Also ich sehe hier den hydraulischen Abgleich als völlig daneben an. Es darf nicht sein das Räumen nicht warm werden. Nur der Tausch der Ventile hilft gar nix. Meine Erfahrungen nach 3 Jahren inkl. diesem Monsterwinter hier im Osten. a) Im Winter wird die WW Bereitung bei Heizkörpern im HK auf Komfort gestellt. Damit wird die Dauer die es zum Erzeugen des WW benötigt deutlich reduziert und der Heizkreis kühlt nicht so aus. Den Mehrverbrauch beim WW sparst Du so im Heizkreis wieder mehr als ein. b) Ich habe WW Soll 48 Grad + 1,5 / - 2 Grad Hystherese; WW-Pumpe ist dauerhaft aus, es wird täglich ausreichen WW verbraucht, auch an der letzten Zapfstelle, so das es zu keiner Stagnation kommt. c) alle Heizkörper die Wärme abgeben sollen voll aufdrehen und bzgl. der Raumtemeratur mit den Durchflussmengen erstmal eine Balance über alle Räume herstellen. Im Keller an den HK dabei VL und RL abdrehen, es sei denn sie werden wirklich benötigt ( Wäsche trocknen, Bügelzimmer, Werkstatt usw.) Im Abgleich liegt viel Potenztial, denn die realen Leitungsverläufe (Länge, Querschnitte, Winkel, Isolation der Rohre im Keller/Steigleitungen ) sind in der Regel nicht bekannt oder ungenau. Evtl. ist der Heizi davon ausgegangen, dass das mit der FBH ja schon mal gemacht wurde... annozopp. Ob dem so ist und ob das je gestimmt hat weis keiner, man ja früher immer mit viel Überschuss am Erzeuger gearbeitet. Evtl. wurde es auch kaputt optimiert. d) sehr wichtig, den Mitbewohnern eintrichtern das die Ventile NICHT zum kurzfristigen Einstellen der Raumtemperatur da sind (Todesstrafe) und das es normal ist das die HK nicht mehr so heiß sind wie früher. Am besten in dauerhaft bewohnten Räumen abschrauben und wegwerfen. Es soll ja nur exakt soviel an der WP geheizt werden wie unbedingt im Haus benötig wird und nicht die Heizleistung am HK abgewürgt werden. Dabei würde ich immer alle Räume heizen, außer im Keller). Ein kalter Wohnraum zieht dir die Wärme aus dem beheizten Räumen nebendran ab. Geht dann noch ständige die Tür auf und zu ist so oder alles kaputt mit dem Abgleich. e) Prüfen ob alle Fenster und Türen dicht schließen, das macht wirklich viel aus und ist mit neuen Gummies und Einstellen selbst machbar. Ich habe zwei Winter gebraucht um den optimalen Abgleich über drei Etagen mit Heizkörpern zu finden. Der Heizi hat aber nicht Zeit jeden Tag zu prüfen und nachzuregeln. Kauf Dir 20 billig Thermometer und verteile diese im Haus, damit hast Du eine objektive Anzeige und nicht die gefühlte Raumtemperatur. Diese stelltst Du in ca. 1 Meter höhe auf, aber nicht dirket auf der kalten Fensterbank. Ist die schölecht gedämmt wird das Ergbnis zu sehr verfälscht. f) Prüfe ob die Außentemperaturwerte an der WP plausible sind und nicht mehr als 2 Grad abweichen von der Vorhersage. Ich beheize hier im Speckgürtel von Berlin ein freistehendes EFH knapp 200qm und nur mit Heizkörpern. Dachboden ausgebaut zum Schlafraum. Haus ist ein Mix von 1932 / 1992 ohne Außendämmung. HK Neigung 0,5 +3, WW wie o.g. Ich schaffe es auf 92kWh am Tag bei dauerhaft -14 Grad. Ab -10 geht der Wirkungsgrad der WP massiv in den Keller und man darf nicht vergessen das es keine Lineare Beziehung zw. AT und Heizleistung gibt. Des weiteren prüfe mal die Pumleistung deiner HK Pumpe, nicht das die für beiden Heizkreise auf FBH steht und Du keine ausreichende Durchflussmenge an den HK hast. Raumtemperatur von 21-22 Grad ist völlig ausreichend. Wird das nicht erreicht sie HK evtl. von Typ 22 auf Typ 33 umzubauen. Spreizung beobachten, alles um 5 Kelvin +/- 3 halte ich für vertretbar. Zum Schluss kan man auch mal die HK prüfen ob die entlüftet werden müssen. Ich denke nicht das die WP selbst einen defekt aufweist, es sei denn es fehlt an Kältemittel oder wurde bei der Installtion nicht richtig entlüftet. Ganz wichtig nur eine Änderung zeitgleich, man verliert sonst den Überblick was welchen Effekt hatte. Wie weit ist die Außeneinheit von der Inneneinheit abgesetzt. nicht das die Rohrheizung permanent läuft. Thomas
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