Wir haben seit mittlerweile 6 Jahren eine Vitocal 222G im Betrieb, im Prinzip bin ich auch zufrieden. Wir haben keine Einzelraumsteuerung sondern nur eine Zentrale Steuerung. Die Räume werden über die Tacosetter geregelt. Die WP soll im Hauptraum auf 22°C heizen, das schafft sie auch braucht aber immer ewig dafür. Mir ist aufgefallen die Heizkurve findet dabei überhaupt keine Beachtung. Jetzt bei -10°C sollte die Vorlauftemp. eigentlich 36°C betragen. Wir bewegen uns aber immer zwischen 31,5 und 33,5°C je nach Laufzeit.
Kann mir jemand erklären warum das so ist und ob es nicht effizienter wäre mit etwas mehr Vorlauftemperatur ZU ARBEITEN und dafür kürzer Laufzeiten.
Bei dem Wetter läuft die Wärmepumpe ca 18h am Tag. Morgens sind immer 21,4°C im Haus und die 22°C knackt sie dann gegen 17 bis 18 Uhr bei den Aktuellen Minus Temperaturen.
Wahrscheinlich ist es mit der FBH wenig sinnvoll, mit einer Nachtabsenkung zu arbeiten. Die Regelung der Anlage versucht durchaus, die Heizkennlinie anzufahren. Über ihre Leistung ist allerdings die Spreizung zwischen VLT und RLT limitiert. Wenn erst einmal wieder große Estrichflächen aufgeheizt werden müssen und dabei anfangs die Rücklauftemperatur niedriger ist, bleibt auch die Vorlauftemperatur unterhalb der Heizkennlinie und steigt nur langsam. Da am Ende jedoch die Soll-VLT erreicht wird, reicht die Leistung der Anlage aus, aber eben nicht, wenn sie nur 3/4 des Tages heizen darf.
Wir haben keine Nachabsenkung, eher das Gegenteil, da wir zwischen 0 bis 5 Uhr günstiger Strom beziehen können.
Wir haben einen großen Wohn, Essen, Kochbereich ca. 60m² dort halten wir uns die meiste Zeit auf, deshalb hängt dort das Thermostat.
Wenn wir alle zuhause sind, Kochen, Technische Geräte, Kerzen und so weiter, erreichen wir abends halt 22,4°C im Raum. Die WP geht dann aus, da Sollwert ja nur 22°C sind. Es dauert dann ca 4 bis 5h bis die Raumtemperatur unter die 22°C sinkt und die Heizung geht wieder an. Dabei sinkt die Temperatur aber weiter, weil wie du schon sagst eine FBH sehr träge ist. Morgens sind wir dann bei 21,4°C und dann dauert es mit 32°C Vorlauf halt ewig und ich verstehe nicht warum die Anlage nicht Richtung 36°C geht. Denn bei -10°C sollte das der Sollwert sein 🤔
Ok, ich hatte die Formulierung "Bei dem Wetter läuft die Wärmepumpe ca 18h am Tag" falsch interpretiert.
Dann liegt die Abschaltung also an der Raumtemperatursteuerung. Brauchst du diese denn wirklich, wenn die Heizkreise ansonsten hydraulisch abgeglichen sind? Ich weiß nicht genau, wie das an deiner 222 aussieht und wie "smart" dein Sensor dort angebunden ist. Was passiert denn, wenn du ihn höher drehst, so dass die WP eigentlich durchläuft? Evtl. hast du aber auch eine smart climate control Einstellung, die du mal testweise deaktivieren musst. Ggf. musst dann sogar die Heizkurve etwas absenken damit es nicht zu warm wird. Die Regelung erfolgt dann nur noch anhand der Heizkurve und schaltet nicht ab, bloß weil in der Stube die 22°C überschritten sind.
Smart Climacomtroll habe ich nicht. Anfangs hatte ich kein Thermostat, da lief die Anlage nur über die Heizkurve, Außentemperatur und Vor- Rücklauf.
Wir haben aber sehr viele große Fensterflächen Richtung Süden und ein sehr offenes Raumkonzept, wegen einer Galerie. Die Wärme verteilt sich also gut im ganzen Haus sobald etwas Sonne scheint.
Ohne Thermostat hatten wir schnell 24°C im Haus und die Heizung lief.
Dank des Thermostat konnte ich die letzten 3 Jahre ca. 500 bis 800kwh weniger Verbrauch pro Jahr.
Dann hattest du eine reine Witterungsführung bereits. Normalerweise reagiert eine FBH gegenüber Sonneneinstrahlung geschmeidiger als ein Heizkörperkreis. Ich reduziere in diesem Fall einfach mal manuell die Solltemperatur. Die FBH reduziert eigentlich "selbstständig" ihre Leistung, wenn der Estrich durch die Sonne fremdbeheizt wird, weil dadurch die Spreizung geringer wird.
Leider kenne ich die Möglichkeiten der 222G nicht. Bei den 15x/25x gibt es die Möglichkeit, witterungsgeführt mit Raumtemperatureinfluss zu arbeiten. Da wird die WP nicht einfach abgeschaltet, sondern die Solltemperatur in Abhängigkeit von der RT abgesenkt. Die Stärke der Beeinflussung lässt sich parametrisieren.
Ok danke, dann muss ich mich vielleicht nochmal durch die Unterlagen wühlen.
Auf Sonneneinstrahlung hat die Anlageleider wie gesagt sehr träge reagiert, bis die was gemerkt hat, war die Sonne schon wieder weg und das Haus warm wie eine Sauna 🤣
Wie gesagt ich habe mit Thermostat unseren verbrauch von 4000kwh auf 3200kwh gesenkt.
Ich bin ja auch soweit zufrieden, es kommt bei uns noch häufig vor das mal 14 Tage am Stück unter 0°C sind, deshalb war es mir noch nie aufgefallen.
Ich frage mich dann nur nach dem Sinn der Heizkurve, wenn die Heizung eh immer mit 32,5°C Vorlauf arbeitet, egal ob es +10 oder -10°C hat 🤣
@Stadtvilla11 schrieb:Ich frage mich dann nur nach dem Sinn der Heizkurve, wenn die Heizung eh immer mit 32,5°C Vorlauf arbeitet, egal ob es +10 oder -10°C hat 🤣
Durch deinen RT-Sensor hast du die Analogregelung anhand der Heizkurve durch eine 2-Punkt-Regelung ersetzt. Die Heizkurve hat nur insoweit Einfluss, dass sie aufgrund der Regelabweichung ggf. die Leistung der WP und die max. VLT begrenzt. Vielleicht kannst du ja beide Dinge insoweit kombinieren, dass du den RT-Sensor auf 23°C erhöhst, damit es bei Sonne nicht wärmer wird, die HK aber so optimierst, dass normalerweise nur die 22°C erreicht werden.
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