Die Therme läuft grundsätzlich stabil im Betrieb und zündet nach Entstörung jedes Mal zuverlässig.
Allerdings tritt bei automatischem Neustart aus dem Regelbetrieb (z. B. nach Temperaturabsenkung oder Abschaltung) wiederkehrend der Fehler 0:6 auf.
Beobachtetes Verhalten:
Gebläse läuft beim automatischen Startversuch nur in Stufe 1 (Vorspülen ca. 30 s)
kein Übergang in Stufe 2
keine Zündung, nach ~30 s dann → Fehler 0:6
Nach manueller Entstörung läuft das Gebläse erneut an, geht korrekt in Stufe 2 über, zündet zuverlässig → Brenner läuft ganz normal
Das Fehlerbild ist jederzeit reproduzierbar.
✔️ Druckdose (neu)
✔️ Silikonschläuche zur Druckdose (neu)
✔️ Zündelektrode mit Ionisationsüberwachung (neu)
✔️ Zündtrafo (neu)
✔️ Ionisationskabel (inkl. Masseanbindung)
✔️ Steuerung / Regelungseinheit wurde bereits vor ein paar Jahren erneuert
Die Heizung kann stundenlang störungsfrei laufen
Fehler tritt nicht bei jedem Startversuch auf – aber regelmäßig bei automatischem Wiederanlauf (z. B. nach Nachtabsenkung oder Temperaturabsenkung / Ein-Ausschalten).
Nach manueller Entstörung läuft das Gerät sofort wieder sauber an.
Fehler liegt nicht in der Luftführung, Zündung oder Flammenüberwachung, sondern höchstwahrscheinlich:
an einem internen Steuerungsproblem (Ansteuerung Gebläse-Stufe 2)
eventuell Relaiskontaktproblem, kalte Lötstelle oder alterungsbedingte Schwäche auf der Hauptplatine
Falls jemand eine Lösung kennt oder einen kennt der einen kennt der das schon mal hatte und gelöst hat..
SERIENNUMMER 7144352100664104 WB1
Da wird wohl das Gebläse langsam defekt werden.
Hier ist kein "Stufengebläse" verbaut, sondern es wird von einem PWM- Signal stufenlos gesteuert.
Außerdem ist ein Hallgeber verbaut, mit dem die Steuerung Soll/Ist- Drehzahl vergleicht und bei
Abweichung den Fehler 06 ausgibt. Daher ist deiner Verdacht "Relais / Kontakt" ausgeschlossen.
Das verlinkte Gebäse ist zwar für die WB3, das für die WB1 scheint es nicht mehr zu geben.
Ggf. ist das aber nur eine andere Nummer für das identische Gebläse... -> Nachfragen im Shop!
Gruß
Fiedel
Danke für die Antwort. Ich bin zwar Laie, hab aber da ein Logikproblem.. warum startetvsie dann immer direkt nach dem Entstören problemlos?
Um das genau zu erklären müsste man einige Messungen in der Schaltung machen - z.B.
PWM- Eingang (korrekt?) -> Weiterverarbeitung in der Gebläseelektronik -> Rückmeldung... usw.
Meist liegt es an der Elektronik des Gebläses. Mechanisch ist es oft noch leichtigängig.
OK. Verstehe ich aber trotzdem irgendwie nicht. Warum sollte die Elektronik des Gebläses nach dem Entstören immer einen anderen Impuls bekommen als wenn die Therme so startet? Der Fehler lässt sich beliebig oft reproduzieren. Schalte ich die Therme ein oder will sie selber aufgrund der Temperatur anspringen, so läuft das Gebläse 30 Sekunden auf Stufe 1, geht dann auf Störung.. Entstörtaste gedrückt, dann läuft es 30 Sekunden auf Stufe 1, danach 15 Sekunden auf Stufe 2 und zündet.. bumms die Heizung läuft. Immer und immer wieder..
Immer Fehler beim ersten automatischen Versuch
Immer funktionierender Start nach manueller Entstörung
Immer gleiches Gebläseverhalten (30 s Phase 1, dann Störung)
Danach: 30 s Phase 1 → 15 s Phase 2 → Zündung → läuft
➡️ immer gleiches Muster, immer reproduzierbar
Das ist ein steuerungslogischer Ablauf, der im Regelbetrieb einen Fehler produziert,
aber im manuellen Reset (Entstörung) sauber durchläuft.
Software-Timing-Problem in der Steuerung
Oder: ein „vergessener“ Übergang in der Regelzustandsmaschine der Feuerung
Oder: Kondensator auf Platine, der bei Kaltstart ein Initialsignal nicht rechtzeitig triggert
Die Frage ist nur welches Bauteil muss getauscht werden..
bumms die Heizung läuft. Immer und immer wieder..
Irgendwann ist Ende. Dann geht es nicht mehr nach dem Entstören. Bei unserer Therme (WB2) waren
es im letzten Jahr nur wenige Tage. Dieses Gebläse sieht zwar völlig anders aus - elektronisch ist es
baugleich.
Alles gut.. nur keine Antwort zur Logik.. klar kann man tausend Sachen messen.. aber von der Logik her müsste ein defektes Gebläse wohl „immer“ falsch starten und nach dem Entstören nicht wieder „normal“ funktionieren.. das macht keinen Sinn, egal was bei wem mal vorgekommen ist..
Ich sehe schon - du hast was mit Automatisierung studiert... 😉
Das hier ist aber leider keine Industrieanlage, wo du mit der SPS- oder Analyzer- Software bis auf´s
letzte Bit alles mitverfolgen kannst. Deshalb ist im Heizungsbereich das "blinde Teiletauschen" auch
so verbreitet. Etwas Elektronikwissen und logisches Denken hilft aber schon sehr.
Deinen Verdacht mit dem Kondensator halte ich für am wahrscheinlichsten. Leider sitzt der eher
auf der Gebläseplatine, die so blöd verbaut ist dass man die nicht reparieren kann, ohne das Gebl.
zu zerstören.
Schnapp dir doch mal einen Oszi und messe (zeichne auf) die PWM- Ansteuerung während des
Fehlers (z.B. direkt beim Einschalten der Therme) und dann beim Reset mit korrektem Anlauf.
Ich vermute, die PWM- Signale werden identisch sein, das Hall- Signal muss natürlich abweichen.
Hier auf S. 84 siehst du wie der Stecker belegt ist.
Hier ein Vergleichsbild:
PWM- Signal:
Hall- Signal:
Die Frage ist schon falsch gestellt. Ein HB tauscht nur Baugruppen,aber keine einzelnen Bauteile.
Die genaue Fehlersuche bezahlt keiner. Außerdem.müsste der HB Gewährleistung geben. Das Risiko ist unkalkulierbar.
Deshalb nur Baugruppentausch
Das mag nicht nachhaltig sein,ist aber Usus .
Hab leider keinen Oszi.. Aber hilf mir mal bitte..
Szenario 1: Die Therme fordert den Start selbst an! -> Signal zu Gebläse "Los Junge, mach an!!" Gebläse spült 30 Sekunden auf Stufe 1 und sagt dann: "Kein Bock.." Störung 0:6
Szenario 2: Irgnedwann, teilweise auch direkt steht ich daneben und drücke die Entstörtaste. Therme sagt wieder: "So, jetzt hab ich keine Störung.. Los Junge, mach an!!" Gebläse spült 30 Sekunden, geht dann auf Stufe 2 für 15 Sekunden und zündet.. Warum ist dieser Vorgang anders..? Das Gebläse müsste doch in beiden Fällen das gleiche Signal von der Steuerung erhalten.. Wie gesagt der Fehler ist reproduzierbar - immer und immer wieder..
Wie schon angedeutet: genaue Fehlersuche macht keiner. Daher weiss auch keiner,was da im einzelnen passiert .
Fehlercode 0:6 bedeutet auch nicht,dass nur bzw.explizit das Gebläse defekt ist. Er steht nur dafür,dass eine bestimmte Luftdruckschwelle nicht erreicht wird. Da die Druckdose schon getauscht wurde(?), wurden hierbei auch die Silikonschläuche geprüft ?
Und sollte es keine Unregelmäßigkeiten geben,bleibt als Verursacher nur das Gebläse über. Welches aber kein HB zerlegen wird .
Wenn du das in deiner Freizeit machen möchtest,nur zu. Du wirst hier aber keinen Stromlaufplan finden. Weil auch Viessmann das ganze Gebläse tauschen würde .
Das war jetzt wieder alles nur keine Antwort auf meine Frage
Doch.Die Lösung ist,dass dein Gebläse getauscht werden muss. Es wird kein HB eine Reparatur an den einzelnen Platinen durchführen.
Es sei denn,du machst es selbst .
Wieso sollte das Gebläse nach der Entstörung anders arbeiten als vor der Entstörung und das immer wieder? Die Signale kommen doch von der Steuerungsplatine der Heizung
Das Gebläse mag ja eine eigene Elektronik haben, um Drehzahl zu regeln etc. aber keine eigene Auswertung oder Logik so d.h. es kann ja nicht entscheiden ich lauf jetzt mal auf Stufe zwei oder ich bleib jetzt in Stufe eins das kommt ja dann von der Hauptplatine
Das Gebläse hat eine eigene Platine.( sozusagen ,,Empfänger) Natürlich könnte auch der Feuerungsautomat als ,,Sender,, eine Macke haben,aber davon geh ich erstmal nicht aus.
Das Gebläse ist wie die Pumpe Bus- gesteuert.
Und offenbar wird das Bus- Signal vom Gebläse falsch verarbeitet.
Das ist kein Bus, das ist PWM - aber prinzipiell wird auch die Pumpe so ähnlich wie PWM
gesteuert ("Phasenanschnitt").
Szenario 1: Die Therme fordert den Start selbst an! -> Signal zu Gebläse "Los Junge, mach an!!" Gebläse spült 30 Sekunden auf Stufe 1 und sagt dann: "Kein Bock.." Störung 0:6
Szenario 2: Irgnedwann, teilweise auch direkt steht ich daneben und drücke die Entstörtaste. Therme sagt wieder: "So, jetzt hab ich keine Störung.. Los Junge, mach an!!" Gebläse spült 30 Sekunden, geht dann auf Stufe 2 für 15 Sekunden und zündet.. Warum ist dieser Vorgang anders..? Das Gebläse müsste doch in beiden Fällen das gleiche Signal von der Steuerung erhalten.. Wie gesagt der Fehler ist reproduzierbar - immer und immer wieder..
Das PWM- Steuersignal wird in beiden Fällen gleich sein. Das alterschwache Gebläse kommt einfach
beim ersten Anlauf aus "kalt" nicht voll auf Touren. Beim Entstören schafft es es dann doch.
Dieser Zustand scheint wie gesagt bei dir momentan recht stabil zu sein. Oft geht der "Gebläsetod"
schneller.
Unterm Strich spielt es keine Rolle.Fakt ist,es muss ein neues Gebläse rein,wenn man den Druckschalter ausschließen kann.
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank an alle, die sich bisher eingebracht haben. Ich weiß den Input wirklich zu schätzen – auch wenn ich an einigen Stellen anderer Meinung bin, möchte ich niemandem auf die Füße treten. Ich bin bloß auf der Suche nach einer logischen Erklärung, und vielleicht hilft die folgende präzisierte Beschreibung weiter:
Die Therme läuft stabil im Betrieb.
Bei automatischer Anforderung (z. B. nach Nachtabsenkung, Temperaturunterschreitung oder manuellem Ein/Aus):
Gebläse läuft ~30 Sekunden auf Stufe 1
Kein Übergang auf Stufe 2
Keine Zündung, dann → Fehler 0:6
Nach manueller Entstörung (Reset-Taste gedrückt):
Gebläse läuft 30 Sekunden auf Stufe 1
Dann korrekter Übergang auf Stufe 2 (~15 Sekunden)
Zündung funktioniert, Gerät läuft störungsfrei
Das Verhalten ist beliebig oft wiederholbar.
Selbst wenn die Heizung über Nacht mehrere Stunden ausgeschaltet war, funktioniert der erste manuelle Reset-Start am nächsten Morgen sofort und einwandfrei. Das spricht für mich klar gegen ein mechanisches Problem des Gebläses (z. B. Anlauf aus „Kälte“, Lager, o. Ä.).
Auch die Tatsache, dass es immer dieselbe Startsequenz ist, die versagt – nämlich die aus dem Regelbetrieb, legt den Verdacht auf die Steuerlogik nahe.
Druckdose
Silikonschläuche
Zündtrafo
Zündelektrode + Ionisation
Ionisationskabel
Steuerungseinheit (vor einigen Jahren)
Dass das Gebläse bei Entstörung jedes Mal korrekt anläuft und zündet, aber beim Regelstart aus dem Automatikbetrieb regelmäßig hängen bleibt, deutet für mich stark auf ein Problem im Steuerungstiming oder der internen Ablaufsteuerung hin, z. B.:
Initialisierung des Steuerablaufs beim "Softstart" fehlerhaft
Timerproblem
Übergangsbedingung (Stufe 1 → Stufe 2) wird bei Automatikstart nicht korrekt erkannt/ausgelöst
oder eine träg gewordene Komponente auf der Platine (z. B. ein Kondensator), die erst durch Entstörung „geweckt“ wird
Ich verstehe, dass der Standardvorgang oft „Gebläsetausch“ ist – aber:
Das Gebläse läuft bei jedem Reset fehlerfrei.
Der Fehler tritt nicht zufällig, sondern reproduzierbar nur beim ersten automatischen Startversuch auf.
Ein sterbendes Gebläse müsste auch beim Reset irgendwann das Problem zeigen – das ist nicht der Fall.
Daher: Hat vielleicht jemand eine Idee, ob dieses Verhalten bekannt ist – oder ob man gezielt etwas prüfen/messen kann (z. B. PWM-Signal, Platinenfehler, etc.)?
Danke euch und Grüße
Also Klartext.. Wenn ich die Heizung ärger und sie im Regelbetrieb manuell ausschalte, schlate sie kurz danach wieder ein und sie soll von alleine STARTEN, bleibt sie nach Gebläsestufe 1 hängen.
Ich könnte sie dann 5 Tage auf Störung lassen, dann den RESET-Knopf drücken und sie würde regelkonform starten.. Vielleicht ist das eindeutiger..
Du hast offenbar nicht verstanden,dass es die Platine für die Gebläsesteuerung nicht einzeln gibt. Die Platine ist fest mit dem Gebläse verbunden . Gebläse raus bedeutet automatisch Platine raus.
oder ob man gezielt etwas prüfen/messen kann (z. B. PWM-Signal, Platinenfehler, etc.)?
Hast du ein analoges Multimeter mit echtem Zeiger? Ein digitales geht hier nicht.
Damit kannst du am PWM- Pol DC- Spannung messen und so wenigstens Fehler/kein Fehler
vergleichen. Das träge Drehspulinstrument wird von den Impulsen quasi in Schwebe gehalten
und würde bei mehr/weniger PWM- Pulsbreite andere Spannungen anzeigen.
Hallo nochmal zusammen,
danke für eure Rückmeldungen – auch wenn es jetzt vielleicht redundant klingt, möchte ich nochmal den entscheidenden Punkt betonen, weil er vielleicht untergeht:
👉 Das Gebläse tut exakt das, was es soll – wenn die Entstörtaste gedrückt wurde.
Dann läuft es sofort korrekt, geht auf Stufe 2, zündet – alles wie im Lehrbuch.
Und das auch nach mehreren Stunden Stillstand (Kaltstart-Szenario).
Sprich: Das Verhalten ist nicht abhängig von Temperatur, Standzeit oder Anlass.
🔁 Der einzige Unterschied ist die Art der Anforderung:
Automatischer Start aus dem Regelbetrieb: → bleibt in Stufe 1 hängen → Fehler 0:6
Manueller Reset danach: → geht in Stufe 2 → läuft
Wäre das Gebläse (mechanisch oder elektronisch) defekt oder "alt", müsste es auch beim Reset unzuverlässig sein – ist es aber nicht ein einziges Mal.
Ich weiß, dass man das Gebläse bei dieser Serie nur komplett tauschen kann, weil die Steuerungselektronik fest verbaut ist. Trotzdem ist für mich entscheidend:
Das Verhalten unterscheidet sich – obwohl das Signal vermutlich identisch ist.
Daher der Verdacht: Die Steuerung gibt beim automatischen Start evtl. fehlerhaft oder zu spät den Befehl zur Drehzahlerhöhung (Stufe 2), was dann zur Störung führt.
Beim Reset scheint diese Startlogik leicht verändert oder sicherer abzulaufen.
Ich hoffe, es ist klar, dass ich nicht dogmatisch auf „kein Gebläsefehler“ beharre – aber ich suche eben eine technisch stimmige Erklärung, und vielleicht hat jemand genau diesen Unterschied (Start über Reset funktioniert, Automatikstart nicht) selbst erlebt oder gelöst.
Danke nochmals – und Respekt für eure Geduld ✌️