29.000 kWh Gasverbrauch / 2000 Volllaststunden ist zwar wirklich sehr stark vereinfacht, aber am Ende für die Gebäudeheizlast gar nicht so falsch. (Die Auslegung der WP ist dann noch ein weiterer Schritt). Natürlich geht es genauer. Grundsätzlich steht die Formel auch so am Ende der Gebäudeheizlastberechnung nach §7.3 DIN/TS 12831-1. Nur wird vorher der bisherige Verbrauch mit dem Nutzungsgrad z.B. der Gasanlage multipliziert, der evtl. WW-Bedarf rausgerechnet und die Volllaststunden werden nicht pauschal mit 2000h angesetzt, sondern basieren auf dem Belastungsgrad, worin die Heizgrenztemperatur, die Jahresmitteltemperatur und die Auslegungstemperatur eingehen. Dadurch werden auch die Ecktemperaturen erfasst. Konkret sind das bei mir dann 1683 Volllaststunden. Wenn ich diese jetzt aber noch durch den Nutzungsgrad von 0,88 der alten Gastherme teile, werden daraus 1912h für o.g. Formel, was dann doch sehr nahe an den pauschalen 2000h liegt. Bei allen Unbekannten, ist der Ansatz deshalb vielerorts gar nicht so schlecht. Mit dem historischen Verbrauch (abzgl. WW-Bedarf) hat man zumindest eine gute Basis, weil wirklich ermittelt. Nur mit Annahmen zu den Isolationswerten zu rechnen, ist am Ende auch nicht genauer. Richtig ungenau wird es mit dem Ansatz ganz sicher, wenn besondere Bedingungen vorliegen, z.B. keine ganzjährige Nutzung, weitere nicht erfasste Energieerzeuger, exponierte Lage, spezielle Architektur etc.
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