Sehr geehrtes Viessmann-Team,
für die Installation einer Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A08 (8 kW, 400 V) benötige ich eine Aussage zum Gleichfehlerstrom (DC) am Netzanschluss der Außeneinheit.
Bitte bestätigen Sie:
Liegt der mögliche Gleichfehlerstrom ≤ 6 mA (gemäß EN/DIN-VDE-Vorgaben für Invertergeräte)?
Ist damit der Einsatz eines RCD Typ A, IΔn = 30 mA für die Außeneinheit zulässig?
Bleibt „FI Typ B empfohlen“ (vgl. Handbuch VC250-A.pdf, S. 69) eine Empfehlung und keine Pflicht?
Angaben zur Anlage: 3/N/PE 400 V, Absicherung 3×B16 A, je Kreis separater RCD A, allpolige Trennvorrichtung vorhanden.
Vielen Dank und freundliche Grüße
Hallo KevinK,
wir empfehlen die Installation einer allstromsensitiven Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit einem Nenn-Fehlerstrom von höchstens 30 mA für Gleichfehlerströme. Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung muss durch deinen Fachbetrieb nach DIN VDE 0100-530 ausgewählt und ausgelegt werden.
Viele Grüße
Flo
Nach meiner Erfahrung wissen 99% der sogenannten Fachbetriebe mit einem RCD Typ B nichts anzufangen. Da muss man schon zufrieden sein, wenn die Kabel bzw. Kabelquerschnitte den Viessmann Vorgaben entsprechen und nicht behauptet wird, die Viessmann Vorgaben seien unverbindliche Empfehlungen.
Um Missverständnisse vorzubeugen, selbstverständlich müssen alle Inverter bestückten Gerätschaften bzw. alle elektrischen Gerätschaften, bei denen im Fehlerfall pulsierende Gleichfehlerströme auftreten können mit einem dafür sensitiven RCD ausgerüstet werden. Dazu gibt es verbindliche gesetzliche Vorgaben, die nicht zu diskutieren, aber einzuhalten sind.
Diese Vorgabe gilt nur für ortsveränderliche Betriebsmittel, was bei einer WP nicht zutrifft.
Lt. Heizungsinstallateur ist die 8KW Wärmepumpe immer 230V. Bin nun verwirrt, da das Datenblatt ganz klar was anderes sagt. Kann dies jemand bestätigen?
Lade dein Datenblatt hier hoch.
laut dem Datenblatt gibt es die 08 nur in 1phasig für 230V
Der Heizstab wird 3 phasig angeschlossen. der braucht aber sowieso nur einen RCD Typ A
Der Heizstab kann auch ein- oder zweiphasig angeschlossen werden. Er muss dann nur im Inbetriebnahme-Assistenten auf 3 kW (einphasig) bzw. 5 kW (zweiphasig) begrenzt werden, sonst gibt es eine Fehlermeldung. Das sieht die Montageanleitung auch explizit so vor.
Einen FI / RCD braucht es m. E. dafür überhaupt keinen, da es eben ein festangeschlossenes Gerät ist.
Ok, also Heizstab ist üblicherweise mit 400v also einen LSS 16A 3 pol. angeschlossen B-Charakteristik. Inneneinheit 16A 1 polig (B-Charakteristik), da entweder auch an den RCB Typ A oder besser einen eigenen RCBO. Frage währe dann noch nach dem RCB für die Außeneinheit. Muss/sollte bei einphasigen/230V WP auch ein Typ B wie bei der 400V oder reicht hier ein Typ A?
Vorweg: Ich bin kein Elektriker, sondern nur an Elektrik interessierter Laie. Den Anschluss bei mir habe ich zusammen mit einem Elektriker aus meinem Umfeld gemacht. Ich habe gearbeitet, er alles kontrolliert und abgenommen.
Ein FI egal welchen Typs wird für festangeschlossene Geräte auch nach VDE-Norm nicht verlangt. Technisch dürfte nur die Außeneinheit in der Lage sein, Gleichstromfehler zu produzieren. Ein FI Typ B ergibt also - wenn überhaupt - nur für die Außeneinheit Sinn. Gleichzeitig schreibt Viessmann aber explizit, dass ein FI Typ B empfohlen wird und nicht, dass er Pflicht sei.
Im Ergebnis würde ich aber sagen: entweder Typ B oder gar keiner. Ein FI/LS (RCBO) für die Außeneinheit ist weder finanziell noch technisch sinnvoll. Wenn du einen FI haben möchtest, nimm einen vierpoligen 40A Typ B und lass alles über diesen laufen, fertig.
Kleine Anmerkung: 400 V hast du nur bei echten Drehstromverbrauchern, also zwischen den einzelnen Phasen und ohne N(eutralleiter). Der Heizstab dagegen läuft mit 3x230 V gegen N.
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