Hallo,
meine Anlage geht in den Fehler EB und der HB ist ratlos.
Zum Zustand:
- frisch greinigt
- Elektroden getauscht, Verhalten unverändert
- Kamin frei und sauber
- Öffnen der inneren und/oder der äußeren Abluftklappe ändert das Verhalten nicht
- Temperatursensoren haben den zu erwartenden Widerstandswert und zeigen plausible Werte
- Gasdruck stimmt (vom HB gemessen)
- Pumpe funktioniert
- Mischer funktioniert und ist frei
- keine Luft im System
Zum Problem:
Der Brenner startet, geht in die Kalibrierung, und gibt dann manchmal Vollgas, der Kreislauf erwärmt sich innerhalb von 2s um ca. 10K, das System schaltet ab. Die Spannung am Proportionalventil liegt normalerweise beim Start um 4,7V, und fällt bei richtiger Funktion auf irgendwas zwischen 3,5V und 4,5V ab. Dann passt alles. Im Prüfbetrieb nähert sich diese Spannung 5V an. Im Fehlerfall steigt sie schnell auf ca. 7V an. Dem rasanten Anstieg der Temperatur nach kommt wohl genug Gas an.
Zur Frage: welcher Sensor kommt als Verursacher in Frage, dass die Regelung derart austickt, bzw. was geht da schief ?
Der Störungscode "EB" hat bei den diversen Ausgabeständen des Vitodens 200 unterschiedliche Bedeutungen. Deshalb wird die Typenbezeichnung benötigt. Sie sollte oben auf dem Gehäuse auf einem Aufkleber stehen, der sich in der Nähe des Abgasrohrs befindet.
Hab gerade gesehen, dass ich mich vertippt habe. Es ist eine 300...
Das Typenschild als Anhang...
Beim Typ B3HA bedeutet die Fehlermeldung "Eb" laut Serviceanleitung:
Ich würde nach Lage der Dinge auf eine Undichtheit im Abgassystem tippen. Möglicherweise gelangt Abgas aus dem inneren Abgasrohr in den umliegenden Ringspalt, wodurch Abgasanteile erneut angesaugt werden.
Das nennt sich Abgasrezirkulation.
Um das zu verifizieren würde ich, falls möglich, den Vitodens mal vorübergehend mit Umluft betreiben. Dann spielt eine etwaige Undichtheit des inneren Abgasrohres keine Rolle.
Nimm mal den Frontdeckel ab. Dann holt sich der Vitodens die Verbrennungsluft aus dem Raum. Für eine Belüftung des Heizungsraums ist zu sorgen.
Läuft er jetzt störungsfrei, liegt mit großer Sicherheit Abgasrezirkulation vor. (Wenn er raumluftunabhängig, also mit Luft aus dem Ringspalt, arbeitet.
Abhilfe dann: Abgasrohre am Vitodens abnehmen und sämtliche Dichtungen ersetzen. Dann sollte "Eb" nicht mehr auftauchen.
Alternativ zum raumluftabhängigen Testbetrieb könnten der Schornsteinfeger oder der Heizungsbauer auch eine Abgasmessung auf O2, CO2 oder CO durchführen. Liegt eine Abgasrezirkulation vor, so werden diese Grenzwerte unter- bzw. überschritten.
Das ist bereits versucht wurden. Das Verhalten hat sich nicht geändert.
Erster Test: nur die äußere Klappe öffnen und Umluft aus dem Raum ansaugen. Keine Änderung.
Zweiter Test: auch die innere Klappe (Abluft) öffnen. Keine Änderung.
Ich hoffe, die Ionisationselektrode ist korrekt eingebaut worden, d.h.mit 14 mm Abstand (26 kW-Gerät) zum Drahtgewebe. Die Konstruktionszeichnung auf S. 19 der Serviceanleitung 9/2013 enthält meines Erachtens einen Fehler.
Ich nehme nicht an, dass die Gasart gewechselt wurde.
Die Gasart wurde nicht gewechselt.
Die 14mm weiß ich nicht, das werden wir aber prüfen.
Ich nehme an, 14mm an der Spitze der Elektrode als Abstand zur Oberfläche am Brenner.
Aus der Serviceanleitung 9/2013 des B3HA, S. 19:
Das 14 mm-Maß müsste sich auf den Abstand der Ionisationselekrode zum Drahtgeflecht beziehen, nicht wie dargestellt auf das Dickenmaß der Elektrode.
Implizit würde ich auch annehmen, dass der Elektrodenabstand über die Gesamtlänge immer mindestens 14 mm vom Drahtgeflecht betragen muss.
Der Absatand sollte auch eher 1-2 mm größer sein, als zu eng. Das verbessert die Ausprägung
der "Flammendiode" und vergrößert den Ionisationsstrom.
Vielen Dank erstmal. Mein HB kommt übermorgen vorbei, dann werden wir den Abstand nachmessen und den Flammkörper untersuchen. Ich werde berichten...