Unsere Anlage, eine Kaskade ist mit 2 Vitocal 250 A, ist ca. 9 Wochen in Betrieb. Schon 7 x Wasser nachgefüllt, da Anlagendruck unter 1, 0 bar war.
Festgestellt, dass bei der Warmwasserbereitung (2 x am Tag 120 Minuten) der Anlagendruck kurzzeitig bis auf 3,0 bar ansteigt und dann sich wieder einpegelt. Keine Leckage gefunden und auch keine Luft an den Heizkörpern festgestellt. Kann jemand die Zusammenhänge erkennen? Der Servicpartner reagiert nicht auf unsere Meldung.
Liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit am MAG(MembranAusdehnungsGefäss). Ich schreib hier aber nicht nochmal alles darüber. Das steht schon zu Hauf hier und in anderen Foren.
Der Anlagenhersteller spielt übrigens keine Rolle. MAGs erfüllen überall die gleiche Funktion.
Das ist richtig, Ich meinte auch den HB, weil die Anlage ja noch ganz neu ist. Heute war der Anlagendruck bei der Warmwasserbereitung auf 3,1 bar gestiegen und wieder auf 1,2 bar zurück gegangen. Vor 2 Tagen auf 1,5 bar erst aufgefüllt. Ich muss weiter hier nach den genanten Beiträge suchen. Bin leider schon alt und nicht so versiert.
An welcher Stelle ist das MAG denn eingebaut ?
Habe es jetzt schon mehrfach erlebt, dass Heizungsbauer dieses in den Vorlauf zum Heizkreis eingebaut haben. Wenn die Anlage dann im Warmwasserbetrieb ist, kann hier kein Druckausgleich mehr stattfinden, da das MAG im Prinzip abgesperrt wird.
Kannst natürlich auch mal schauen, ob das Kappenventil des MAG einfach zu ist.
Ist schon klar daß es ein Problem mit Ausdehnungsgefäß ist. Wenn dieses an der Falschen Stelle ist, oder der Vordruck nicht stimmt, oder defekt sein sollte.
Da Wasser sich nicht komprimieren lässt, steigt der Druck im System. Ab einem bestimmten Druck, öffnet sich das Sicherheitsventil.
Wenn das Wasser abkühlt, dann ist natürlich klar das Wasser im System fehlt.
Gestern waren 2 HB da. Die haben ohnen Erfolg nach einer Undichtigkeit gesucht. Einfach etwas Druck vom MAG abgelassen (von 2 bar auf 1,5 bar. Die ständigen Druckveränderungen konnten sie sich nicht erklären. !über 1500 Starts des elektrischen Durchlauferhitzers bei insgesamt 11 h Laufzeit bisher an der Master-WP, an der Slave-WP 349/6 h. Sie sollten den Heizstab für Warmwasserbereitung deaktivieren. Da haben sie sich nicht ran getraut, da der Monteur neu im Unternehmen war. Ich habe es anschließend selbst versucht, dann kalte Füße bekommen und die Inbetriebnahme auf Anfrage wieder beendet. Jetzt habe ich eine richtige Störung F875. es läuft zur Zeit nur die Masterpumpe. Reicht zwar im Moment, muss doch aber wieder zuändern sein. Ich möchte mit 81 Jahren kein Heizzungsfachmann mehr werden.
Mahlzeit.
Der Fehler F875 ist eine Störung Zwischen der Kommunikation Innen und Außengerät.
Das Passiert häufig beim abbruch bei Innerbetriebnahmen.
Mache die Anlage aus sowie auch am Sicherungskasten (Innen und Außengerät)
Warte 10 bis 15 Minuten und schalte diese wieder ein.
Bringt auch dieses nix, musst du die Innerbetriebnahme nochmal laufen lassen und dieses mal bis zu Ende.
Sonst besser den Fachbetrieb dranlassen
Gruß Claus-Vito
Öhm,wenn der Vordruck von 2 auf 1,5 bar reduziert wurde,wie hoch war da der Fülldruck ?
Der Anlagendruck war zu dem Zeitpunkt 1,4 bar. Der Druck am MAG, gemessen andem Autoventil 2,0 bar. Andere Messungen haben sie nicht gemacht.
Es ist eine Kaskade und der Kommunikationsfehler scheint zwischen den Master- und Slave-Gerät zu sein. Das Master-Gerät arbeite zur Zeit alleine.
Damit sind die Druckänderungen erklärbar.
Wenn der Vordruck schon bei 2 bar liegt,müsste der Fülldruck bei 2,5 bar liegen.
Ansonsten ist kein oder zu wenig Ausgleichsvolumen vorhanden.
Wenn jetzt der Vordruck bei 1,5 bar liegt,sollte der Fülldruck 2 bar sein.
Den Fülldruck haben die HB garnicht geprüft. Die haben ohne weitere Vorbereitung den vorhandenen Druck im MAG über das Autoventil mit meinem Autodruckmesser geprüft. Derwar wie erwähnt zu dem Zeitpunkt bei laufender Anlage 2,0 bar. Den haben sie auf 1,5 bar reduziert. Zu dem Zeitpunkt war der ausgewiesen Anlagendruck 1,3 oder 1,4 bar. Kann ich den Fülldruck kontrollieren?
Das klingt so,als hätten die Monteure das MAG nicht Mal entleert,bevor der Vordruck gemessen wurde ?
Das wäre totaler Murks und hat mit Vordruckeinstellung nichts zu tun.
Zur Einstellung muss das MAG wasserseitig entleert werden. Dann den Adapter auf das Ventil aufsetzen und den Vordruck ablesen. Minimum 0.8 bar.
Ansonsten gilt die Geodätische Höhe zwischen Kessel und höchstem Heizkörper.
Den Fülldruck kannst selber einstellen./ am Manometer ablesen.
Wichtig: der Fülldruck muss etwa 0,5 bar über dem Vordruck liegen. Nur so ist sichergestellt,dass sich genügend Ausgleichswasser im MAG befindet.
Danke Franky für deine guten Erläuterungen zum MAG.
Wieder etwas dazugelernt