Hallo allen 🙂
bei unserer Vitodens 200 (ca. 2 Jahre in Betrieb) zeigt sich ein seltsames Verhalten beim Erwärmen des Warmwasserspeichers.
Die Therme fängt je nach Zeitplan bzw. Temperatur an das WW zu heizen. Der Aufheizvorgang läuft auch sauber durch - bis ca. 1 Grad vor Zieltemperatur. Dann gibt es längere Pausen bzw. versuche, das letzte Grad der Zieltemperatur zu erreichen. Teilweise dauert dieser Vorgang der Erwärmung bis zu 4h!
Teilweise klappt das Erreichen der Zieltemperatur, teilweise auch nicht und die Therme bricht nach diesen 4h den Erwärmungsvorgang ab.
Über HomeAssistant lässt sich das gut über den Temperaturverlauf des Vorlaufes visualisieren.
Ich habe bereits mit verschiedenen Zieltemperaturen experimentiert. Es macht keinen Unterschied, ob Ziel 50 oder 60 Grad sind. Immer das letzte Grad erreicht die Therme nicht oder schwer.
Was könnte dieses Verhalten erklären? Tatsächlich ist immer genug WW vorhanden. Es ist nur etwas nervig, dass während dieser WW-Erwärmung die Heizungen kalt bleiben.
Hallo @santago
Bitte geben Sie den Kesseltyp (Vitodens 200), den Warmwasserspeicher und die Oberfläche des Rohrbündelwärmetauschers an.
Ich gehe davon aus, dass Sie einen Vitodens 200-W B2HF Kessel besitzen. In diesem Fall können Sie die Warmwasser-Heizzeit im Speicher unter Parameter 1087.0 (ALZ 240) beispielsweise auf 30 Minuten begrenzen. Prüfen Sie in jedem Fall, ob der Warmwasserspeichersensor tief genug in die Hülse geschoben ist.
VG
Ja richtig, es ist ein B2HF.
Interessant ist, dass die Auslauftemperatur am Wasserhahn ca. 70°C beträgt, obwohl Zieltemperatur von 50°C eingestellt ist. Würde das dazu passen, das evtl. der Sensor nicht richtig eingebaut ist?
Wäre das Begrenzen der Zeitdauer nicht eher nur eine Krückenlösung, da das eigentliche Problem nicht abgestellt wird?
Wobei es natürlich für die Verkalkung sicher besser ist, wenn die Therme nach 30 min "abbricht", anstatt für das letzte Grad noch fast 3,5h weiter zu heizen...
Hallo @santago
Wie bereits erwähnt, liegt die Ursache im Speichersensor der Warmwasserbereitung. Durch die Begrenzung der Heizzeit der Warmwasserbereitung lässt sich das Problem mit der Raumheizung nur vorübergehend beheben.
VG
Zu dem beobachteten Befund, nämlich einer zu hohen Warmwassertemperatur und ewig langen Aufheizzeiten, würde die Diagnose "Temperatursensor des Brauchwasserspeichers steckt nicht mehr richtig in der Hülse" perfekt passen.
Soweit ich das beurteilen kann, sitzt der Sensor richtig in der Hülse.
Ich habe jetzt die maximale Zeit der WW-Bereitung auf 90 min begrenzt.
Das behebt zwar nicht den "Fehler", allerdings wird zumindest die Wohnung nicht immer kalt, wenn erst nach 4h wieder geheizt wird.
Beim nächsten Kundendiensttermin spreche ich das Thema an.
Hallo @santago
Mit dem Sensor stimmt definitiv etwas nicht, sonst hätte das Warmwasser am Wasserhahn nicht 70 Grad Celsius.
VG
Ist das ein Problem, für das ich sehr zeitnah den Kundendienst informieren sollte, oder reicht es zum nächsten Wartungstermin im Frühjahr?
Dass die Verkalkung dadurch stark zunimmt, ist mir bewusst.
Die Ist-Temperatur ist jetzt auf 50 Grad eingestellt und die Zeit eben wie oben erwähnt auf 90 min begrenzt.
Somit sollten die 70 Grad nicht mehr erreicht werden.
Hallo @santago
Es geht nicht nur um die Speicherverkalkung des Warmwasserspeichers, sondern auch um die Gasverschwendung. Beim Erhitzen von Brauchwasser steigt die Solltemperatur des Boilers um 20 °C über die gewünschte Warmwassertemperatur. Der Boiler hält dann (nach der Korrektur) 90 Minuten lang eine hohe Temperatur von 70 °C. Während dieser Zeit steht Ihnen natürlich keine Heizung zur Verfügung.
VG
Alles klar. Danke.
also aber keine Gefahr, dass etwas kaputt geht.
Ich schaue mir morgen noch mal den Sensor an. Aktuell sieht es ja wirklich so aus, als würde damit etwas nicht stimmen.
Die Gasverschwendung sollte jetzt ja deutlich reduziert sein, wenn nur noch 90 statt 240 min geheizt wird.