Hallo HeiPfei,
die Sekundärluftklappe wird in Abhängigkeit vom Rest-O²-Sollwert geregelt. Die Primärluftklappe wird entsprechend der Leistungsanforderung (Abgleich Flammentemperatur-Soll und -Ist) geregelt. Die Gebläsedrehzahl sowie der Einschub werden leistungsabhängig vorgegeben.
Bei einer falschen Montage der Lambdasonde und dem in deinem Fall dadurch bedingt höheren Restsauerstoffgehalt versucht die Anlage auch hier die Sekundärluftklappe zum Erreichen des Soll-Wertes auszuregeln. Dies geht unter Beachtung der Kesselanforderung aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Letztendlich ist diese Reaktion eher positiv als negativ zu sehen. Durch die Anzeige eines zu hohen Restsauerstoffgehalts werden auch mögliche versteckte Mängel (u.a. Fremdkörper im Fördersystem, defekte Dichtungen, verschmutzte Sonde etc.) aufgezeigt. Stellen wir uns vor, dass dem nicht so wäre, wie in deinem Fall mit der Falschluft. Dann würde die Anlage eine maßgeblich schlechte Verbrennung liefern, die sich anhand der Regelungsanzeige nicht bemerkbar machen würde, da der tatsächliche Restsauerstoffgehalt nach dem Verbrennungsprozess viel niedriger ist als zuzüglich der Falschluft an der Sonde.
Grundvoraussetzung für eine normale Verbrennungsregelung ist grundsätzlich eine intakte und saubere Anlage.
Beste Grüße °sr
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