Hallo,
für unser Haus BJ 1978 und teilmodernisiert wurden nachfolgende Werte errechnet:
-Norm-Gebäudeheizlast 9,0kw bei NAT -13.1°C
-zzgl. Warmwasser für max. 4 Personen (vorhandener Trinkwasserspeicher 200l)
-Heizgrenztemperatur 15°C
-keine Sperrzeiten
-Heizkreis 1 (Keller + OG) mit 33er Heizkörpern: Vorlauf max. 45°C (bei NAT)
-Heizkreis 2 (EG) mit Flächenheizung (Deckenheizung) max. 40°C (bei NAT)
Laut eigener Recherche (z.B. SHK Info) soll der Bivalenzpunkt für den Heizstab bei einer Außentemperatur von -4 bis -8°C liegen. Außerdem sollte die Wärmepumpe soweit herunter modulieren können, dass sie bis zu einer Außentemperatur von +7 bis +10°C nicht takten muss.
Genau das ist aus meiner Sicht nun der Zwiespalt. Die Vitocal 250-A Baugröße 10 wäre demnach überidimensioniert, die Baugröße 08 jedoch zu knapp?
Mir sind ein geringer Verschleiß und eine gute Effizienz durch seltenes Takten wichtig, im Haus muss es aber natürlich trotzdem warm werden. Sonst gibt es Ärger mit der Frau.
Welche Baugröße ist für uns besser geeignet?
Ist dazu ein Pufferspeicher notwendig und wenn ja, wie und in welcher Größe sollte dieser ausgeführt werden?
Hallo,
die WP sollte bei NAT laut Planungsanleitung 70 bis 85% der max Heizlast leisten können.
bei mit 80% wären das 7,2 kW.
Die 08 schafft bei -13 Grad aber nur 5,5 kW
die 10 schafft bei -13 Grad 8 kW
Da solltest du das 10 kW Model nehmen.
bei 2 Heizkreisen ist ein Puffer besser, 200l
Brauchst du wirklich 2 Heizkreise
(Keller + OG)
wie oft wird der Keller denn im Jahr benutzt?
Kann man die HK im OG vielleicht vergrößerten
Die WP wird doch aber nicht auf - 13Grad ausgelegt, sondern für ca. - 6Grad und den Rest macht der Heizstab?
Die HK im OG sind auf die maximal mögliche Größe als 33er bereits erneuert wurden. Die 3 Räume im Keller sollen dauerhaft leicht beheizt werden und temperär an 1-2 Tagen in der Woche auf 20 Grad.
Der zweite Heizkreis ist für die Flächenheizung.
Nicht auf 100% bei -13 Grad, aber auf den genannten Prozentsatz.
Im Keller könnte man in den Stunden wo .an es braucht mit kleinen Heizlüftern nachhelfen.
Im OG müsste man mit Booster Lüfter unter den Heizkörpern testen
Dann können man sich den 2. Heizkreis. Pumpe, Puffer usw. sparen
Vielen Dank für deine Antworten. Die beiden Heizkreise sind bereits vorgesehen und fast fertig. Also sollten wir einen Puffer nehmen?
Mich würden auch noch weitere Meinungen dazu interessieren. Insbesondere von Viessmann selbst, da ich an dieses Forum verwiesen wurde und per Email keine Antwort dazu erhalten habe.
Hallo Daniel321,
ich sehe es wie qwert, bei zwei Heizkreise sollte in jedem Fall ein Pufferspeicher genommen werden. Wenn es sich noch ändern lässt, sollte auf einen einzelnen Heizkreis umgeschwenkt werden. Welche Leistungsgröße wurde dir denn von deinem planenden und ausführenden Fachbetrieb empfohlen?
Viele Grüße
Flo
Hallo Flo,
unser Heizungsbauer hat bereits 2 Divicon Pumpen/Mischergruppen im Heizungskeller verbaut und verrohrt. Im Moment hängt noch die alte Gastherme dran.
Aufgrund der Deckenheizung in der abgehängten Decke im EG wurde uns das mit den 2 Heizkreisen und einem Pufferspeicher 200-300l vom Heizungsbauer so empfohlen. Haben wir dadurch zu erwartende Nachteile? An welcher Stelle sollte der Pufferspeicher am besten eingebaut werden? (im Rücklauf?)
Der Heizungsbauer hat uns die Baugröße 10 angeboten mit Tendenz zur Baugröße 13. Diese erscheint mir komplett überdimensioniert. Die Heizlastberechnung haben wir mit dem kostenpflichtigen Tool Heizreport selbst erstellt und ihm zur Verfügung gestellt - kann die Berechnung durch Viessmann überprüft / eingeschätzt werden und die am besten passende Baugröße für uns bestimmt werden?
Eine Überprüfung der Berechnung kann dein Fachbetrieb über die für ihn zuständige Verkaufsniederlassung vornehmen lassen. Hab bitte Verständnis dafür, dass wir das hier nicht durchführen werden. Die 10kW Variante erscheint mir hier aber auch die bessere Wahl zu sein. Der Pufferspeicher ist bei dem Aufbau und auch der Verwendung des Systems die bessere Wahl und sollte als hydraulische Trennung und nicht im Rücklauf eingebaut werden.
Viele Grüße
Flo
Bei der klassischen Einbindung des Puffer als hydraulische Trennung, hast du leider immer Mischungsverluste.
Die WP muss 2-5 Grad wärmeres Wasser in den Puffer schicken, als in Richtung Heizkreis wieder aus dem Puffer heraus kommt. der Puffer ist dann einer Exergie-Vernichtungs-Box
Es gibt von Viessmann ein Sonderschema, wo sich die WP und der(die) Heizkreise die Vorlaufleitung des Puffer teilen.
So werden diese Mischungsverluste unterbunden.
Ignoriere, dass das hier ein Kombispeicher mit WW und Frischwassser ist.
Diese Schema funktioniert auch bei einem 200l Heizungspuffer.
Wichtig ist die gemeinsame Leitung zum Speicher. diese sollte wie in der Anleitung beschrieben um eine Rohr-Dimension größer ausgeführt werden.
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