Tatsächlich, es ist eine maximale VL von 55 Grad eingestellt, somit wird die FBH wenigstens vor noch höheren Soll-VL-Temperaturen geschützt. Die Einstellung ist zwar hoch, aber anscheinend hat die Anlage samt Fliesen diesen Betrieb nun 12 Jahre überlebt. Der Maximaltemperaturbegrenzer würde sie zudem schützen, wenn mal das Umschaltventil hängen bleiben sollte und somit während einer Speicheraufheizung heisses Kesselwasser nicht Richtung Speicher, sondern Richtung FBH fliesst. Sofern nicht vorhanden (?), wäre eine Nachrüstung empfehlenswert. Ich würde an deiner Stelle erst mal die Heizkennlinie so weit möglich absenken, diese ist nämlich fast ganz sicher viel zu hoch; eine FBH hat in der Regel eine Neigung unter 1. Zum Testen stelle die Raumthermostate für die beheizten Räumen ein paar Grad höher als tatsächlich gewünscht. Wenn es nach ein paar Stunden wärmer wird als die gewünschten 23 Grad, ist die Heizkennlinie zu hoch. Ein neues Gerät brauchst du dafür nicht, die Heizkennlinie stellt man an der Regelung ein. Allgemeine Erklärungen zur Heizkennlinie und den Einstellmöglichkeiten findest du hier http://www.viessmann-community.com/t5/Innovations-Blog/Das-Viessmann-Heiztechniklexikon-H-wie-Heizkennlinie/ba-p/1338#.Wi101meWyM8 und https://heizung.de/heizung/wissen/die-heizkennlinie/ Bei deiner Regelung ist die Neigung der Heizkennlinie in Codieradresse d3 zu finden, und ist sowohl in Codierung 1 als auch Codierung 2 einstellbar; bleibe bei Codierung 1, ist übersichtlicher und geht schneller. Die Anzeige und Einstellung erfolgt mit Faktor 10: Einstellung 10 heisst Neigung 1,0, Einstellung 14 heisst Neigung 1,4, Einstellung 8 heisst Neigung 0,8 usw. Für Codierung 1 einsteigen wie oben beschrieben, weiterklicken, bis du bei d3 bist (d3 blinkt, aktuelle Anzeige d3:14). Durch Drücken der OK-Taste (Auswahl von d3) wird d3 änderbar (aktueller Wert blinkt), diesen mit der Plus- oder Minus-Taste wie gewünscht ändern, dann mit OK bestätigen. Es kommt eine Bestätigung, und schon ist die Neigung geändert, manuell und ohne Kauf eines neuen Geräts ;-). Diese Anleitung ist in der Serviceanleitung enthalten; falls du diese nicht hast, bekommst du sie von Viessmann. Versuche in diesem Winter, die Neigung so niedrig wie möglich und nur so hoch wie nötig einzustellen, dass es überall warm genug wird, aber nicht (bei offenen Raumthermostaten) wärmer als gewünscht. Das Niveau vorerst auf Null lassen, zuerst die passende Neigung finden. Einstellen und Testen der Heizkennlinie bei möglichst niedrigen Aussentemperaturen und ohne Fremdwärme in den betreffenden Räumen (Sonne, Ofen...). Wenn die Einliegerwohnung beheizt wird, dürfte sich die Betriebsweise des Geräts verbessern, nämlich Richtung längere Brennerlaufzeiten. Aktuell sind diese sehr schlecht (mit durchschnittlich unter 4 Minuten viel zu kurz). Das liegt teilweise an der viel zu hohen Heizkennlinie, teilweise an der Teilbeheizung des Hauses und zusätzlichen Wärmequelle (Kamin). Gut möglich, dass ein Teil des Verbrauchs durch die schlechte Betriebsweise entstand. Immer noch offen: Welchen Leistungsbereich hat dein Gerät? Siehe dazu dein Typenschild (ist meistens auf der oberen Geräteabdeckung zu finden).
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