abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Anzeigen  nur  | Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 
Beantwortet! Gehe zur Lösung.

Brenner schaltet sich alle 15 min ein: normal oder verdächtig?

Hallo zusammen,

 

das Forum hat mir vor ein paar Monaten schon mal so super geholfen, deshalb wage ich es nochmal 🙂

 

Ich stelle bei unserer Gasheizung Vitotronic 200 KW 1 mit Warmwasserspeicher im jetzigen simultanen Heizungs- und Warmwasserbetrieb fest, dass sich ca. alle 15 Minuten der Brenner zuschaltet. Für mich als Laien erscheint mir das ziemlich häufig, so dass meine Frage wäre, ob das normal ist oder ich etwas grob falsch konfiguriert hab? Im Folgenden mal meine hoffentlich "sachdienlichen" Einstellungen und Beobachtungen:

 

- wir haben (leider) ein Einrohr-Heizsystem

- Systemdruck: 2,1 Bar

- Grundfos-Umwälzpumpe auf mittleren Durchsatz (Stufe 2, insgesamt 3 Stufen möglich)

- Die analoge Temperaturanzeige am Warmwasserspeicher zeigt kontinuierlich ca. 55 Grad an

- Die maximale Kesseltemperatur im verdeckten Bedienelement (also dort wo auch die Schornsteinfeger-Funktion ist) ist am Rädchen auf 75 Grad eingestellt

- Der Brenner schaltet bei einer Kesseltemperatur von ca. 47 Grad zu, erhitzt dann auf ca. 59/60 Grad und fällt dann wieder ab, nach ca. 15 min ist er wieder auf 47 Grad und das gleiche Spiel beginnt von vorne

- Brennerlaufzeit: 29.162 Stunden

- Brenner-Starts: 9.870

- Normale Raumtemperatur (am Rädchen vom Bedienelement eingestellt): 21 Grad

- Neigung: 1-4 

- Niveau: 2

- Warmwasser-Temperatur: eingestellt im System auf 50 Grad, die Info-Anzeige liefert einen Wert von 52 Grad

- Jährliche Wartung wird eingehalten

 

Die einzelnen Räume bekommen wir mit diesen Einstellungen gut warm, so dass ich einerseits ungern da was umstellen möchte. Aber natürlich eine übermäßige Taktung verhindern möchte, weil das Aggregat sollte noch ein paar Jahre durchhalten 😉

 

Vielen Dank schon mal vorab für Eure Meinung / Input / Ratschläge!

 

 

 

 

 

 

2 AKZEPTIERTE LÖSUNGEN

Akzeptierte Lösungen

Vielleicht wurde auch zwischendurch mal was erneuert ?

Das viertelstündliche Einschalten wird der EinRohrheizung geschuldet sein.  Man kann aber noch nicht sagen,dass das Gerät taktet.

Es ist ganz einfach so,dass die Pumpe die Heizkörper sozusagen nacheinander beliefert. Da ja bei einer EinRohrheizung der Rücklauf des ersten HK der Vorlauf des nachfolgenden HK ist. 

Du könntest die Schaltungen nur noch reduzieren,indem du die Pumpenleistung höher stellst. Läufst aber Gefahr,dass es zu Betriebsgeräuschen kommt.

Aufgrund des Alters würde ich hier gar nichts unternehmen. Die Therme befindet sich schon auf der ,,Zielgeraden,,.

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

Du kannst am ,,Takten,, was hier eigentlich keins ist,sowieso nichts grossartig ändern. Der Kessel kann nicht modulieren. Soll heißen,du musst hier 22 kW durchgängig an den Mann bringen. Ist das System aber erstmal aufgewärmt,braucht's viel weniger,um es auf Temperatur zu halten. Weniger kann der Kessel aber nur,indem der Brenner abschaltet. Ansonsten würde er zu heiß .

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

13 ANTWORTEN 13

Irgendwie passt deine Aussage nicht zu den Aufzeichnungen der Steuerung. Du schreibst von 4 Starts pro Stunde, laut Aufzeichnung der Steuerung gibt es aber nur alle 2,95 h einen Start, denn 29162 h / 9870 = 2,95 h. Das macht dann 0,338 Starts/h, ein sehr guter Wert.

Zur Erläuterung: wir haben das Haus Ende letzten Jahres erst erworben, die Heizung ist aber schon 25 Jahre dort installiert gewesen. D.h die Laufzeit und Brennerstarts sind dbzgl. nicht wirklich aussagekräftig.

 

Wenn ich übrigens die 29k Stunden umrechne, komme ich gerade mal auf etwas mehr als 3 Jahre. Das macht irgendwie auch keinen Sinn, es sei denn es wurde irgendwann mal "genullt"?!

 

Vielleicht wurde auch zwischendurch mal was erneuert ?

Das viertelstündliche Einschalten wird der EinRohrheizung geschuldet sein.  Man kann aber noch nicht sagen,dass das Gerät taktet.

Es ist ganz einfach so,dass die Pumpe die Heizkörper sozusagen nacheinander beliefert. Da ja bei einer EinRohrheizung der Rücklauf des ersten HK der Vorlauf des nachfolgenden HK ist. 

Du könntest die Schaltungen nur noch reduzieren,indem du die Pumpenleistung höher stellst. Läufst aber Gefahr,dass es zu Betriebsgeräuschen kommt.

Aufgrund des Alters würde ich hier gar nichts unternehmen. Die Therme befindet sich schon auf der ,,Zielgeraden,,.

Bei einem 25 Jahre alten Heizgerät ist von einer eher hohen, also in Bezug auf das Takten schlechten Mindestleistung auszugehen. Daher kommt es in der Übergangszeit zu den beobachteten Taktungen.

 

Um welchen Typ Heizgerät handelt es sich? Welche Mindestleistung/Maximalleitung hat das Heizgerät?

Mit Vitotronic 200 ist nur die Steuerung beschrieben.

 

 

Super, vielen Dank für die Erläuterungen, das klingt für mich plausibel!

Laut Wartungsprotokollen, die mir vorliegen, wurden regelmäßig Gasdichtungen und Zündbrenner erneuert, 2022 ein "Großentlüfter" und 2017 zudem der Feuerungsautomat erneuert.

 

Mit der Pumpenleistung versuche ich gerne mal.  Was bedeutet in dem Zusammenhang "Betriebsgeräusche"? Weil ich feststelle, wenn der Brenner anspringt, dann höre ich ein "Schlagen" bzw. "Knacken" am/im größten Heizkörper im Wohnzimmer (und auch nur dort). Aber nur so lange, wie der Brenner aktiv ist. Sind das nur sich ausdehnende Rohre im Rahmen des Brennvorgangs und die von Dir erwähnten "Betriebsgeräusche"? Oder könnte sich da ein Defekt anbahnen?

Mit Betriebsgeräusche meine tatsächlich sowas wie Dehnungsgeräusche. Es kann aber auch Rauschen. 

Das sind aber keine sich anbahnenden Defekte.

Wie gross ist eigentlich die Spreizung ?( Temperaturunterschied Vor-/Rücklauf)

 

Vielen Dank, das mit der Übergangszeit klingt interessant und werde ich auf alle Fälle beobachten!

 

Also das Heizgerät ist ein Vitogas 100 und der Warmwasserspeicher ist ein Vitocell 300. Ich hab von beiden Fotos gemacht. Falls Du die Kenndaten vom Heizgerät nicht erkennen kannst, tippe ich sie gerne nochmal ab. 

20251119_100013.jpg
20251119_095717.jpg

Und ebenfalls nochmal vielen Dank. Dann ist das Knacken also unbedenklich, das beruhigt mich 🙂

 

Bezüglich Spreizung hab ich 2 Fotos gemacht. Eines kurz bevor sich der Brenner einschaltet (da ist kaum eine Spreizung zu erkennen !!!) und eines nachdem er aufgeheizt hat. Da ich nicht genau Vor- und Rücklauf zuordnen kann, vermute ich einfach, dass die höhere Temperatur nach dem Heizen der Zulauf sein muss, also quasi die linke Anzeige. Folglich die rechte Anzeige dann der Rücklauf.

20251119_095750.jpg
20251119_100059.jpg

Du kannst am ,,Takten,, was hier eigentlich keins ist,sowieso nichts grossartig ändern. Der Kessel kann nicht modulieren. Soll heißen,du musst hier 22 kW durchgängig an den Mann bringen. Ist das System aber erstmal aufgewärmt,braucht's viel weniger,um es auf Temperatur zu halten. Weniger kann der Kessel aber nur,indem der Brenner abschaltet. Ansonsten würde er zu heiß .

Auf dem zweiten Bild ist zu erkennen,dass der Vorlauf wohl bei 58, der Rücklauf aber bei 48* C liegt. Die Spreizung liegt also bei ca.10 K. Daraus schließe ich,dass die Strömungsgeschwindigkeit zu niedrig ist. Denn es wird allgemein eine Spreizung zwischen 4-6 K angestrebt. Das Heizungswasser verweilt bei dir zu lange in den HK.

 Allerdings kannst damit das ,,Takten,, nicht verringern. Denn selbst,wenn du die Spreizung auf4 K drücken könntest,wäre ja noch weniger Energie erforderlich,um den Rücklauf auf Vorlaufniveau anzuheben.

Umgekehrt wärs auch keine Lösung. Du erhöhst die Spreizung auf 12 oder mehr,läuft der Brenner vielleicht länger,du benötigst aber mehr Brennstoff.

Irgendeinen Tod muss man sterben.

Ok, super. Meine Beobachtung ist auch, der Brenner nur jeweils sehr kurz in Betrieb ist, um von den 47 Grad wieder auf die 60 Grad zu kommen. 

Ok, das ist ebenfalls einleuchtend. Ihr seid echt super, Laien wie mir solche Sachverhalte zu erklären! 😀

 

Würde dann die von Dir angesprochene erhöhte Pumpenleistung und damit vielleicht eine erhöhte Strömungsgeschwindigkeit evtl. die Spreizung verringern? Weil dann würde ich die Pumpe mal "hochstellen".

Ja,die Spreizung wird bei erhöhter Pumpenleistung verringert. Dafür wird aber das Takten zunehmen.

Ich schreib ja,dass es keine Lösung ist.

Top-Lösungsautoren