja so auch nicht sein?

 

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Wie kann ich die Anlage denn mit weniger Leistung durchlaufen lassen? Wenn ich mir den Kältekreis in der Diagnose anschaue, dann läuft der Lüfter gefühlt immer mit >95% Leistung. Die Anlage sollte doch ihre Leistung entsprechend drosseln können um der Witterung (gedämpften Außentemperatur) entsprechend geführt zu werden? Geräuschreduzierter Betrieb habe ich nicht aktiv, das würde die Leistung ja begrenzen, aber sorgt ja auch dafür dass die Anlage mehr zeit braucht und entsprechend der Energieaufwand auch wieder höher ist.

 

Unsere Anlage ist eine Vitocal 222-S AWBT-M-E-AC 221.E06 mit einem Heizkreis für ca. 160m² Heizfläche, Reiheneckhaus 2025 A+, FBH in allen Etagen. Der Volumenstrom ist auch top mit ~1350l/h.

Ja, das sieht nach Abschaltung aus. Aber das hat nichts mit kritischem Taktverhalten (durchschnittliche Laufzeit <1h pro Verdichterstart) zu tun, wenn die Anlage bei höheren ATs mal eine Pause macht. Die WP hat nun mal eine minimale Leistung, die dummerweise mit höheren ATs und damit steigendem COP auch noch größer wird, obwohl du sie da gar nicht mehr brauchst. Deine Heizlast scheint auch wirklich gering zu sein, was aber ebenfalls nichts schlechtes ist. Also ganz entspannt bleiben. Da die Nachtabsenkung bei dir eigentlich immer zu einer Abschaltung geführt hat, lieber mal testen, ob du ohne Nachtabsenkung nicht die Heizkurve noch minimal runternehmen kannst. Ansonsten sieht das doch gar nicht verkehrt aus. Wenn bei noch höheren ATs wirklich ein relevantes Taktverhalten entsteht, dann kannst du auch gezielt eine längere Heizpause einbauen, so dass danach wieder eine längere Laufzeit entsteht. So ähnlich wie es oben mit der Nachtabsenkung ist. Das würde ich aber erstmal abwarten und beobachten. So sieht das alles gut aus.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²
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