abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Anzeigen  nur  | Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Fragen neues Wärmepumpe system

Ich habe einige Fragen bezüglich des Austausches einer alten Ölzentralheizung durch eine Wärmepumpe. Das Haus würde in 2000 gebaut, ist freistehend, bewohnt durch 4 Personen und hat eine Fußbodenheizung, 150 m2 Wohnfläche und ein 200 Liter Warmwasserspeicher. Eine Photovoltaikanlage mit etwa 10 kWp und 10 kWh Speicher ist auch geplant. Beabsichtigt ist auch 2 zurzeit unbeheiztem Kellerraum mit Heizkörper aus zu statten. Wegen guter Erfahrungen mit Wiessmann tendieren wir als WP zu Vitocal 250-A oder 150-A mit 10 kW.

 

  1. Wegen der PV denken wir an einen Pufferspeicher, damit Tagsüber günstig geladen werden kann. Hält ihr dies für Sinnvoll? Welches Model ist zu empfehlen und wie groß?
  2. Fürs Warmwasser tendieren wir nach einem separaten Warmwasserspeicher. Welches Model ist zu empfehlen und wie groß? Wie beeinflusst dies die Effizienz der WP? Für die FBH braucht die WP 35 grad mit ein COP (-7/35) von etwa 3.0. Fürs WW braucht die WP 55 grad mit ein COP (-7/55) von etwa 2.0. Macht die WP das zeitversetzt sodass sie optimal arbeitet auf 35 Grad für die FBH oder arbeitet Sie ständig auf 55 grad und mischt kaltes Rücklauf Wasser bei für die FBH?
  3. Als Alternative fürs WW gibt es die Kombination von Frischwasserstation und Pufferspeicher. Wie Groß soll da der Pufferspeicher sein und welches Model ist zu empfehlen? Wie beeinflusst das die Effizienz der WP? Ich nehme an das der Pufferspeicher dann ständig auf 55 grad sein muss und die WP deshalb immer weniger effizient auf 55 Grad arbeiten muss. Liege ich da richtig?
  4. Wie werden die 2 neue Heizkörper am besten in das System eingebunden? Wie die FBH am Pufferspeicher oder als 2e Heizkreis direkt an die WP? Auch als Niedrigtemperaturheizkörper brauche die ein höhere Temperatur (etwa 45 Grad). Wie beeinflusst das die Effizienz der WP? Ich nehme an das in beiden Fälle die WP dann weniger effizient immer mindestens auf 45 Grad arbeiten muss. Liege Ich da richtig. Sehen sie Lösungen damit die WP wenigstens für die FBH effizient auf 35 Grad arbeiten kann?
  5. Welche WP ist am besten geeignet? Vitocal 250-A oder 150-A? Ist die Leitung von 10 kW angemessen?
24 ANTWORTEN 24

Wenn die zusätzlichen Heizkörper 45°C benötigen, bestimmen sie die VLT im Heizbetrieb. Der Heizkreis für die FBH muss heruntergemischt werden. Das solltest du dir also genau überlegen. Hast du schon mal über WP-Heizkörper mit Lüftern nachgedacht, die dann mit FBH-VLT arbeiten? Bzw. kannst du möglichst groß ausgewählte HK auch selbst mit Lüftern ausrüsten. Das gibt es als einfache Kauflösung.

z.B. Home | SpeedComfort
Das WW wird separat erzeugt, so dass es nicht die VLT beim Heizen beeinflusst.
Ob die 10kW angemessen sind, hängt von der Gebäudeheizlast ab, die sollte bekannt sein oder muss ermittelt werden. Ist denn der bisherige Jahresverbrauch bekannt?
Sparate Speicher sind zu bevorzugen. Bei Kombispeichern mit FriWa wird häufig über Probleme durch Vermischung der Zonen berichtet.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Volle Zustimmung zu @ABR auch was WW Speicher betrifft.

Lieber einmalig Mehrkosten für entsprechende WP taugliche leistungsfähige Heizkörper als wegen der Kellerräume dauerhaft die nächsten 20-25 J deswegen im System mit höheren VL Temperaturen arbeiten zumal ja, wie uns die aktuelle Lage zeigt, keiner weiß wie sich die Energiekosten entwickeln werden.

 

Gruß Karl 

 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Vielen dank für die schnelle und kompetente Antwort auf die meiste meiner Fragen.

Der bisherige Jahresverbrauch schwankt zwischen 2000 und 2500 Liter öl.

Also wahrscheinlich: WP (~10 kW) + Püfferspeicher (~ 400 l) + separaten WW-speicher (~500 l) + WP-Heizkörper mit Lüftern + PV

Können die WP-Heizkörper mit Lüftern wirklich mit 35 Grad VLT funktionieren ?

Geh mal hier zu Kermi, gibt bestimmt auch noch andere, die haben einen entsprechenden Rechner.

 

https://www.kermi.com/de/de/produkte/flachheizkoerper/x-flair-waermepumpen-heizkoerper/

 

Die 500 l WW halt ich für 4 P sehr großzügig ausgelegt, kommt natürlich auf euer Verbrauchsverhalten an.

Ich persönlich würde bei 250-350 l WW liegen und es dann vorziehen die Hysterese so zu wählen daß sie rechtzeitig beginnt nachzuheizen.

 

Bei meinen 200 l WW (2 P) benötigt sie idR 25-35 Min.

 

Und um deine geplante PV direkt zu nutzen einen Heizstab in den Speicher so daß in den Sommer/Sonnenschein Monaten die WP quasi aus bleibt und WW über Heizstab erhitzt wird.

 

Gruß Karl 

 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Die WP Heizkörper müssen natürlich entsprechend ausreichend dimensioniert sein. Vorgesehen ist der Betrieb mit 35/30°C.

Beim WW Speicher hat @Kalle999 m.E. recht. Der ist für 4 Personen ziemlich groß.

Wenn du das Heizwasser mit PV überladen willst, brauchst du übrigens trotzdem einen Mischer.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Für die 2 Heizkörper würden sich Gebläsekonvektoren anbieten.

 

https://www.heizungsdiscount24.de/heizkoerper/viessmann-geblaesekonvektor-slr-bi2-air-800-tr-1295-mm...

 

In der Fußbodenheizung lässt sich ganz gut Wärme speichern.

Ich nutze das so 50/50% mit Puffer und FB, da die Hälfte der Fläche Fußboden Heizung hat.

Ich würde 600L Puffer empfehlen, nahezu kostengleich wie 400L.

Mischer nicht vergessen.

 

Eine 300L BWWP ist für 4 Personen ausreichend, und läuft mit 450W von Frühjahr bis Herbst komplett auf PV.

 

Könnte im März am Abend so aussehen.

 

Gruß Frank

250AH A10 , 910L Puffer, Vitocal262A T2H, 24KW Öl Kessel , FB+HK 2 Mischer, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, 200m2 Fläche BJ 2004, 13 Vicare Thermostate, 3 Gebläsekonv. mit Fußboden Thermostat.
3003-2017puffer.png

Also dann wahrscheinlich: WP (~10 kW) + Pufferspeicher (~600 l) + separaten WW-Speicher (~300 l) + WP-Heizkörper mit Lüftern + PV

 

Noch 3 Fragen:

 

1) Soll der Pufferspeicher parallel eigebunden oder in Reihe (Rücklauf) geschaltet werden ?

2) ABR schreibt: Wenn du das Heizwasser mit PV überladen willst, brauchst du übrigens trotzdem einen Mischer. => Was tut einen Mischer, wo wird der geschaltet und was bewirkt der?

3) WW-Speicher: Edelstahl oder emailliert?

Mit der Vitocal 15x/25x wirst du m.W. nur ein Schema mit Parallelpuffer bekommen.
Dein Heizkreis benötigt je nach Außentemperatur eine Vorlauftemperatur entsprechend der Heizkurve. Das wäre nicht mehr gegeben, wenn du mit PV-Überschuss eine Übertemperatur draufgibst. Es sei denn, du willst gleichermaßen auch den Estrich überladen. Ansonsten muss ein Mischer vor dem Heizkreis die Vorlauftemperatur an die Heizkurve anpassen.
Vielleicht kann @Frankg63 schildern, wie er es im Detail macht. Er hat auf jeden Fall Mischer im Einsatz.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Wie ABR schreibt dient der Mischer dazu daß Heizwasser aus dem Speicher nur so warm wie benötigt in den Heizkreislauf kommt.

1. Will man die FBH durch zu heißes Wasser nicht zerstören.

2.Man will nicht die FBH/Heizkörper und damit die Räume überhitzen sondern den PV Überschuss als Wärme in den Speicher bringen aus dem sich der Heizkreislauf nach Bedarf bedient.

 

Ohne Mischer würde Heizwasser so wie es im Speicher vorgehalten wird direkt mit dieser Temperatur auch den Heizkreis bedienen.

 

Gruß Karl 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Hallo @Ambiorix!

 

Ich möchte hier doch auch die Gegenposition aufmachen:

 

  1. Eine FBH-Heizungssystem ist Effizienter, wenn man Puffer vermeidet und die Wärme direkt im Fußboden speichert. Die Kapazität deiner 150m² FBH ist pro 1K etwa so groß wie ein 4,5m³ Pufferspeicher, wobei es viel effizienter ist die FBH um 2K zu überladen als einen 1m³ Puffer um 9K oder einen 500l Puffer um 18K, um die selbe Über-Wärme zu speichern..

    Der Aufwand um einen Puffer mit entsprechend hoher Kapazität zu integrieren ist es daher eigentlich bei FBH nicht Wert. Dieses gilt insbesondere für Trennspeicher, die zusätzlich dauerhaft die Effizienz negativ beeinträchtigen. Der sieht das Effiziente Grundschema normaler Weise nur einen kleinen Speicher im Rücklauf vor, um die mindestlaufzeit der WP bei geschlossenen ERRs sicherzustellen.

  2. Die zwei neuen Heizkörper im Keller sollten auf jeden Fall zur FBH passen, d.h. mit der gleichen VLT in den Heizkreis der FBH eingebundekann man diesesn werden. Da Keller normaler Weise relative gesehen niedrigere Heizlast haben und hier auch entsprechend neu geplant wird, sollte dieses kein Problem sein.

  3. Für den WW-Speicher muss man sich vorher unbedingt Gedanken machen wieviel WW man in einem begrenzten Zeitinterval braucht, d.h. wieviele Badewannen und Duschen normaler Weise zur gleichen Zeit oder kurz hintereinander gefüllt/benutzt werden. Außerdem muss man Komfort-Anforderungen wie WW-Zirkulation oder Frischwasserstation einbeziehen.

    Hat man eine obere Abschätzung, kann man den WW-Speicher entspreched dimensionieren. Das effizienteste System ist ein WW-Speicher, der sein WW ohne Zirkulation bei Bedarf direkt an die Zapfstellen liefert. Eine minimale Dimensionierung (z.B. 200-300l) mit minimaler Temperatur (z.B. 48°C) stellt dann ein hygienischen Betrieb mit WP durch ständigen Austausch (z.B. in 24-48h) des WW in Puffer und Leitungen sicher.

    Will man mehr WW-Reserven bei gleicher hygiene, dann kann man dieses durch einen größeren WW-Speicher mit einer Frischwasserstation zu entsprechend höheren Installations- und Betriebskosten implementieren - gleiches bei Zirkulation. Man muss sich dabei jedoch im Klaren sein, dass sich die Effizienz eines solchen "größeren" und "komplexeren" WW-Systems ganz schnell dem eines Durchlauferhitzer annähert oder sogar darunter liegt. Der Gewinn dieses WW-System gegenüber einem DLH-System liegt alleine in dem Komfort, dass zwei oder drei Personen gleichzeitig Duschen/Baden können.

Mir persönlich ist dieser Komfort ein "größeres", "komplexeres", und "teureres" WW-System nicht Wert, obwohl ich sehr gerne heiß und lange Bade. Unser 220l-Speicher ist auf 48°C beheizt und reicht für eine "normale" heiße Badewanne und 1-2 kurze Regen-Dusche aus, was bei 4 Personen einer minimale Koordination mit kleinen Einschränkung bedarf. Bisher war dies unproblematisch, so dass wir nicht einmal die Temperatur-Reserven von bis zu 7K heben mussten.

Es hilft hier aber wirklich die benötigte Wassermenge und Temperatur konkret zu berechnen, um die Anlage richtig zu dimensionieren.

Gruß Gwyn

Sorry,aber eine Frischwasseranlage kann man gar nicht empfehlen. Ein Energiefresser sondergleichen.

 Das Einzige,was dafür spricht,wäre die Hygiene,da Legionellen keine Rolle spielen .

Es wäre ehrlicher,gleich einen Durchlauferhitzer zu installieren. Man hat dann allerdings keine Zirkulationsleitung. Der DLH sollte also besser in Nähe der Zapfstelle installiert werden .

Hallo @Franky!

 

Hatte ich auch nicht vor zu empfehlen. Ich hoffe du und der Fragesteller haben gemerkt, dass ich immer für das effiziente, einfache, und Frischwasserstation-freie System argumentiert habe. Aber danke für die Unterstützung meiner Position.

 

Gruß Gwyn

Das ist theoretisch richtig mit der Fußbodenheizung.

 

Funktioniert aber in der Praxis eher schlecht.

Ich habe das so hälfte hälfte angelegt.

Wenn die ganze Energie in die Fußbodenheizung geht wird das Abends zu warm.

Und bei Heizkörpern wird nur die Luft erwärmt, Wände und Decken nehmen die Wärme so schnell nicht auf.

Und kühlen über Nacht wieder aus.

 

Im Erzwungenem Betrieb regelt die WP die Mischer auf Vorlauf der WP auf.

Wärme geht größtenteils ins Haus.

 

Im Bevorzugten Betrieb werden die Mischer auf nötige Vorlauf Temperatur abgesenkt.

Wärme geht überwiegend in den Puffer.

 

Für die PV günstig ist auch der geräuschreduzierte Betrieb, hier wird die Wärme langsamer ins

Haus gegeben und kann über den geringeren Stromverbrauch halt länger auf PV Strom laufen.

Funktioniert dann Nachmittags oft auch bei bewölktem Wetter.

 

Ein Heizungspuffer altert nicht wie eine größere Batterie.

Und ist im Normalbetrieb quasi leer, und kann auch im Winter ein paar Sonnenstunden aufnehmen.

Und im Sommer wird eh nur eine kleinere Batterie benötigt.

 

Bis 0 Grad Außen bleibt der Puffer im Winter unter 30 Grad im Normalbetrieb.

Was soll da groß an Wärme abgegeben werden ?

Zumindest hier.

 

Ist wie im Moment um 10:30 bewölkt, 2KW von der PV.

BWWP ab 10 Uhr mit 450W + Haushalts Verbrauch und 1,3KW gehen in die Batterie.

Im Puffer noch 5 Grad Übertemperatur von gestern.

Nachmittags ist dann die WP dran.

 

Gruß Frank

 

 

250AH A10 , 910L Puffer, Vitocal262A T2H, 24KW Öl Kessel , FB+HK 2 Mischer, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, 200m2 Fläche BJ 2004, 13 Vicare Thermostate, 3 Gebläsekonv. mit Fußboden Thermostat.

Hallo,

 

Ich hätte gerne mal eure Meinung und vielleicht Erfahrung zu folgende Überlegung Bezüglich das Speichern von PV-Überschuss.

 

Wenn man einen 600 l Pufferspeicher (parallel geschaltet) 10 Grad über die Vorlauftemperatur der FBH aufheizt mit PV-Überschuss, speichert man 7 kWh (1,163 Wh pro liter pro Grad). Bei einen COP von 3.0 bräuchte man dafür 2.3 kWh Stom. Ein extra kWh Stromspeicher kostet heute etwa 300 Euro. Ist es dann nicht einfacher und günstiger den Stromspeicher um 2.3 kWh zu erweitern, anstelle einen großen Pufferspeicher ein zu bauen. Der Vitocal 250-a kann man bekommen mit einen internem Pufferspeicher von 16 Liter in Reihe geschaltet. Dies müsste reichen um bei FBH häufiges takten zu verhinderen. Darüber hinaus muss die WP dann nicht über die gewünschte Vorlauftemperatur aufwärmen und ist deshalb effizienter. Mir scheint  eine Investition in 10 kWh extra Stromspeicher besser als in einen Pufferspeicher von 600 Liter.

 

Grüße, Ambiorix

Die Überlegungen zum Batteriespeicher sind durchaus richtig. Zumal du dann in der Verwendung flexibel bleibst.

Gegen das Takten hilft der integrierte 16l Puffer allerdings nicht und er ist auch kein Reihenpuffer, sondern ein reiner Abtaupuffer. Die FBH bildet mit dem Estrich zusammen allerdings selbst einen großen Puffer, der das Takten minimiert.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Bei dem integrierten 16 l Speicher würde niemand ernsthaft von einem Pufferspeicher reden. Er dient bei der 250 A eigentlich dafür beim Abtauvorgang ein entsprechendes Volumen bereitzustellen. Hier schaltet sie auf " kleinen" Kreislauf= zwischen IDU und ODU. Dein Heizwasserspeicherspeicher und Heizkreislauf werden praktisch abgeriegelt.

Somit werden die 16 l + dem was im Vor- und Rücklauf in der Verbindungsleitung zwischen IDU und ODU ist auf die 55-60 ° erhitzt und abgetaut.

 

Wenn du dir die mindest thermische Leistung der 10 anschaust liegt die in der Praxis bei rund 2,5 kW. Weiter kann sie nicht runter regulieren. Dein Heizwasser ist somit ratzfatz auf Temperatur. Sinn und Zweck des Speichers ist nicht nur für die Zeit der WW Produktion auf Reserven im Heizwasserspeicher zurückzugreifen, der Heizkreislauf wird in dieser Zeit nicht weiter mit Heißwasser bedient, sondern um häufiges Takten ( kurze Laufzeit- kurze Pause - kurze Laufzeit usw) zu vermeiden. In der Startphase benötigt die WP am meisten Energie und hat den höchsten Verschleiß. Wesentlich günstiger ist für die WP wenn sie gleichbleibend auf niedrigeren Niveau durchlaufen kann. Also längere Laufzeit in Kombination mit dann längeren Pausen.

 

Gruß Karl 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

@AmbiorixIch denke deine Rechnung geht bei FBH voll auf. Hier hat die Übertemperierung der FBH mit einem Faktor von 5, sowie der Bateriespeicher mit einem indirekten Faktor von 3-6 eigentlich immer einen Vorteil gegenüber einem zusätzlichen Pufferspeicher. Bei HKs kann sich die Situation bei höheren VLTs evtuell noch anders darstellen.

@Frankg63 Wenn es über die FBH Abends zu warm wird, dann heizt du nicht deinem zeitlichen Bedarf entsprechend. Klingt auch so als würdest du die WP mit Nachtabsenkung betreiben und erst gegen Mittag überhaupt das Haus wieder aufzuwärmen. Das mag ja zu einem sehr effizienten Betrieb der LW-WP führen, aber meine Frau würde mir am Morgen im Homeoffice die Hölle heißmachen, wenn es nur 0,1K unter 22°C ist.

@Kalle999 In der Praxis habe ich gehört, das die A10 selten unter 3,5kWh kommt, was bei HKs das Takten in der Übergangszeit stark fördert.

Gruß Gwyn

  • In der Praxis habe ich gehört, das die A10 selten unter 3,5kWh kommt, was bei HKs das Takten in der Übergangszeit stark fördert.

Wenn deine Beobachtung stimmt - würde das bei den angestrebten niedrigen VL Temperaturen in Verbindung mit FBH das Taktverhalten nicht zusätzlich belasten da das träge System ohne Speicher die Energie gar nicht so schnell abnimmt?

Würde doch kleinere WP Leistung bedeuten, die aber bei Mindestleistung fast identisch sind im oberen Bereich aber Einbußen bringen, WW Bereitung länger dauert und ggf zu häufigerem Einsatz des DLE führen.

 

Bei Einsatz des PV Strom kommt es doch im wesentlichen darauf an welches Ziel man verfolgt.

Effizienteste Nutzung ist damit die WP zu versorgen die aus 1 kW das mehrfache an Energie gewinnt. Entlastet die WP selbst gar nicht bringt aber Ersparnis beim Netzbezug.

 

Um die WP zu entlasten/schonen ist wiederum der programmierte Einsatz zusätzlicher Heizstäbe im Speicher sinnvoller. Diese Arbeiten zwar nur 1:1, sorgen dafür für hohen (kostenlosen) Eigenstromanteil (Netzeinspeisung mittlerweile uninteressant), entlasten die WP deutlich so daß diese ggf in der Übergangszeit weniger Starts hat und in den Sommermonaten ggf gar nicht laufen muss. Letzteres abhängig vom Nutzerverhalten bzgl WW und den gewünschten Temperaturen.

 

Grundsätzlich muss die WP aber in der Lage sein die benötigte Heizleistung sicher zu liefern auch wenn keine PV Leistung zur Verfügung steht.

 

 

Meine 10er läuft mittlerweile bei Temperaturen unter ca 6-5° durch und taktet bei den aktuellen Bedingungen - Nachts um die 0°, tagsüber um die 10° - zwischen 5-10 mal/Tag. WW Bereitung beinhaltet und abhängig von den tatsächlichen AT. Der DLE ist für Heizen und WW von Beginn Juni 24 an  deaktiviert und zeigt 0 Verbrauch und Betriebsstunden. 

 

Und ich persönlich möchte auch keine Übertemperrierung der Räume da ich dies als unangenehm empfinde. 

 

Gruß Karl 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Hallo @Kalle999!

Um die WP zu entlasten/schonen ist wiederum der programmierte Einsatz zusätzlicher Heizstäbe im Speicher sinnvoller.

Die Entlastung ist doch bei einer LW-WP irrelevant solang die Steuerung den Verdichter nicht alle 15 Minuten abwürgt und dann neu startet, da die Wärmequelle ja unbegrenzt Umweltenergie zur Verfügung stellt. Sinn macht der Heizstab nur bei knapp ausgelegten Sole-Wärmequellen.

Diese Arbeiten zwar nur 1:1, sorgen dafür für hohen (kostenlosen) Eigenstromanteil (Netzeinspeisung mittlerweile uninteressant), entlasten die WP deutlich so daß diese ggf in der Übergangszeit weniger Starts hat und in den Sommermonaten ggf gar nicht laufen muss. Letzteres abhängig vom Nutzerverhalten bzgl WW und den gewünschten Temperaturen.

Das ist doch Irrsinn, den Eigenverbrauch auf diese ineffiziente Weise zu erhöhen. Das Gesetz, das dieses Denken und Handeln "fördert" gehört umgehend abgeschafft.


Wer sich über die Anzahl der Starts seine WP sorgen macht, sollte lieber mal über die Heizkurve und die Steuerung seiner WP und der Heizkreise mittels ERRs nachdenken. Diese sind nämlich neben der falsch eingestellten Hydraulik der Hauptinitiator des Taktproblems.

Gruß Gwyn

Wie man seinen eigenen PV Strom nutzt bleibt nun mal Sache des Eigentümers.

 

So wie du über die vermehrte Eigenstrom Nutzung bei Heizstabeinsatz denkst denke ich über Überheizen von Räumen um Umweltenergie zu nutzen.

 

Was "schädliches" Taktverhalten betrifft gehen Hersteller auch von ganz anderen Vorraussetzungen aus wie mancher Nutzer.

 

Zumindest bei meiner Anlage ist das Takten im ganz normalen Bereich.

 

Gruß Karl 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Klar @Kalle999 , aus Sicht eines einzelnen Bürger macht das Verhalten ja auch absoluten Sinn.


Auf der Anderen Seite jammern deutsche Politiker, dass Energie zu teuer sei, und wir zu wenig Gas, Öl, Diesel etc auf Grund der Sperrung der Straße von Hormus haben und die Preise dafür durch die Decke gehen ...

Als Lösung soll daher das GEG ausgesetzt werden, die CO₂-Abgabe gesenkt werde, oder die km-Pauschale erhöht werden. Als Zugabe fördern wir die Verschwendung von Energie aus privaten PV-Anlagen indem wir die Vergütung begrenzen ...

Das ist doch volkswirtschaftlich und gesellschaftlich Irrsinn, mit dem wir ein krankes und gebrochenes System mit entsprechenden Konsequenzen für unsere Kinder am Leben zu erhalten versuchen. Der Vergleich mit dem 50 Jahre währendem Sterben der deutschen Kohleindustrie mit dem zu erwartenden Sterben der Gas und Öl-Industrie ist geradezu frappierend.

Wieviele Jahre wollen wir noch den Wechsel zu einer effizienten erneuerbaren Energieinfrastruktur aufschieben. Andere Länder sind uns inzwischen weit vorraus und haben die Grundlagen für die nächsten Jahrzehnte gelegt, während wir die notwendigen Strukturänderungen "mal wieder" für den "kommenden" grünen Wasserstoff-Boom aufschieben.

Gruß Gwyn

Hier sehe ich das ähnlich wie @gwynlavin.

 

Da die Gesetzgebung stark von Lobbyismus geprägt ist, es wird nicht umgesetzt was für die Allgemeinheit 

günstig wäre.

Oder mehr erneuerbare Energien begünstigen würde.

Dezentrale Stromversorgung ist von den Stromkonzernen nicht erwünscht.

 

Eigentlich müssten man PV Anlagen mit Batteriespeicher eine höhere Einspeise Vergütung zahlen.

Anstatt die wie geplant ganz zu streichen.

Stromsteuern senken, Smartmeter Ausbau forcieren, dann werden flexible Stromtarife attraktiver.

 

Dann wird auch der Heizungs Puffer für nicht PV Besitzer attraktiv.

Und Geschirrspüler und Waschmaschine laufen bei viel erneuerbarem Strom.

Wie hier, Geschirrspüler ist dran, Waschmaschine sind Handtücher drin, und die Bolognese Soße für

die Woche steht auf dem Herd.

Schmeckt eh besser, 1..2 Tage durchgezogen.

Die Batterie lädt, die WP hat noch Warmwasser im Puffer bis etwa Mittag.

 

Und spart Netz Ausbau kosten.

 

Gruß Frank

 

 

250AH A10 , 910L Puffer, Vitocal262A T2H, 24KW Öl Kessel , FB+HK 2 Mischer, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, 200m2 Fläche BJ 2004, 13 Vicare Thermostate, 3 Gebläsekonv. mit Fußboden Thermostat.

Auf der Anderen Seite jammern deutsche Politiker, dass Energie zu teuer sei, und wir zu wenig Gas, Öl, Diesel etc auf Grund der Sperrung der Straße von Hormus haben und die Preise dafür durch die Decke gehen ...

 

Ganz im Gegenteil. Die Politiker geben zwar vor,dass sie die Preise senken  bzw. den Bürger entlasten zu wollen,praktisch aber das genaue Gegenteil angestrebt wird.

Denn nach Meinung der Politiker muss Energie teuer sein,weil der Bürger sonst nicht spart. Außerdem verdient sich der Staat durch den übergrossen Steueranteil dumm und dämlich. Das Gesülze über die bösen Energiekonzernen in Hinsicht auf die ,,Übergewinnsteuer,,, hat noch nie funktioniert,sollte sie auch gar nicht. Das wird nur erzählt,um den Bürger einzulullen.

Was kam denn bisher von den deutschen Politikern( an Vorschlägen): Erhöhung der MWST!!!  Man denkt auch über eine Erhöhung der Pendlerpauschale nach. Ganz toll,da gibt's im kommenden Jahr vielleicht ein paar Cent zurück.

Warum nicht wie in anderen Ländern Senkung des Steueranteiles, Preisdeckelung u.ä.?

Weil der Staat mit Geld einfach nicht umgehen kann. Keiner wird verantwortlich gemacht,wenn Gelder verschleudert werden.Mehr noch: man denkt ausschließlich darüber nach,wie man die Einnahmen erhöhen kann. Aber niemals darüber,die Ausgaben zu senken 

Und wenn tatsächlich mal Ausgaben gesenkt werden sollen,bezahlt das Inder Realität wieder der Bürger.

 Da kommen dann eben solche Vorschläge wie arbeiten bis 70,höhere Zuzahlungen im Krankheitsfall,Verkürzungen beim Arbeitslosengeld( obwohl es sich - Versicherung schimpft).. Alles aufzuzählen führt viel zu weit.

 

Hallo @Franky!

 

Wir sind uns zwar einig das viel Geld falsch "ausgegeben" wird - oder besser gesagt Steuervergünstigungen erteilt werden, die eine negative Steuerung bzw. Verteilung zur Folge habe -, aber nach 30 Jahren Austerität würde ich eher sagen, dass wir ein Einnahme- und keine Ausgabeproblem haben.

 

Im allgemeinen ist es übrigens so, dass der Staat bei den Ausgaben immer dann zu versagen beginnt, wenn er versucht die "Kosten" zu senken ohne den Nutzenverlust in die Rechnung einzubeziehen, oder diese auf Grund klammer Kassen in die Zukunft zu verschieben. Gerade letzteres erhöht die Kosten durch unterlassene Instandhaltung massiv.

Gruß Gwyn

Top-Lösungsautoren