Die Vitotrans erwärmt das Zapfwasser ja in einem Plattenwärmetauscher mit Hilfe von gepumptem WW-Zonenwassers aus dem Vitocell. Die Steuerung der Fördermenge dieser Pumpe scheint mir, ziemlich simpel, nur durch Vergleich WW-Soll mit WW-Ist zu operieren. Soll heißen, wenn sich die Temperatur des Zulaufwassers auf der Frischwasserseite ändert, dann reagiert die Vitotrans immer erst, wenn der Wärmetauscher schon durchlaufen ist. Dann ist das Nicht-Soll-Wasser aber schon auf dem Weg zur Zapfstelle. Für mich erklären sich die Temperatureinbrüche des ersten Versuchs ohne Zirkulation so, dass die Vitotrans zunächst mit Kaltwasser versorgt wurde, welches sich schon eine Weile im Haus befand. Als dann das Kaltwasser aus der Wasserleitung außerhalb des Hauses ankam, hat die Pumpenregelung darauf zu träge reagiert. Wir haben ja gerade die Jahreszeit des kältesten Kaltwassers, da ist der Effekt besonders ausgeprägt. Ähnlich der Fall mit Zirkulation. Man sieht im Protokoll schön, wie der Zulauf T-KW bei Duschbeginn auf 25°C fällt. Die Dusche entnimmt 7,5 l/min, die als Kaltwasser mit 6°C nachströmen; gleichzeitig fördert die Zirkulation Warmwasser zurück in den Zulauf. Nach der Mischtemperatur von 25°C (genau die Mitte zwischen 6°C und 43°C) sollte die Zirkulationsfördermenge also ebenfalls ca. 7,5 l/min betragen. Jetzt hört die Zirkulation auf, die Temperatur des zulaufenden Wassers fällt schlagartig auf 6°C, und die Regelung braucht dann so eine Minute, um über erhöhte Pumpenleistung den Fall der WW-Temperatur wieder aufzufangen. Die Situation wird sehr verschärft durch den fehlenden Temperaturaufschlag auf den Vorlauf. In der Anleitung der Vitocell wird ein Mindestaufschlag von 5K angegeben. Ich dusche bei 42°C, mein WW-Soll der Vitotrans ist 50°C, und das WW-Zonensoll ist in der Vitocal auf 57°C mit 1,5K Hysterese konfiguriert. Da hat die Vitocell dann wesentlich mehr "Punch" und kann solche Zulaufschwankungen viel schneller ausgleichen. Allerdings kann man immer noch Pech haben und in den Beginn der WW-Zonenbeladung geraten. Dabei entnimmt die Vitocal der WW-Zone lauwarmes Wasser direkt über dem Lochblech und speist es, um so 4K erwärmt, oben wieder ein. Dadurch sinkt allerdings zunächst die Temperatur des höher gelegenen Wassers, und erreicht erst dann wieder die Zieltemperatur, wenn das Wasser über dem Lochblech bis auf Zieltemperatur-4K erwärmt wurde. Das kann so eine Stunde dauern. Für deine Anlage ist das natürlich Zukunftsmusik, solange der rapide Energieverlust aus der WW-Pufferzone nichr behoben ist. HTH. LG, Sebastian
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