Hallo x4N70! Meine Erkenntnis daraus ist, dass ein Mischer für mich vermutlich ein guter Ansatz wäre? Damit könnte ich ja mit in Kombination mit meinem 400l-Pufferspeicher beim Kühlen dann mit einer sehr niedrigen VL-/Puffertemperatur fahren und damit dann mit relativ wenigen Zyklen eine konstante und effektive Heizkreistemperatur erreichen. Und es käme meiner demnächst geplanten PV-Anlage entgegen, da ich dann wenn Sonne da ist quasi "Vorkühlen" kann und diese Kälte dann nutzen. Oder habe ich einen Denkfehler? Die PV-Analage ist grundsätzlich ein guter Ansatz, aber vom hydraulisch und thermisch trennenden Speicher mit Mischer bin ich nicht überzeugt. Der Ansatz erzeugt eine generelle Ineffizienz im System (Heizen wie Kühlen), die mit einem dauerhaften Betrieb mit Übertemperatur verbunden ist was den COP senkt. Daneben ist die Wärmekapazität eines 0,4m³ Speicher erschreckend gering im Verhältnis zu einer FBH (siehe Wärmekapazität: Wissen, was gut Wärme speichert). Heizfläche 200m² FBH 7,5cm bei Hysterese 2K: 0,6kW/Km³ * 200m² * 0,075m * 2K = 18kW. Speicher 400l bei Hysterese 2K: 1,2W/Km³ * 0,4m³ * 2 = 4,8kW. Der Speicher stellt selbst bei Übertempertur nur 21% der Wärmekapazität bereit. Gleichzeitig sinkt der COP aber um etwa 20%. Beim Kühlen ist der Puffer-Anteil zwar üblicher Weise höher, da die Kühlfläche geringer als die Heizfläche ist, dafür reduziert sich aber der COP um 40%. Der effizienteste Betrieb einer WP mit FBH ist es immer die Wärme/Kälte möglichst direkt, gleichmäßig und synchron nach Bedarf von der WP in die FBH aller betroffenen Räume zu übertragen. Je gleichmäßiger und synchroner die Übertragung erfolgt, desto länger werden die Takte und die Pausen. Zur Hysterese: Wenn Du in deinem Beitrag von (6K) Hysterese sprichst, meinst du nach meinem Verständnis die Differenz zwischen unterer VL-/Puffertemperatur (Verdichter schaltet ab) und oberer VL-/Puffertemperatur (Verdichter schaltet ein) - oder? Die Hysterese in meinen Einstellungen (2K eingestellt), die ich genannt habe, drückt aber die Differenz aus zwischen Zieltemperatur des Heizkreises (in meinem Fall 21°C) und der Außentemperatur (oder der meiner WP nicht bekannten Raumtemperatur?) aus, die das Kühlen und damit die Zirkulationspumpe überhaupt erst aktiviert - oder? Wenn ich von Hysterese Spreche ist das die Differenz zwischen Einschaltschwelle und Ausschaltschwelle der WP bzw. des Verdichter. Bei dir sind das, wenn ich ein zweites mal hinschaue tatsächlich 4K (Einstellwert 2K). Ich war etwas voreilig und ohne genau hinzuschauen von der üblichen Hysterese der älteren R410-A LW-WPs von 6K ausgegangen. Für die Wärmeübertragung bedeutet die Hysterese ohne das Ventile schließen, das die FBH oder der Puffer grob im Schnitt um den Wert in der Hysterese erwärmt werden. Die übertragene Energie lässt sich also ganz leicht aus der Hysterese und dem in der Zeit erfolgten Wärmeverlust abschätzen. Zur Steuerung über Rücklauf: Ich hatte schon den Hinweis eines Heizungsbauers bekommen, dass ich statt VL eigentlich die Mitte zwischen VL und RL nehmen könnte, da die Rohre im Boden ja so verlegt sind, dass sich immer VL und RL benachbart sind. Uh, da schlägt mein physikalischer Sachverstand alarm. Der Abstand der Rohre der FBH ist einfach zu groß, um die Kondensation am kältesten Punkt zu unterbinden. Für die Oberfläche des Fußbodens mag das egal sein, aber sobald die Feuchtigkeit in das Bauteil diffundieren kann wird die Kondensation trotzdem am kalten Rohr erfolgen. Ich würde hier immer über den kalten Eintritt als Referenz Steuern. Da ich aber im RL immer wieder Peaks habe, die ich mir als Laie (noch) nicht erklären kann (siehe Bild - Idee, was das sein könnte? Scheint immer bei einem Warmwasser zu sein), Ich gestehe, ich bin mir nicht ganz sicher, welche Sensoren du in dem Graph erfasst und wo diese sitzen. Ungewöhnlich für die Aufzeichnung von Sensoren in der WP sind z.B. die Konstanz der VLT über lange Zeiten, die sich ändernde Differenz von VLT und RLT in Zeiten ohne Verdichter und, das die RLT nach der WW-Erzeugung nur langsam von dem hohen Niveau sinkt. Meine Sole-WP würde die Differenz des VL/RL durch eine kurzen Pumpen-Nachlauf z.B. direkt im HK verschmieren, so dass VLT und RLT nahezu identisch sind. Auch scheinen mir die Begriffe VLT und RLT hier vertauscht. habe ich das bisher gelassen und setze an "kritischen" Tagen eher mal den Abstand zwischen Taupunkt und VL ins negative, sprich ich erlaube z.B. noch Kühlung bei 17°C Vorlauf und 17,5°C Taupunkt. Den Parameter habe ich in meiner Steuerung mit Home Assistant so umgesetzt, dass ich ihn beliebig anpassen kann. Ich denke, dass eine geringe Unterschreitung des theoretischen Raumtaupunkt für eine begrenzte Zeit aus Sicht des Bauteilschutz vermutlich durch den pessimistischen Messpunkt akzeptable ist. Ob dieses bis -0,5K der Fall würde ich noch mal durch Messungen am HK-Verteilern validieren. Wenn hier Kondenswasser anfällt wäre das sicher ein schlechtes Zeichen. Eine Installation eines Taupunktsensors dort wäre sicher auch nicht falsch. Gruß Gwyn
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