Hallöchen Community,
ich bin neu hier und habe bereits viel durch dieses Forum zum Thema Heizung gelernt jedoch brauche ich eure Hilfe, weil ich nicht weiterkommen.
Erst mal ein paar Eckdaten zum Haus + Heizung
-Haus Baujahr 1939 mit ca. 180 m² auf 3 Etagen verteilt. Dach ausgebaut und gedämmt im Jahr 2010 mit einem Architekten und Energieberater somit wohl hoffentlich richtig gedämmt (Vorbesitzer)
-Haus gekauft im Jahr 2013 mit der bestehender Vitodens 300 WB3B 7194467 (Heizen+Wasser ohne Mischer) und Vitocell Ding mit 80L. Keine Fußbodenheizung. Normale flache Heizkörper ich glaube die nennt man Radiatoren
- 2014 Pettelkamin eingebaut mit Luftkanal zum offenen Flur (EG und offener Flur sind die Heizungen zu 99% aus.)
- Kerndämmung 9-12 cm im Jahr 2022 durchführen lassen seitdem 1,5 Palletten Pellets pro Saison verbrauch
- 4-köpfige Familie
Als ich mich vor 2 Monaten mit einem Freund über Gasverbrauch unterhalten habe, war ich verwundert das ich so viel Gas im vergleich zu ihm verbrauche. Also habe ich mich mal intensiv mit der Heizung beschäftigt, was ich vorher NIE gemacht habe. Die ist halt im Keller, macht ihre Arbeit, wird jährlich gewartet und gut ist 😊
Bestandsaufnahme
- 198 Brennerstarts pro Tag
- Neigung A1 : 1,2
- Niveau A1 : 12
- Cod.2 : E6 : 65
- Max. Heizleistung: 100
- Warmwasseraufbereitung 1-7 von 04:00 – 23:00 Uhr
- Warmwasser: 65°C
- Raumtemperatur 21°C
- Heizkreis ohne Absenkung
Damit ich die Brennerstarts runter bekomme habe ich folgendes gemacht:
- Neigung A1 : von 1,2 auf 0,7
- Niveau A1 : von 12 auf -4
- Cod.2 : E6 : 65 auf 80 damit die Wärme schneller weg kann
- Max. Heizleistung: von 100 auf 50
- Warmwasseraufbereitung 1-5 von 04:30 – 8:00 Uhr sowie 14:00-22:00 Uhr, 6-7 06:00-22:00 Uhr
- Warmwasser: 65°C auf 55°C
- Raumtemperatur 21°C auf 20°C
- Heizkreis ohne Absenkung ist geblieben
Nach all den Einstellungen bin ich jetzt mittlerweile auf 99 Starts gekommen. Ich weiß nicht, was ich jetzt noch machen kann, damit ich weiter runter komme mit den Starts. Ich bin mir sicher, dass das nicht gut sein kann für den Ofen
Jemand noch ne Idee? Und: Kann man so einstellen wie ich es gemacht habe? 😄
Hallo,
da hast du eigentlich schon so ziemlich alles gemacht, was möglich ist.
WB3B 19 kW kann nur auf ca. 4,5 kW zurück regeln.
Das Haus dürfte inzwischen selbst bei -15 Grad weniger als diese 4,5 kW benötigen.
>> 99 Starts gekommen.
das sind ca 4 /h.
Wie lange dauert ein Lauf? schafft er es auf nach 1-2 Min auf 4,5 zurück zu regeln, oder bricht er gleich mit den 19 kW ab?
Das kannst du über die Pumpeneinstellung beeinflussen.
Wenn das Rauschen nicht zu laut ist kann man auch die 90 % testen.
Sind an den Heizkörpern voreinstellbare Ventile? bitte prüfen.
Gibt es dazu eine Dokumentation des Heizungsbauer der aktuellen Einstellung?
VG
Gesundes Neues zusammen!
Was du nicht schreibst:
Gibt es eine WW- Zirkulation und über welche Zeiträume läuft die?
Da ist viel Einsparpotential, auch an Brennerstarts: Die Zirk. automatisierst du z.B. mit solch einem
Gerät. Das sorgt dafür, dass der Speicher wesentlich weniger auskühlt. Dann kannst du die WW-
Bereitungszeiten stark begrenzen, was auch Starts , aber vor Allem Gas einspart.
Die max. Heizleistung musst/solltest du nicht begrenzen: Das hilft dir nicht beim optimieren
des Taktens, aber verlängert die WW- Aufheizzyklen stark, was ggf. Behaglichkeit und
Brennwerteffekt kostet.
Ansonsten wäre der nächste Schritt eine "Taktsperre". Das ist ein Bastelprojekt auf der Basis
einer mini- SPS, Smart- Relay, oder Hausautomatisierung, womit du den Brennerzustand (ein/aus) und
die WW- Bereitung (aktiv/inaktiv) per Nachrüstsensoren (z.B. Reed) überwachst und per Sperreingang
der Therme ("externes Sperren") längere Pausen einbaust. Das klappt besonders gut mit einer FBH -
bei Radiatoren musst du dich an deine persönl. Behaglichkeitsgrenze herantasten.
Echte Alternativen dazu wären um Größenordnungen teurer und nicht unbedingt besser, wie z.B
ein Pufferspeicher, der auch wieder Effizienz = Gas kostet. Dafür würde es sprechen, wenn du das
Pelletsteil "wasserführend" machst und damit den Puffer zusätzlich befeuerst.
Das Beste wäre die Nachrüstung einer Flächenheizung (FBH/Wand/Decke). Damit bist du maximal
effizient, kannst lange Sperrpausen anwenden und bist optimal für eine WP vorbereitet.
Frohes neues und danke für die Antwort.
Tatsächlich gibt es seit diesem Jahr eine WW-Zirkulation für das DG. Aber dieser Läuft nur bei Bedarf und wird über ein Shelly Schalter am Bett geschaltet. Heißt: Wach werden, Schalter drücken, Pumpe geht für 5 Minuten an und dann wieder aus. Bis man sich ausgezogen hat ist im DG warmes Wasser vorhanden.
Zur max. Heizleistung habe ich es so verstanden das es nur um Heizen geht. WW hat mit meiner Einstellung wohl nichts zu tun. Oder sehe ich das falsch?
Max. Heizleistung einstellen
Für den Heizbetrieb kann die max. Heizleistung begrenzt werden. Die Begrenzung wird über den Modulationsbereich eingestellt.
Super, das mit dem Shelly. Dann kannst du jetzt schon WW auf 2 Mal am Tag einschränken.
Die Begrenzung der Leistung ist auch bei "nur Heizen" nicht wirksam, da du in solche
Leistungsgefilde niemals kommst. Wenn das Begrenzen auch ein verringern der Startleistung
mit sich bringen würde, wäre ich im Boot. Ist aber nicht so und daher hilft es dir nichts.
Meine WW Zirkulationspumpe verbraucht nur 6 Watt. Kann ich in die Vitodens nicht eventuell auch so eine Hocheffiziente Pumpe einbauen? Dann könnte ich die auch auf 100 % stellen wenn sie dann auch den gleichen Durchfluss/h hat. Ich glaube das könnte auch helfen. Wenn ja, was wäre das für eine Pumpe?
Das geht sogar: Laut ET- App passt diese hier.
Stelle dann alle Drehzahlen ca. 20-30% höher ein. Das hat sich in der Praxis als nötig erwiesen.
Ich glaube, das würde sogar Sinn machen. Die verbaute Pumpe hat laut Beschreibung eine Leistungsaufnahme von 80 Watt. Die neue 60. Aber ich glaube die hat bestimmt mehr Durchfluss/h als die alte. Gibt es irgendwo eine Einbauanleutung hierzu?
Die liegt immer bei. All zu schwer ist das nicht.
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