Hallo Joachim! Die im Sekundärkreis sichtbare Temperatur kommt vermutlich durch die Funktion der Ölsumpfheizung zustande. Die direkte Restwärme der WW-Bereitung wird normaler Weise gleich durch einen Nachlauf der Sekundärpumpe so weit in den Heizkreis verteilt, dass diese unsichtbar ist. Bei einer WP wird das Öl normaler Weise auf "Temperatur" gehalten, um (1) ein diffundieren des Kühlmittels ins Öl zu verhindern, was beim einem plötzlichen Start des Verdichter diesen schädige kann, und (2) die notwendige Viskosität des Öls für einen sofortigen Start des Verdichter sicherzustellen. Komplementär wird der Kühlkreis häufig über ein Volumenstrom im Primärkreis gekühlt, da dieses die Kondenstation des Kühlmittel außerhalb der Pumpe forciert und damit die Trennung vom Öl unterstützt. Die genau Funktion der Ölsumpfheizung hängt von der WP-Steuerung, von der Art des Verdichter, den Eigenschaften des Schmiermittel (Öl) und den Eigenschaften des Kühlmittel ab. Die Ölsumpfheizung wird entweder direkt nach abschalten des Verdichter eingeschaltet, verzögert aus Kenntnis der übliche Auskühlzeit des Verdichter, oder gezielt auf Basis von Messungen der Temperaturen im Verdichter und Kühlkreis. Bei Viessmann R410-A (50% R32, 50% R125) Rollverdichter-WPs ist ein Einschalten nach einer Auskühlzeit von 8 Stunden üblich. Außerdem kann ich bei meiner Sole-WP die Funktion der Primärpumpe an einer ungewöhnlich niedrigen Temperatur im Primärkreis sehen wobei die Primärpumpe eine Leistung von 5% anzeigt aber das Symbol nicht rotiert. Wie die Ölsumpfpumpe genau bei deiner R32 Rollverdichter-WP funktioniert und wie sich diese genau in den Sensoren der WP äußert kann ich dir leider nicht sage. Viessmann ist bei diesen Standby-Prozessen auf Grund des hohen Stromverbrauch nicht sehr offen. Gruß Gwyn PS: Vielleicht kannst du ja deine Beobachtungen dazu hier mal gezielt einstellen, wobei auch Strommessungen interessant sind.
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