Hallo Maik! Volumenstrom=Menge des durchlaufenden Wassers? Exakt. Spreizung = Differenz zwischen Vor- und Rücklauf. Exakt. Je mehr desto weniger Wärmeübertragung im Wärmetauscher da das Wasser schneller durchströmt, desto kleiner aber die Spreizung. Jain. Die Logik: Der Wärmeübertrag pro Zeiteinheit im Wärmetauscher erhöht sich durch einen größeren Volumenstrom. Gleichzeitig wird aber auch die Spreizung und die maximale Temperatur geringer weil dem Heizmedium weniger Zeit bleibt die Energie aufzunehmen. Insgesamt erhöht sich durch den besseren Wärmeübertrag jedoch auch die Effizienz der WP. Im Wärmetauscher des WW-Speicher passiert der umgekehrte Prozess. Der höhere Volumenstrom sorgt dafür, das der Untere Teil des Speicher im Verhältnis mit höheren Temperaturen durchströmt wird und damit auch mehr Wärme an diese übertragen wird. Im Ergebnis: Wenn es darum geht eine große Menge an Wasser im Speicher auf eine gleichmäßige Temperatur zu bringen ist ein hoher Volumenstrom besser, wenn man eine Schichtung mit einer kleinere Menge an Wasser mit hoher Temperatur im Speicher erzeugen will ist ein kleinerer Volumenstrom besser. Viessmann trifft die Vorannahme das WP Benutzer vor allem eine Schichtung mit Hoher Temperatur on Top erreichen wollen und hat (zumindest bei meiner WP) den Volumenstrom auf 50% Leistung reduziert, wodurch bei der WW-Bereitung eine Spreizung von etwa 10K entsteht. Im Kern ist der Speicher am Ende der WW-Bereitung dadurch on Top bei 55°C, on Bottom bei 45°C. Ich habe den Volumenstrom auf 90% erhöht und die Spreizung damit auf 6K reduziert. Dadurch wird der WW-Speicher jetzt gleichmäßiger mit WW beladen: On Top bei 53°C on Bottom bei 47°C. Die Energie bleibt die Gleiche. Dabei dauert das Beladen durch die höhere Effizienz der WP bei den geringeren Temperaturen jetzt nur noch 27 statt 30 Minuten. Wenn es übrigens um das wöchentliche Hygieneprogramm geht sollte man diese Schichtungen genau im Kopf haben, wobei mit steigender Temperatur auch die Spreizung höher wird. Der Speicher hat also immer Bereiche in denen die Temperatur deutlich geringer als 60°C ist, wenn der Volumenstrom nicht auf unendlich erhöht und der Speicher gezielt "gemischt" wird - was so weit ich wieß keine (Viessmann) WP unterstützt. Wenn man dann noch betrachtet, dass die Funktion von Zirkulationsleitungen und Zirkulationsprogrammen keine Einfluss auf das Programm haben, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen das Hygeneprogramme in realität nur einen minimalen Betrag leisten. Auf der anderen Seite steht die grenzwertige Leistung von R410A basierten WPs welche die Kosten von Hygieneprogrammen in die Höhe treiben, so dass es aus ökonomischer Sicht zur Hygiene effizienter ist den Durchsatz des Wasser-Verteilsystem zu erhöhen. Daher habe wir auch bewußt das WW-Verteilnetz minimiert und auf WW-Zirkulation verzichtet, um den Rücktransport von Keimen zu reduzieren und fahren bis auf wenige Wochen im Fühjahr und Spätherbst eine vergleichsweise niedrige Speichertemperatur. Gruß Gwyn
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