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Neuinstallation Vitocal 250-A.10 - div. Fragen

Hallo an die Community,

 

wir sind nun seit 2 Wochen Besitzer einer neuen Vitocal 250-A.10.

Soweit, so unspektakulär. Allerdings ergeben sich beim Umstieg von 25 Jahren Öl-Brennwert auf WP dann doch einige Fragen, die ich hier mal loswerden möchte (auch immer bezogen auf die aktuelle Wetterlage, also nachts/ morgens kalt, tagsüber relativ warm). Die Anlage macht auch WW und hat (leider) keinen Heizungs-Pufferspeicher (wurde mir auch nicht angeboten):

 

- die interne Pumpe ist sehr laut, fast unangenehm laut. Lt. Fachpartner muss das so sein, da sie einiges zu tun hat, frage mich aber trotzdem ob das nicht besser geht (was das betrifft ist es ein deutlicher Rückschritt, da man nun auch Strömungsgeräusche hört, die man 25 Jahre lang nicht hatte)

- außerdem habe ich das Gefühl, dass diese Pumpe ständig läuft. Sie pausiert nur mal zeitweise, wenn der Heizkreis auf Sparbetrieb/ Sommerbetrieb geht, was für mich schlüssig ist, aber irgendwann setzt sie dann wieder ein

- kann man die Lautstärke (und ggf Laufzeit) durch einen Pufferspeicher in den Griff bekommen?

- an Starts war bisher alles dabei von 25 bis 12 pro 24h. Ist das im Rahmen bei der aktuellen Wetterlage? (relativ großes Haus, BJ1980, gedämmt, normale Heizkörper)

- Stromverbrauch in den 2 Wochen inkl. WW ca 130 kWh, also 9 kWh pro Tag im Schnitt

 

Danke und Grüße

Andi

 

 

6 ANTWORTEN 6

Wenn die Anlage neu ist und der Fachpartner nicht ins Detail gegangen ist, musst du sicher noch einiges optimieren.
Wie wurde der hydraulische Abgleich umgesetzt? Klassisch durch Voreinstellung an den Ventilen und dann bestenfalls ohne Thermostate oder hast du smarte Viessmann-Thermostate dran, die einen automatischen Abgleich bei gleichzeitiger ERR durchführen?
Wenn die Pumpe zu laut ist und du Strömungsgeräusche hast, wäre interessant, wie hoch der Volumenstrom ist. Den siehst du in der App unter Gerätestatus. Ohne Puffer kannst du diesen separat für Heizbetrieb, WW-Bereitung und Abtauvorgang (hier sind >1000l/h gefordert) im Servicemenü einstellen. Du kannst also durchaus noch Einfluss nehmen.
Hinsichtlich des Taktens musst du dich dann mit einer Optimierung der Heizkurve herantasten. Dafür brauchst du aber eine komplette Heizperiode mit dem kompletten Bereich der Außentemperatur. Die Übergangszeit ist ohne Puffer sensibel, aber beherrschbar, wenn keine gravierende Überdimensionierung vorliegt. Du musst sehen, dass im Jahresschnitt eine durchschnittliche Verdichterlaufzeit von 1h und mehr zustandekommt.
Wichtig ist, dass möglichst alle Heizkörper auch Wärme abnehmen, wenn die WP läuft. Thermostate, die die Heizkörper einfach abriegeln, fördern das Taktverhalten enorm. Wenn die WP ihre Minimalleistung nicht mehr abgeben kann, muss sie takten.
Arbeitest du mit einer Nachtabsenkung? Das führt schnell dazu, dass die Anlage in der Übergangszeit viele Takte in der Nacht vollführt. Ich lasse die WP bei niedrigen AT durchlaufen, gehe aber in der Übergangszeit auf eine tiefe Nachtabsenkung (3°), so dass die Anlage in diesem Zeitraum aus bleibt und nicht taktet. Solange die AT über 8°C ist, bleibt dann auch die Pumpe aus.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

danke für die schnelle Antwort. Hydraulischer Abgleich wurde in der Form gemacht, dass der FP für jeden Heizkörper den Durchfluss errechnet hat und dann die Voreinstellung am Ventil teilweise angepasst hat. Ich habe klassische manuelle Ventile.

Der Volumenstrom ist im Heizbetrieb so bei 890 bis 950, bei WW-Bereitung so bei 650 und im Abtauvorgang....keine Ahnung 😉

Wusste auch gar nicht dass ich das einstellen kann, die ViCare App lässt das ja nicht zu, muss ich das am Gerät machen? (auch wenn der FP Fernzugriffsrechte hat?)

Habe jetzt schon die Heizkurve etwas angepasst und die WW Bereitung auch per Zeitprogramm eingestellt. Seitdem wurde das Takten schon etwas besser

Die Einstellung der Parameter kannst du im Servicemenü (PW viservice oder neu evtl. serviceaccess) einsehen und ggf. ändern.
890-950 l/h im Heizbetrieb sind für eine A10 allerdings schon nicht mehr so viel. Sind beim Heizen alle Thermostate voll geöffnet? Und die 650l/h für die WW-Bereitung sind schon richtig wenig. Da besteht die Gefahr, dass die WP selbst während der WW-Bereitung im ECO-Modus taktet.
Insofern kannst du im Servicemenü mal nach den Pumpensollwerten schauen.

1100.2 Drehzahl-Sollwert Abtauen

1101.2 Drehzahl-Sollwert Trinkwasser-Erwärmung
1102.2 Drehzahl-Sollwert Heizen HK1
In der Serviceanleitung findest du nähere Informationen
6200041VSA00009_1.pdf


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

ok, das heißt alle Thermostate MÜSSEN IMMER voll offen sein und Regelung ausschließlich über Heizkurve?

ich kann aber schon einzelne Räume zudrehen, oder? möchte ja nicht überall die selbe Temperatur in der Wohnung. Mein FP hat das etwas anders erklärt....so nach dem Motto schau dass die nie ganz zu sind. Wenn der Volumenstrom aber noch höher wird hast du doch auch noch mehr Strömungsgeräusche oder nicht?

 

dass der Volumenstrom bei der WW Bereitung nur so niedrig ist liegt dann ja nicht an den Heizkörpern.

 

Und nochmal zur Laufzeit der Pumpe generell: die muss quasi zu 90% immer laufen? ist das so gewollt?

"Entkopple" ich bei einem Pufferspeicher den Volumenstrom in den Heizkörpern vom Volumenstrom zum Außengerät?

Zum letzten Punkt Entkopplung 

 

Ja, bei Einsatz eines Pufferspeicher ist die interne Pumpe für die Zirkulation/ Wärmeaustausch zwischen der Außeneinheit (ODU) und dem Speicher zuständig.

Vom Speicher selbst gehen dann wiederum Anschlüsse in den Heizkreislauf wobei sich über eine externe Heizkreispumpe der Heizkreis versorgt und die Leistung dieser wiederum nach deinem Bedarf unabhängig vom Volumenstrom der WP eingestellt wird.

Dann kommt man mit der internen Pumpe auf Volumenströme deutlich über 1000 l/h und erreicht idR anderes Taktverhalten weil, wenn der Heizkreis (zu-) wenig abnimmt der Speicher bis zum Erreichen der Solltemperatur bedient wird. In der Folge läuft auch die WP erst wieder später an weil bei Bedarf im Heizkreis zunächst auf den Speicher zurückgegriffen wird bevor die WP wieder startet um aufzuheizen.

 

Ohne Speicher funktioniert das ganze wenn der Heizkreis genügend abnimmt wobei der Volumenstrom identisch ist mit dem der direkt in den Heizkreis geht. Eine Reduzierung des Volumenstrom bedeutet dann aber auch daß ggf der Wärmeaustausch weniger günstig verläuft.

 

Beim Abtauvorgang hast du keine Einstellmöglichkeiten, hier ist ein Volumenstrom von mindestens 1000 l/h vorgesehen. Dieser gelangt aber nicht in deinen Heizkreislauf da intern das Wegeventil auf kleinen Kreislauf schaltet - also zwischen ODU und Inneneinheit (IDU).

 

Der Volumenstrom bei der WW Bereitung ist idR niedriger als im Heizbetrieb, hängt unter anderem von deiner Speichergröße und der im Speicher verbauten Wärmetauscherfläche ab.

 

Die interne Pumpe läuft, wenn sie ohne Speicher arbeitet, solange Heizbetrieb aktiv und wie beim Sommerbetrieb gewisse Sollwerte nicht überschritten werden.

Mit Speicher läuft sie solange sie aufheizt um dann abzuschalten.

Dafür läuft dann die externe Heizkreispumpe unter den Bedingungen die sonst auch ohne Speicher gelten - aber eben mit abweichenden Einstellmöglichkeiten bzgl Durchflussmenge.

 

Gruß Karl 

 

Nachtrag:

Wenn Überlegung im Raum steht um Speicher zu erweitern beschäftige dich mit Unterschied parallel und Stichanbindung.

Abhängig davon ob ein Heizkreis versorgt wird mit identischen Heizkörpern oder evtl mit gemischt - also Heizkörper und Fußbodenheizung.

 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Wenn du es nicht mit den smarten Thermostaten und der Climate Lösung versuchen möchtest, sollten möglichst alle Thermostate offen bleiben. D.h. nicht, dass alle Räume gleich warm sind. Das wird über den hydraulischen Abgleich bestimmt. Der sollte so sein, dass sich damit in allen Räume der normale RT-Sollwert einstellt. Also z.B. Bad 24°C , Stube/Kinderzimmer 22°C , Rest 20°C. Für Räume mit wechselnder Nutzung (z.B. Kinderzimmer) kannst du natürlich Thermostate nutzen, um diese zum Schlafen abzuregeln. Aber es sollten eben nur wenige Räume sein, so dass der Einfluss auf den Volumenstrom gering bleibt.
Wenn viele Ventile durch Thermostate geschlossen sind, kann das an den restlichen Ventilen zu noch stärkeren Strömungsgeräuschen führen, da sich der Volumenstrom dort erhöhen wird.

Wurde deinen Anlage vor der Inbetriebnahme intensiv gespült und wurden inzwischen die Filter nach dem Einbau schon einmal kontrolliert? Die tendenziell niedrigen Volumenströme deuten auf eine dadurch verursachte Reduzierung hin. Sind die Filter sauber, hast du evtl. deutlich mehr Spielraum, um die Pumpe noch etwas zurückzunehmen und deren Geräusch zu reduzieren. Bei den Strömungsgeräuschen der HK musst du ggf. andere Wege gehen. Sind alle Heizkörper betroffen und wurden im Rahmen des WP-Einbaus die Ventile erneuert? Ich habe z.B. einen kleinen HK vom Gäste-WC, der sehr kurz an die WP angebunden ist. Der machte auch Strömungsgeräusche. Dort habe ich zusätzlich am Hahnblock den Volumenstrom reduziert und konnte damit die Geräusche verhindern.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²
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