Ich hatte eine ähnliche Situation. Meine über 30 Jahre Ölheizung war abgängig. Mein Haus (Bj. 1990) mit einer Grundfläche von ca. 160m2 wird über Radiatoren beheizt. Eingebaut ist nun eine Sole/Wasser-WP. Vor dem Einbau habe ich die nötige Vorlauftemperatur ermittelt. Vor drei Jahren hatten wir am Niederrhein im Februar eine Woche mit durchgängig niedrigen Temperaturen von -6 bis -8 C, was für hiesige Verhältnisse schon sehr kalt ist. Unter diesen Verhältnissen benötigte das Haus für eine Raumtemperatur von 22 C eine Vorlauftemperatur von max. 45 C. Also habe ich den Schritt (noch vor dem Krieg) gewagt. Und es funktioniert. Die Vorlauftemperatur liegt nun (bei bislang relativ mildem Wetter) unter 40 C. Die Soletemperatur beträgt hier ca. 7 C. Der Temperaturhub ist damit kleiner als 35 C. Die von der Wärmepumpe ausgegebenen Jahresarbeitszahlen betragen für die Heizung 4,9 und die WW 3.7 (Achtung: nur in grober Näherung, meist zu optimistisch). Maßgeblich ist für mich der Energieverbrauch: Die Ölheizung benötigte im langjährigen Mittel 2000 l Heizöl (entsprechend ca. 20.000 kWh, der Stromverbrauch der WP beläuft sich bislang auf ca. 4.000 kWh. Wirtschaftlich betrachtet ist die Sache nicht wirklich. Aber vor dem Hintergrund meiner abgängigen Ölheizung, der fehlenden Alternative - Erdgas gibt es hier nicht - und der oft zitierten Ökologie bereue ich den Schritt nicht. Ich empfehle vorab das Lesen der Fraunhofer-Studie über WP im Bestand. Auf die Installateure würde ich mich nicht verlassen - kein wirkliches Verständnis im Bereich WP, aber dafür mehr Interesse am Abschöpfen der Subventionenen .
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