Hier die offizielle Antwort: Bezugnehmend auf Ihre Schreiben möchten wir eingangs festhalten, dass unsere Wärmepumpen nach den EHPA Kriterien geprüft sind und den Förderkriterien entsprechen. Um die Bereitschaft der Anlage zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen ist auch während dem Standby Betrieb elektrische Energie notwendig, um dies zu erfüllen. Die von der Wärmepumpe benötigte Standby Energie ist nicht konstant und von den Faktoren Außentemperatur, Temperaturen im Kältekreis und letzter Verdichterstart abhängig. Betriebszyklen. Unter anderem wird die Standby Energie für die sogenannte Crankcase-Funktion benötigt. Diese Crankcase-Funktion ist im Prinzip die Ölsumpfheizung des Verdichters und wird über den Inverter und die Wicklung des Verdichters realisiert. Im Detail wird diese Ölsumpfheizung nach jedem Verdichterstopp für 8 Stunden gesperrt. Wenn in diesem Zeitraum erneut ein Verdichterstart stattfindet, wird keine Energie benötigt. Wenn nach Ablauf der 8 Stunden kein Verdichterstart stattgefunden hat, wird die Crankcase Funktion in Abhängigkeit der Temperaturen im Kältekreis aktiviert und deaktiviert. Diese Funktion ist zwingend notwendig, um den Verdichter für den nächsten Start in Betriebsbereitschaft zu halten. Das im Verdichteröl eingelagerte Kältemittel beeinflusst die Viskosität des Öles und dessen Schmierfähigkeiten. Durch die Erwärmung wird eben dieses eingelagerte Kältemittel aus dem Verdichteröl "ausgetrieben". Diese Vorgehensweis bzw. die Notwendigkeit einer Ölsumpfheizung ist in der Kältetechnik als Stand der Technik zu bezeichnen und in unserem Fall sehr energiesparend und effizient programmiert. Ohne dieser Funktion wäre die Lebensdauer des Verdichters stark reduziert. Interessant ist aber wieso die alten Anlagen das nicht brauchen und wieso im Datenblatt nichts erwähnt wird.
... Mehr anzeigen