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Vitodens 200-W B2HF-19 Warmwasser zu hohe Vorlauftemperatur

Hallo Zusammen,

ich habe das Problem, dass bei der Warmwasserbereitung die Vorlauf-Temperatur der Vitodens für mich deutlich zu hoch ist. Die Vitodens haut die Vorlauftemperatur anscheinend mit 20K auf die Zieltemperatur. Das bedeutet, dass bei einer Zieltemperatur von 55°C der Speicher im oberen Bereich auf 75°C vollig überheizt wird. Der Fühler ist im unteren Drittel plaziert.

Dadurch entsteht

1. akute Verbrühungsgefahr!

2. übermäßige Verkalkung wg. hartem Wasser.

 

Frage: Wie kann die Differenz zwischen Vorlauftemperatur und Soll-Temperatur verringer werden?

 

VG,

Florian

 

7 ANTWORTEN 7

Die 20K-Differerenz ist beim B2HF mit der E3-Steuerung fix und kann nicht verstellt werden.

Bei der alten Vitotronic ging das.

 

"Akute Verbrühungsgefahr": Gibt es nicht, da die 20K-Temperaturüberhöhung nur im Heizwasser auftritt. Eine gewisse, aber nach meiner langjährigen Erfahrung vernachlässigbare Temperaturschichtung kann sich im Brauchwasserspeicher einstellen.

"Verkalkung": Hier gibt es einen gewissen, aber kaum quantifizierbaren Effekt der Temperaturüberhöhung auf die Kalkausscheidung auf der Warmwasserseite.

Die Härte des Brauchwassers hat natürlich schon einen Einfluss auf die Verkalkungsneigung des Brauchwasserspeichers auf der Brauchwasserseite. Auf der Heizwasserseite sollte dieser Einfluss durch die heutzutage eingesetzten Entkalkungsanlagen für Heizwasser nach VDI 2035 nicht gegeben sein.

 

Natürlich ist die Kalkausscheidung bei einer Brauchwassertemperatur von 55°C (knapp 58°C in der Spitze) höher als bei einer Brauchwassertemperatur von 40°C.

Hallo @Florian190380 

 

Leider lässt sich die Temperaturdifferenz von 20 K nicht ändern. Sie haben zwei Lösungsmöglichkeiten: Entweder Sie versetzen den WW-Speichersensor höher oder Sie stellen eine niedrigere WW-Zieltemperatur ein.

 

VG

2025-12-30 08_54_59-5855199VSA00012_1.pdf – Google Chrome.png

Abgesehen davon würde bei Herabsetzung der Vorlauftemperatur die Therme einen Großteil ihrer Zeit in der WW- Bereitung zubringen  Währenddessen wäre kein Heizbetrieb möglich 

Ist übrigens nicht nur bei dir so,sondern normaler Betrieb.

Ach ja,das Brauchwasser wird natürlich nicht auf die 75*C erwärmt. Durch einsetzende Konvektion im Speicher vermischt es sich . Bis zur Position des Speicherfühlers.

Eine Verbrühungsgefahr bestünde dann,wenn eine Solaranlage angeschlossen wäre. Hier baut man aber üblicherweise einen Thermostat in die WW- Leitung.

Hallo Zusammen,

danke für Eure Antworten!

Dass dieser Parameter bei der E3-Steuerung nicht mehr individuell eingestellt werden kann, finde ich ein ziemliches Armutszeugnis seitens Fa. Viessmann und zeugt von Arroganz gegenüber dem Kunden! Zumal ja im Handbuch steht im: "im Auslieferungszustand 20K über dem Speichertemperatur-Sollwert".

Da ich einen Hochleistungs-Brauchwasserspeicher mit großer Wendelfläche habe, wird das Wasser oben im Zapfbereich tatsächlich auf knapp 70° C aufgeheizt. Wegen der kurzen Rohrleitungslänge zur Küche und Bad kommt die Temperatur auch nahezu aus dem Auslauf (gemessen!). Die Vermischung im Speicher stellt sich erst später ein. Daher besteht durchaus akute Verbrühungsgefahr, wenn ich den Speicher (norm-konform) durchheize und den Sollwert am Sensor auf 55°C einstelle.

Um genau das zu vermeiden, habe ich aktuell den Speicher-Sollwert auf 39°C eingestellt, um am Auslauf 55°C zu erhalten. Das ist zwar ein work-around, aber weder norm-konform (Legionellen) noch im Sinne eines sinnvollen Betriebs. 

Ich erwarte von Viessmann, dass dieser Parameter in einem Update wieder ergänzt wird. Da das gemäß Handbuch eine "unterschlagene" Leistung darstellt. Genauso wie andere Parameter auch, die nicht gemäß Handbuch eingestellt werden können (z.B. 1503 Minimale Heizleistung lässt sich nur auf 7% einstellen, gemäß Handbuch aber bis 3%) oder diese verdammte Frostschutz-Funktion, die sich nur per Wartungs-Software deaktivieren lässt.

Das nennt sich nicht Fortschritt, sondern Rückschritt.

 

VG,

Florian

 

 

 

 

Zitate Florian190380: "Da ich einen Hochleistungs-Brauchwasserspeicher mit großer Wendelfläche habe, wird das Wasser oben im Zapfbereich tatsächlich auf knapp 70° C aufgeheizt.... "

1.) Ich kann mir nicht vorstellen, dass dem so ist. Wenn es allerdings so wäre, würde ich darin eher einen Mangel sehen. So etwas wollte ich nicht haben. Wer brauch sowas und wofür?

Bei meinen beiden Viessmann-Edelstahl-Brauchwasserspeichern 160 l und 200 l habe ich derlei Unzulänglichkeiten noch nicht beobachtet. Der 160 l-Speicher steht meistens auf einem Sollwert von 38°C. Wenn die Brauchwassererwärmung gerade abgeschlossen ist, werden ca. 41°C Warmwassertemperatur angezeigt. Das entspricht auch der gefühlten Temperatur am ungemischten Warmwasserauslass. 

 

2.) "Ich erwarte von Viessmann, dass dieser Parameter in einem Update wieder ergänzt wird. "

Ich vermute, es geht um die Einstellbarkeit der Temperaturüberhöhung bei der Brauchwasssererwärmung. 

Ich denke nicht, dass es hier ein Update geben wird, zumal dann ein neuer Parameter ins Leben gerufen werden muss.

Außerdem: Der bereits vorhandene Nachfolger des B2HF, der B2HH, hat auch nur diese Festwertsteuerung. 

Ich kann aber verstehen, dass Kunden den Parameter vermissen.

Hinweis: Bei der E3-Steuerung wurden auch andere Einstellmöglichkeiten weggelassen, die die Vitotronic besaß/besitzt.

 

3.) Die Minimalleistung des B2HF liegt bei 2,5 kW. Die lässt sich nicht weiter nach unten absenken, indem man den Viessmann-Defaultwert von 7% auf 3% stellt. 

 

4.) "Zumal ja im Handbuch steht im: "im Auslieferungszustand 20K über dem Speichertemperatur-Sollwert".

Wenn das tatsächlich so in irgendeiner Viessmann-Druckschrift bezogen auf den B2HF stünde, fände ich es auch irreführend und nicht angebracht.

Wo steht diese Aussage?

 

Ich vermute mal,dass der ,,Hochleistungsspeicher,, eigentlich für eine Wärmepumpe optimiert wurde. Denn die schafft keine Vorlaufüberhöhung von 20K.

Aufgrund mangels Erfahrung könnte aber keiner drauf hinweisen,dass der Speicher im obersten Bereich weit über seine Speichersoll erwärmt wird.

Da man aber die Überhöhung bei dieser Therme nicht korrigieren kann,müsste in die WW- Leitung ein Thermostat eingebaut werden,wenn man Verbrühungen vorbeugen möchte. 

Der Thermostat ist allerdings keine Pflicht,er wird nur empfohlen.

Hallo Zusammen, 

genauso ist es! Mein WW-Speicher (Fa. Brummerhoop, WiPower) ist einfach zu gut für das rückwärtsgerichtete Design von Fa. Viessmann. Der Speicher hat eine WT-Fläche von 1,6 m² und eine dicke Dämmung mit Bereitschaftswärmeaufwand von lediglich 0,34 kWh/24h.

Wenn die Überhöhung eingestellt werden könnte, wäre das Thema ohne jeglichen unsinnigen work-around erledigt. Ich kaufe mir doch im Jahr 2024 keinen Speicher, der nicht auch für eine WP geeignet ist, nur weil Viessmann das entgegen der schriftlichen Aussage doch nicht kann. Das ist im übrigen ein versteckter Mangel!

 

@ MacVito:

zu 1.) ich habe mich ich bewusst gegen einen Viessmann-Edelstahl-Brauchwasserspeicher entschieden, da der lediglich eine Tauscherfläche von 1m² hat und einen vergleichsweise hohen Bereitschaftswärmeaufwand von  1,06 kWh/24h (EVIA-A 300L) benötigt.

2.) genau das ist das Thema.

3.) In der "Montage- und Serviceanleitung" der B2HF stehen die 3 % als einstellbarer Parameter.

4.) In der "Montage- und Serviceanleitung"  steht das, siehe oben den Screenshot von divanc (30.12.2025 9:04 Uhr).

 

Solch ein ineffizientes Anlagen-Design gehört verboten, genauso wie dass die HK-Pumpe mit min. 60% läuft!

Viessmann hätte Hausaufgaben zu erledigen, aber vermutlich werden auch hier die Kunden und die Anlagen-Gesamteffizienz ignoriert.

 

Danke für Eure Antworten.

Das Thema ist erledigt, Viessmann kann/will das nicht.

 

VG,

Florian

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