Hallo liebe Community, ich bin Heizungslaie, vermute aber Fehlkonfigurationen und auch ein hydraulisches Problem in meiner Hybridheizungsanlage. In Vorbereitung auf einen Termin mit dem Heizungsbauer suche ich Rat bei euch. Im Anhang findet sich ein laienhaftes Hydraulikschema, mit dem ich das Ganze nachvollziehen will. Das Thema ist im Haus emotional behaftet, die Angst vorm Frieren groß - daher durfte auch die Ölheizung nicht ganz verschwinden. Vor ca. 1,5 Monaten hat eine Vitocal 250-A Hybrid A13 unsere Vitorondens 200-T (Baujahr 2021) als Hauptwärmeerzeuger abgelöst. Letztere steht als externer Wärmeerzeuger für Spitzenlasten jedoch weiter zur Verfügung. Im Jahr 2006 zog eine Solarthermieanlage mit 2x 500l Pufferspeichern mit Solarregistern von Viessmann ein, die gefühlt allerdings nie so prächtig funktioniert hat. Im Sommer war das Warmwasser völlig überhitzt, im Frühjahr und Herbst sprang die Ölheizung trotz der Solarthermie ständig an. Damals war das ganze noch mit einer großen Buderus-Heizung aus 1996 kombiniert. Zur Reduzierung der Komplexität wurde die gefühlt recht wertlose Solarthermie nun rückgebaut und die beiden Pufferspeicher werden im neuen Heizungssystem weiter verwendet. Die Warmwasserspeicherung erfolgte vor der WP durch einen separaten 200l Warmwasserspeicher, der über eine Speicherladepumpe durch die Solarthermiepuffer beladen werden konnte. Dieser Warmwasserspeicher wurde jetzt durch eine FriWa mit Zirkulation (nicht Viessmann) ersetzt, die am ersten Pufferspeicher angeschlossen ist. Eckdaten der gesamten Anlage: WP Außeneinheit ODU 250-A AWMOF-251.A1.13-400-V002 (Baujahr 2026) WP Inneneinheit IDU-A Hybrid HWMIW.A1.19-V054 (Baujahr 2026) Externer Wärmeerzeuger Heizöl Vitorondens 200-T BR2A18,8/22,9kW (Baujahr 2021) 2 Heizkreise mit jeweils einem Mischer - hysterisch gewachsen, Radiatoren und wenige FBH gemischt 2x 500l Pufferspeicher mit Solarregister (Baujahr 2006), sind sind am Vorlauf/Rücklauf beider Heizkreise angeschlossen - volle Durchströmung, keine Nutzung von Wendeln! FriWa am ersten Pufferspeicher, in den die Vorläufe WW und Heizung eingehen WW Temperatursensoren WP und FriWa im ersten Pufferspeicher mittig Temperatursensor Pufferspeicher mittig im zweiten Pufferspeicher (vom Heizungsbauer zunächst im ersten unten platziert aktuell noch kein SG-ready verkabelt Das Haus verfügt über eine 11 kWp Solaranlage und 10,25 kWh Batteriespeicher von KOSTAL bzw. BYD. Die WP soll zeitnah SG-ready verkabelt werden, gesteuert durch ein Shelly 2 Pro Relais, das durch HomeAssistant nach Auswertung verschiedener Daten geschaltet wird. HomeAssistant ist also der Energie Manager. Die SG-ready Schnittstelle wird aber aktuell noch nicht genutzt. Meine kühnen Träume - die so auch mit dem Heizungsbauer besprochen waren - sind folgende: Im Sommerbetrieb soll die WP überwiegend mittags durch HomeAssistant getriggert BEIDE Pufferspeicher überladen. In die WW-Bereitung dürfte die WP dann erstmal nicht schalten. Reicht die WW-Temperatur im oberen Bereich des ersten Speichers nicht mehr aus, wird WW mit Heizwasser aus dem zweiten Speicher nachgeladen. Die Starts der WP dürfte sich damit auf einmal täglich bis alle zwei Tage einmal mit entsprechend langen Laufzeiten (Eco-Modus) beschränken. In der Heizsaison wird nur der WW-Bereich des ersten Speichers auf entsprechender Temperatur gehalten, durch den übrigen Pufferbereich BEIDER Speicher fließt der Heizungsvorlauf. So ist Puffer für das Abtauen vorhanden. Auch hier soll über SG-ready PV-Energie in Form von Wärme gespeichert werden können bzw. temporär der Vorlauf der HK angehoben werden können. Ich hoffe, das klingt erstmal plausibel. Ab jetzt wird das Hydraulikschema im Anhang interessant, bitte werft einen Blick darauf. Ich habe beobachtet, dass der zweite Puffer nie angesprochen wird. Bisher ist das nachvollziehbar, weil ja keine Heizsaison ist und das Pufferladen durch SG-ready ja noch nie startete. Etwas willkürlich wirkte dann aber die Position des Puffertemperatursensors auf mich: im ersten Speicher unten. Hier strömt aber der Vorlauf des zweiten Speichers raus, dessen Temperatur also nie erfasst würde - außer dass der Rücklauf deutlich unter der gemessenen Temperatur liegen dürfte. Was hier dann für die Regelung herangezogen wird, weiß ich aber nicht. Um die SG-Ready Pufferbeladung schon mal vorab zu testen, bin ich in den Funktionstest der WP gegangen und habe die Pufferbeladung gestartet. Wider Erwarten wurde nur der erste Puffer warm, der zweite wurde nicht durchströmt. Was durchströmt wurde, war der Rücklauf der WW-Bereitung. Der Rücklauf des zweiten Puffers blieb kalt (wie auch der Vorlauf). Die Spannungsmessung am EMO-T NO ergab 0 Volt. Den EMO-T sah ich auch nicht im Aktorentest. Dann habe ich die Inbetriebnahme wiederholt und festgestellt, dass die WP gar nicht wusste, dass WW und Pufferspeicher in einem Puffersystem stecken und es eine Rücklaufumschaltung gibt. Das habe ich korrigiert und beim Aktorentest dann auch 230 V am EMO-T messen können. Das verbaute 3-Wege-Ventil ist wie folgt angeschlossen: I gemeinsamer Rücklauf Richtung WP II Rücklauf WW (aus erstem Pufferspeicher mittig) III Rücklauf zweiter Pufferspeicher (unten) Die Einstellungen habe ich nicht wieder rückgängig machen. Das hatte zur Folge: bei der nächsten Wassererwärmung wurde das Ventil geschlossen und auf einmal wurden beide Puffer durchströmt und warm. Zur Erinnerung: beim Pufferladetest war das nicht der Fall. Jetzt verstehe ich die Viessmann Dokumente so, dass der Rücklauf-Aktor für den Pufferspeicher im WW-Betrieb angesteuert wird und nicht im Heizbetrieb. Daraus schließe ich, dass am 3-Wege-Ventil kein NO-, sondern ein NC-Stellantrieb hätte verbaut werden müssen. Der würde den Weg I-II im eingeschalteten Zustand freigeben, wenn was WW erwärmt wird und dabei I-III schließen. I-III wäre standardmäßig offen und beide Puffer würden im Pufferlade-/Heizbetrieb durchströmt. Die Ausführung als 3-Wege-Umschaltventil wirft bei mir auch folgende Frage auf: wie soll denn Wärme aus dem zweiten Puffer in den WW-Bereich des ersten Puffers über die Inneneinheit strömen können, wenn er beim WW-Bereiten hydraulisch abgekoppelt wird? Hätte hier nicht ein Mischventil verbaut werden müssen, sodass beide Rückläufe vereint werden? Zusammenfassend interessiert mich: Ist der Pufferspeicher als Pufferspeicher mit Trinkwassererwärmung mit Rücklaufumschaltung zu konfigurieren? Ist das EMO-T NO 3-Wege-Ventil falsch ausgeführt und hätte NC sein müssen? Welche Art von Ventil bräuchte es hier, um die WW-Ladung aus dem rechten Puffer zu unterstützen? Vielen Dank vorab, sorry für die vielen Worte und viele Grüße!
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