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Fragen und Anmerkungen zur Ermittlung der Heizlast und der Dimensionierung der WP.

Mein Haus hat eine berechnete Heizlast von 10,7kW. Umgerechnet mit irgend einen Faktor wurden daraus 7,65 kW. Daraufhin wurde eine 8kW WP verbaut, was nominell ja in Ordnung währe.

Nun ist es aber so, das diese 8kW die Spitzenleistung ist und die WP im Dauerbetrieb nur eine Durchschnittsleistung von unter 7kW erreicht. Dadurch erreiche ich trotzt Dauervollast bei -5°C nur eine Vorlauftemperatur von 38°. Was für mein altes Haus mit Heizkörpern zu wenig ist.

Erst ab -2°C passt es dann wieder. Durch das ständige fahren mit Dauerlast komme ich auch nur auf einen JAZ von ca.2,5.

 

Hat daß Programm hier einen Fehler gemacht, indem es eine zu kleine 8kW WP empfielt? Währe hier die Verwendung einer 10kW WP nicht angebrachter gewesen?

Gruß Egon
Vitocal 250-A AWO-M-E-AC-AF 251.A08, + Vitocell 100-E SVWA 200L, ein Heizkreis mit Heizkörper, kein WW.
Backsteinhaus von 1900, 120m² mäßig gedämmt.
5 ANTWORTEN 5

Hallo Hannus!

 

Was heißt denn genau "berechnete Heizlast von 10,7kW"? Und "Umgerechnet mit irgendeinem Faktor"? Nach welchem Verfahren? Und zuletzt: was heißt eine JAZ von 2,5?

Grundsätzlich werden LW-WPs aber für den bivalenten Betrieb ausgelegt, so dass ab irgendeinem Punkt zwischen -2°C und -7°C der Heizstab unterstützend eingreifen muss. Bis zur Norm-AT sollte die WP mit Heizstab dann genügend Wärme für das Haus bereitstellen.

Schaltet der Heizstab in deinem Fall überhaupt dazu oder hat jemand die WP auf monovalenten Betrieb eingestellt?

Im übrigen ist eine COP von 2,5 für deine Vitocal 250-A AWO-M-E-AC-AF 251.A08 bei AT -5°C und VLT 38°C genau zu erwarten. Eine LW-WP arbeitet nur bei ATs von über +5° effizient - negative Temperaturen mag Sie gar nicht.

Gruß Gwyn

JAZ Jahresarbeitszahl, warscheinlich das gleiche wie COP.

Da mir der Heizstab zu teuer wird, hab ich ihn deaktiviert. Unter -5°C benutze ich lieber den Kaminofen.

Weis jetzt auch, das der Heizstab beim bivalenten Betrieb mit gerechnet wird, was zum Verringern der berechneten Heizlast und damit zu einer kleineren Anlage führt.

Gruß Egon
Vitocal 250-A AWO-M-E-AC-AF 251.A08, + Vitocell 100-E SVWA 200L, ein Heizkreis mit Heizkörper, kein WW.
Backsteinhaus von 1900, 120m² mäßig gedämmt.

Hallo Hannus!

 

JAZ Jahresarbeitszahl, warscheinlich das gleiche wie COP.

Der COP erkennt in diesem Fall an, dass es sich nur um eine punktuelle Leistungsbewertung bei AT -5°C und VLT von 38°C handelt. Die JAZ bedingt die aggregation aller Werte über ein gesamtes Jahr.

 

Da mir der Heizstab zu teuer wird, hab ich ihn deaktiviert. Unter -5°C benutze ich lieber den Kaminofen.

Das kann ich verstehen. Die Frage ist aber wie der Kaminofen bei der Dimensionierung der WP berücksichtigt wurde. Es ist bei entsprechenden Annahmen durchaus möglich, dass die elektrische Zusatzheizung bei niedrigen ATs trotzdem benötigt wird, d.h also ein Betrieb aller drei Wärmeerzeuger angenommen wurde.

 

Weis jetzt auch, das der Heizstab beim bivalenten Betrieb mit gerechnet wird, was zum Verringern der berechneten Heizlast und damit zu einer kleineren Anlage führt.

Das Vorgehen der WP-Dimensionierung verringert nicht die berechnete Heizlast des Gebäude, sondern trifft nur Annahmen darüber welche Leistung von welchem Wärmeerzeuger zu welchem Zeitpunkt bereitgestellt wird. Sofern man daher bei den Annahmen alle Wärmeerzeuger einbezieht, muss man diese im realen Betrieb auch bereitstellen.


Wenn es also im Haus bei niedrigen ATs nicht Warm wird, könnte das primär erst einmal daran liegen, dass der einkalkulierte Wärmeerzeuger nicht entsprechend der Annahmen bereitgestellt wird. Zudem ist eine Fehleinschätzung der Leistung des Kaminofen viel wahrscheinlicher als der einer WP mit Durchlauferhitzer.

Du solltest mit deinem HB klären, ob Ihr von den selben Annahmen ausgegangen seit.


Gruß Gwyn

Hallo, danke für deine Erklärungen.

Ich hab mich jetzt mal etwas intensiver mit der ganzen Bedarfsberechnung beschäftigt. Mit den Erfahrungen aus dem Monat Januar kann ich sagen, daß meine Anlage im großen und ganzen paßt.

Anfang Januar lief noch der Durchlauferhitzer mit und alles wurde ausreichend warm

Jetzt wird nachmittags der Kaminofen, auch wegen der Gemütlichkeit, angeschmissen.

Bis -5°C alles bestens, tiefer konnte ich noch nicht testen. Er wurde übrigens nicht in der Berechnung berücksichtigt.

Als ich die Frage hier stellte, wußte ich nicht, daß der Durchlauferhitzer fest mit eingeplant wird. Ich dachte der wird nur zum Abtauen, für warmes Wasser und für Notfälle gebraucht, und bivalent steht für zwei getrennte Heizungsanlagen. Aber Lesen bildet.

Warmes Wasser mache ich separat, da die Brauchwasserwärmepumpe schon aus Ölzeiten vorhanden war.

 

Gruß Egon
Vitocal 250-A AWO-M-E-AC-AF 251.A08, + Vitocell 100-E SVWA 200L, ein Heizkreis mit Heizkörper, kein WW.
Backsteinhaus von 1900, 120m² mäßig gedämmt.

Hallo Hannus!

 

Dann ist ja alles gut. Freut mich zu hören, dass dein HB alles richtig gemacht hat.

Die Sache mit dem Heizwasserdurchlauferhitzer ist etwas, bei dem vielen LW-WP Besitzer ersteinmal in Schnappatmung geraten. Toll ist das natürlich nicht - vor allem wenn man die drohende Begrenzung auf 4,3kW berücksichtigt. Dann ist auch bei kleinen LW-WP nach der ersten Stufe schluss und die Temperatur im Haus ist bei -10°C nicht mehr zu halten.

Aber sein wir mahl ehrlich: wie wahrscheinlich ist das ... und wie unkomfortable wird es ... auf keinen Fall so schlimm wie in der Ukraine oder in Berlin - vor allem wenn man noch mit einem Stromlosen Kaminofen vorgesorgt hat :).

Ich hab mir neulich mal die Freude gemacht einen langfristigen Stromausfall (bis letzte Woche) durchzurechnen: Null-Frost-Gefahr für Haus und Technik.

  • Die WP 333-G ist Indoor augestellt und die Sole geht direkt durch den Fußboden in die Erde.
  • Alle Wasserleitungen sind in Zwischenwänden, nur das Küchenwaschbecken liegt knapp unter der Oberfläche der 50cm Poroton Ziegelwand.
  • Der auf 4,8kW berechnete Grundofen ist zentral im offenen EG aufgestellt und deckt 70% des gemessenen Wärmebedarfs von etwa 7kW.


Bis -2°C brauche ich daher nicht einmal mit der Wimper zucken. Darunter muss ich überhaupt nur langfristig Komforteinbußen hinnehmen. Berechneter Wärmeverlust des Hauses ist dann 0,5K/Tag mit Gleichgewicht bei 12,4°C nach 31 Tagen auf Norm-AT - wirklich unwahrscheinlich.

Gruß Gwyn

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