Frohes Fest euch allen.
pünktlich zu den Feiertagen macht meine Vitodens 200 Problöme.
Anlage:
Vitodens 200 Wb2B (7419979901147103) mit int erw H1
Warmwasser mit 200l Speicher direkt an Anlage
FBH (200qm) mittels Wärmetauscher von Anlage getrennt angeschlossen. Pumpe der FBH über int. Erweiterung H1 angesteuert.
Aktuell keinerlei Störung/Fehler in der Anlage hinterlegt.
Seit ein paar Tagen fiel mir auf, dass im Haus ein wenig kühl ist und schaute nach der Heizung; dabei fiel mir auf, dass sie ein mir bisher unbekanntes Verhalten zeigt.
Warmwasserbereitung erfolgt problemlos.
Heizbetrieb:
Der Kessel wird bis auf 70°C hochgeheizt, etwa 5-10sek später sehe ich mittels Wärmebildkamera, dass am Eingang des Wärmetauschers zur FBH ebenfalls 70°C ankommen. Am Ausgang des Wärmetauschers sind es rund 25°C. Das Waser in der FBH wird ebenfalls erwärmt. Daher gehe ich davon aus, dass beide Pumpen (intern und FBH) einwandfrei arbeiten. Die Wärme wird gut abtransportiert.
Nach kurzer Zeit sollte die Anlage eigentlich in die Brennermodulation wechseln. Ich höhe bei abgenommener Haube der Anlage allerdings eine Art kurzes "wummern", das Brennersymbol im Display erlischt und der Brenner wird offenbar vollständig abgeschaltet. In Folge dessen fällt die Kesseltemperatur und die Temperatur am Wärmetauscher rasch ab.
Sobald die Temperatur im Kessel etwas unter die eingestellte Vorlauftemperatur gesunken ist wiederholt sich das Spielchen. Kessel heizt hoch, bleibt einige Zeit dort; dann gibt es ein Wummern und der Brenner geht komplett aus.
Für mich sieht es so aus, als würde der Brenner nicht in die Modulation wechseln.
Ich habe den Relaistest ausgeführt und höhre akustisch keinen Unterschied zwischen Volllast und Grundlast. Allerdings sehe ich am Gaszähler, dass sich die Durchflussrate ändert. Im Relaistest bleibt der Brenner auf "Grundlast" ein. Erstaunlicherweise heizt der Kessel sich bei "Grundlast" auf 80°C hoch. Dies würde meiner Theorie widersprechen und bedeuten, dass es nicht an fehlender Modulation liegen kann.
Ich kann allerdings nicht ausschliessen, dass der Brenner auch auf "Grundlast" mit voller Leistung läuft.
Hat jemand zufälig einen Tipp, was ich mir anschauen sollte, oder testen kann?
Dass der Kessel ständig hochheizt und nach Temperaturabfall (auf 35°C) wieder komplett hoch geht kann nicht im Sinne des Erfinders sein.
Kleine Ergänzung noch:
Vor 2 Wochen (da war es im Haus noch warm) wurde ein Rohr der Warmwasserbereitung ausgetauscht, da Korrosion eine Lötstelle zerstört (mit Wasseraustritt) hatte. Die Austauschrohre sind per Quetschverbindung durch Fachfirma eingebaut worden. Dazu wurde die Anlage entleert, gespült und neu befülllt.
Das ,,Wummern,, könnte darauf hindeuten,dass eine Abgasrezirkulation vorliegt.
So,dass der Abgassensor natürlich zu hohe Schadstoffkonzentration erfasst und den Brenner abschaltet. Beim Neustart wird der Brennraum belüftet und der Brenner zündet wieder.
Bei einem Start läuft der Brenner aber mit etwa 10-12 kW, damit wirklich eine sichere Zündung erfolgt
Es könnte aber auch an der sogenannten Sturmschaltung liegen. Hier wird der Brenner mit erhöhter Leistung gestartet,wenn es draussen windig ist .
Eine Abgasmessung könnte helfen,das Problem einzugrenzen.
Danke für den ersten Tipp.
Aktuell ist es hier Windstill.
Habe selbst leider nicht das nötige Equipment für eine Abgasmessung und mein GasWasser-Kumpel ist im Urlaub.
Ist mir schon klar. Die Wenigsten haben ein Abgasprüfgerät zu Hause liegen:-). Du könntest aber mal das Abgasrohr lösen. Im Stutzen des Gerätes und jeder Muffe befindet sich eine Gummidichtung. Diese neigen zur Sägezahnbildung . Sieht man sehr deutlich,die Dichtlippen am Gummi sind dann wellenförmig.
Betroffen sind hier vor allem Brennernahe Dichtungen. Die im Schornstein nur selten
Grund dafür sind vermutlich die wechselnden Temperaturen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Ausdehnungsverhalten .
Falsche Behauptung von mir gelöscht... 😖
am Eingang des Wärmetauschers zur FBH ebenfalls 70°C ankommen. Am Ausgang des Wärmetauschers sind es rund 25°C.
Hier würde ich ansetzen. Nach dem Tauscher müsste es bei 70°c Input viel wärmer sein ->
Pumpe, Mischer, ERR- Thermostatköpfe prüfen.
Hallo @DeltaEcho
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten kann auch der Wärmetauscher der Fußbodenheizung oder der Filter im Rücklauf der Fußbodenheizung (falls vorhanden) verschmutzt sein.
Im Modell WB2B-19 ist ein Abgassensor verbaut.
VG
Danke schonmal für eure Ideen.
Den Gedanken, dass die WB2B die Wärme nicht los wird hatte ich auch.
Ich hab's dann verworfen, weil es für mich so ausschaut, als wäre der Durchfluß im Heizkreis in Ordnung.
Ich sehe, dass der kalte Eingang vom Wärmetauscher sehr schnell auf Temperatur kommt. Deutlich schneller als es mittels Konvektion zu erwarten wäre. Die Temperatur am Ausgang steigt ebenfalls schnell an.
In der FBH hängt eine Grundfos UPS 25-60 auf Stufe 3. Ich sehe auch die Wärmeausbreitung im Wärmetauscher mit der Wärmebildkamera. Der relativ kalte Ausgang hat mich zwar auch verwundert, ich nahm bisher an, dass die FBH die ganze Wärme aus dem Heizkreis zieht.
Testweise.habe ich Codierung FA auf Null gesetzt. Da hing die Anlage bei 54°C und schaltete den Brenner komplett ab; verhielt sich ansonsten aber identisch.
Mich irritiert dies "Wup, Wup, Wup" sobald sie den Brenner ausschaltet. Vielleicht lenkt mich dies aber auch auf eine falsche Fährte.
Einen Filter im Rücklauf ist nicht vorhanden. Beim Spülen der Anlage war das Wasser fast schwarz, allerdings vollständig flüssig. Letzten Endes kann ich mangelnden Durchfluss und Wärmeabtransport nicht vollkommen ausschließen.... Dies wurde auch erklären, warum keine Störung abgelegt ist.
Die interne Pumpe ist noch die erste aus 2013. Typ IV RLE 40/50. Vielleicht ist sie einfach am Ende ihres Lebens angekommen. Läuft ohne Auffälligkeiten (keine Lagergeräusche).
Die FBH hat weder Mischer noch Thermostate.
Mein GasWasser-Kumpel ist leider erst am Montag wieder zurück. Selbst traue ich mich da leider nicht ran.den Wärmetauscher zu entfernen. Wäre ungünstig, wenn ich es nicht wieder dicht bekomme.
Also die interne Pumpe sollte nicht defekt sein. Die Wärme kommt ja schnell zum WT.
Fasse dazu auch mal den Rücklauf nah an der Therme an. Wenn es dort schnell heiß wird,
ist die interne Pum. raus. und der WT hat primär guten Durchfluss.
Versuche dann durch Anfassen am Ausgang des WT richtung FBH festzustellen, wieviel Wärme
hier wie weit kommt. Dann gehst du mit einem dicken Schraubenzieher an das Gehäuse der FBH-
Pumpe und hältst den Griff ans Ohr. So hörst du am besten, ob sie wirklich läuft / Strom hat.
Falls nicht, versuchst du sie zu deblockieren, falls das möglich ist (im Netz Bedienungs- PDF der
Pumpe suchen). Es kann in seltenen Fällen auch sein, dass sich das Flügelrad gelöst hat.
Um das festzustellen muss der Pumpenmotor ab. Meist haben diese Pumpen nah an beiden
Anschlüssen Absperrhähne. Wenn die zu sind, kann man da gefahrlos nachsehen.
Wenn beim letzten Spülen das Wasser sehr schwarz war, könnte sich auch etwas zugesetzt
haben, oder die Pumpe ist durch den Schlamm schwergängig geworden.
Die Pumpe läuft soweit. Da das Warmwasser - soweit ich beurteilen kann- gut funktioniert würde ich die Pumpe erstmal ausschliessen.
Im Moment denke ich auch eher, dass der Wärmetauscher zur FBH sich zugesetzt hat. Montag Abend kommt ein guter Freund (Gas Wasser Meister) von mir vorbei. Telefonisch meint er auch, dass es wahrscheinlich der Wärmetauscher ist.
Ich bin allerdings auch einem Fehlschluss aufgesessen. Mit Wärmebildkamera sehe ich, dass der Wärmetauscher am Eingang schnell warm wird und habe daraus geschlossen, dass es nicht durch reine Konvektion möglich ist... ich habe allerdings die Wärmeleitfähigkeit von Kupfer ausser Acht gelasen.
Danke euch allen. Sobald ich weiss, was es war kommt die Auflösung. Selbst kann ich erstmal nichts machen, da ich mir nicht zutraue den Kreis wieder dicht zu bekommen.
So, mein Gas Wasser Meister war da.
Ihr hattet einen guten Riecher. Der Plattenwärmetauscher hat zwar noch gut Durchfluss gehabt, aber die Platten waren zugesetzt. Dazu kam, dass die Pumpe der FBH eine Querschnittsverengung hatte. Beides ist getauscht und nun schauen wir, ob das Problem damit gelöst ist.
Bei der nächsten Wartung (März) lasse ich auch noch die interne Pumpe tauschen gegen eine Drehzahlgeregelte. Ich hab aktuell noch die alte 2-stufige, ungeregelte Pumpe drin.
Hallo @DeltaEcho
Sie können eine energiesparende Pumpe verwenden, diese muss jedoch auf konstanten Druck bei FBH eingestellt werden, da die gewünschte Temperaturdifferenz zwischen VL und RL so gering wie möglich sein soll.
VG
Tja, ein paar Tage sind nun vergangen und scheinbar war der verstopfte Plattenwärmetauscher nur ein Teil des Problems.
Jetzt habe ich das Problem, dass die Vitodens alle 3-4 Minuten von 22°C VL auf 48°C VL hochheizt und dann wieder abschaltet.
VL (Heizkreis) Plattenwärmetauscher steigt bis auf 45°C, RL 35°C
VL (FBH) am Wärmetauscher geht dann auf ~35°C, RL (FBH) ist bei etwa 22°C
Sobald die Vitodens den Brenner abschaltet sinkt der VL (FBH) auf 22°C und ist in etwa gleich mit dem RL der FBH. Das entspricht der Bodentemperatur im Haus. Sobald auch der Kessel 22°C erreicht spingt dieser wieder an und das Spiel fängt von neuem an.
Niveau ist auf 2 und Steigung auf 0.8. Aussentemperatur ~5°C.
Ich bekomme es nicht hin, dass der Heizkreis der Vitodens längere Zeit heizt.
Mich irritiert, dass die Kesseltemperatur konstant bei 48°C bleibt bis abgeschaltet wird. Entweder der Brenner regelt nicht runter, die minimale Leistung des Brenners ist schon zuviel, oder die Vitodens wird die Energie nicht los.
In der FBH "lebt" nun eine Wilo Stratus Pico Plus 0.5 - 6. Mein Heizungsbauer hat diese eingestellt und anfangs lief alles ganz gut (bis vor 2 Tagen). Raumtemperatur aktuell 19°C... und selbst wenn ich diese an der Vitodens erhöhe steigt diese nicht, da die Vitodens immer wieder den Brenner abschaltet und keine Energie in die FBH bekommt.
Der Plattenwärmetauscher ist ein CB26 - 18H, sollte die Energie also eigentlich gut in die FBH transferieren können.
Die Wilo steht auf deltap - c und 1.2m
Das hört sich jetzt so an,als wäre das Umschaltventil ausgestiegen. Was aufgrund des ,,schwarzen,, Wassers durchaus möglich wäre.
Warmwasser funktioniert noch ?
die minimale Leistung des Brenners ist schon zuviel, oder die Vitodens wird die Energie nicht los.
Beides wird der Fall und die Ursache sein. Erhöhe mal alle Pumpendrehzahlen deutlich.
Ich weiß nicht was "deltap" ist, aber diese Pumpe sollte mit Festdrehzahl, bzw. Konstandruck laufen.
Hallo @DeltaEcho
Ich glaube, der Plattenwärmetauscher ist wieder verschmutzt. Jetzt können Sie nur noch die Förderhöhe der FBH-Pumpe erhöhen, um den durch den verschmutzten Wärmetauscher erhöhten Widerstand auszugleichen.
Die Temperaturdifferenz VL-RL FBH nach dem Wärmetauscher sollte maximal 5 K betragen.
In Ihrem Fall sind es 13 K.
VG
Warmwasser funktioniert einwandfrei. Und auch nur dann, wenn es erhitzt werden soll.
DeltaP-C bedeutet Konstantdruck.
Die Pumpendrehzahl der FBH oder intern? Intern ist schon auf Stufe 2.
Die Anlage wurde komplett gespült. Da sollte kein Dreck mehr drin sein. Es kam nur nmoch klares Wasaser aus der Anlage.
Die Eingangsseite des Wärmetauschers kann ich nicht weiter erhöhen (steht schon auf Stufe 2). Die Aussgangsseite war frei von Verunreinigungen.
Hallo @DeltaEcho
Einstellung der FBH Wilo Stratus Pico Plus 0,5 - 6 Pumpe.
Erhöhen Sie die Förderhöhe, um eine Temperaturdifferenz von 5 K zu erreichen.
VG
Noch ein Punkt.
Kesseltemparatur SOLL steht auf 36°C... IST jedoch 48°C.
Könnte durch den Wärmestau sein. Die Therme bekommt ihre Wärme nicht schnell genug weg. Wir suchen nach dem Warum ?!
Wie schon gesagt: FBH- Pumpe gib ihm... 😎
Da wir nicht wissen,wie lang die FBH im Einzelnen ist,kann auch die Max.leistung der Pumpe noch zu wenig sein.
Ansonsten kann ich aber zustimmen. Bei einer FBH kannst die Pumpe eigentlich immer auf Max .konstant stellen.
Habe die Pumpe auf volle Leistung gestellt.
Die neue Pumpe wurde anhand der alten Pumpe dimensioniert.
Ich werds beobachten.