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Probleme mit Feuerungsregler

Hallo Community,
ich habe eine Vitovalor PT2. Der Brenner startete bei bisher fast 3000 Brenner-Betriebsstunden 35000 mal.
Also rechnerisch startet der Brenner alle 5 Minuten neu. 
Das liegt daran, das der Brenner nach dem Start viel zu schnell hochregelt. Dann schaltet er sich gleich wieder mit Übertemperatur ab und das Wasser in den Leitungen des Primärkreislaufes kocht hörbar.
Danach beginnt der Brenner wieder den Neustart. Dieser Zyklus läuft alle 90 Sekunden ab.
Hin und wieder kommt der Brenner zwar in einen gesunden Regelbetrieb, aber die vielen Brennerstarts sind ungesund und unökonomisch.
Daher die Frage, wie man die Hochlaufgeschwindigkeit bzw. die Reglerparameter verändern kann. Gibt es softwaretechnische oder mechanische Einstellmöglichkeiten?
Die über die übliche Einstellung erreichbaren Parameter wie Heizkurve und Begrenzungen lösen das Problem nur unbefriedigend
(wie z.B.
P596.0 von 100  -> 90
P597.0 von 100  -> 88
P1100.2 von 70  -> 80).
Vielen Dank HarKe

5 ANTWORTEN 5

Hallo HarKe2,

der Volumenstrom fällt in deinem System mit 220 Liter zu gering aus bzw. befindet sich an der Grenze zwischen Taktbetrieb und Normalbetrieb. 
Du musst für mehr Wärmeabnahme sorgen. 

Es kann aber auch sein, dass sich jetzt zu Beginn der Saison Luft im System befindet oder die Anlage mit Rückständen aus dem System zugesetzt ist. 
Versuche erstmal für maximale Abnahme zu sorgen, um generell zu sehen, ob sich irgendetwas verändert. 

Ein Update des Feuerungsautomaten gibt es nicht. Die Parameter sind festgelegt. Die Anlage startete mit einer festgelegten Grundlast. 

Viele Grüße
Patrick vom Customer-Care-Team

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Hallo HarKe,

 

Dein Post ist zwar schon eine Weile her, aber dennoch die Frage hat sich das Verhalten Deines Kessels verbessert und wenn ja, was hast Du gemacht? Ich habe ein ähnliches Problem und würde das auch gerne lösen.

 

Viele Grüße

Matthias

Hallo Matthias,
Patrick schrieb, dass der "Frierende" in der Übergangszeit selbst für mehr Wärmeabnahme sorgen soll.
Merkwürdigerweise haben alte Heizungen nicht diese Probleme. Meine Kenntnisse von Regelungstechnik aus dem Studium und von der Automatisierung von Blockheizkraftwerken sagt mir, dass es kein Problem sein sollte die Reglerparameter und Rampen auch für die Übergangszeit anzupassen. Im Winter gibt es natürlich keine Probleme, da die Wärmeabnahme entsprechend hoch ist. Eine trägere Reglereinstellung würde aber auch im Winter nicht stören, da die Heizung nach dem Hochlauf sowieso durchläuft.
Die von mir veränderten Parameter sind zwar nur ein schlechter Workaround aber reduzieren die Brennerstarts auf c.a. die Hälfte. Die veränderten Parameter habe ich oben geschrieben und diese Werte sind seit dem unverändert. Es liegt an Vissmann, die Brennerreglerparameter so auszulegen, dass diese für die Übergangszeit und den Winter passen.
Ich hätte auch gern etwas positiveres geschrieben aber an meiner defekten BZ hat Vissmann seit Monaten auch nichts repariert. Da ist der Brennerregler das kleinere Problem.
Viele Grüße
HarKe

Hallo HarKe,

 

danke für Deine Antwort. Ich kann das mit der Modulation nicht nachvollziehen. Dass zum Anlauf der Brenner hochmoduliert kann ich ja noch nachvollziehen, dass er dann aber keine geringere Modulation erreicht um "einfach" die Temperatur zu halten erschließt sich mir nicht, aber ich bin natürlich nur Laie und stelle mir das vielleicht zu einfach vor. Ich habe es nun einfach mal damit probiert, die Heizkennlinien der beiden Heizkreise etwas zu erhöhen. Mal schauen was das bringt. 

Nun denn ich drücke Dir die Daumen, dass Deine BSZ schnellst möglich wieder in Betrieb genommen werden kann. 

Viele Grüße

Matthias

 

Hallo Matthias,

Das beschriebene Verhalten ist ein "normales Überschwingen" eines Regler durch einen zu hoch eingestellten Kp-Wert, wobei dieser hier leider beim Überschwingen die Temperaturabschaltgrenze überschreitet. Bei einem kleineren Kp-Wert würde der Regler nicht überschwingen und damit in einen normalen und stabilen Regelbereich hineinregeln. Also wäre die richtige und nachhaltige Lösung diesen Proportionalfaktor einfach zu verringern. Behelfsmäßig habe ich deshalb alles mögliche reduziert, um beim Hochlauf unter dieser Abschaltgrenze zu bleiben. Also Temperaturvorgaben reduziert und Kennlinien herabgesetzt. Möglicherweise ist das dann für den Winter zu wenig. Bei mir reichte es aber für diesen Winter mit den angegebenen Einstellungen. Im Zeitprogram habe ich es vermieden von Reduziert direkt in Komfort zu wechseln, damit die Temperatursollwertänderung keinen unnötig großen Sprung erzeugt sondern der Brennerregler erstmal stabil in den Normalmodus kommt.
Hoffendlich hilft diese Erklärung irgendwie weiter.
Viele Grüße
HarKe

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