Wenn man so wie Du mit einer zu hohen Vorlauftemperatur arbeitet, sind Deine Ausführungen sicher richtig. Bei Anwendung der modernen Regelungstechnik werden die Ventilstellungen der Heizkörper und die Vorlauftemperatur allerdings so optimiert, dass in den vorhandenen Räumen die gewünschten Temperaturen mit einer gerade ausreichenden Vorlauftemperatur erreicht werden. D.h. u.a., dass ein fortwährender hydraulischer Abgleich erfolgt (Der ist nämlich genau genommen von Randbedingungen wie Anzahl der beheizten Räume, Vorlauftemperatur, etc. abhängig.) und außerdem die Veränderung von Verhältnissen, wie z.B. Sonneneinstrahlung, etc.; berücksichtig wird. Damit das möglich ist, braucht das System aber Meßdaten. D.h. man muss ihm erst einmal Gelegenheit zum Messen geben. Die dafür üblichen Verfahren zur Optimierung eines nichtlinearen Funktionals (z.B. Newton-Raphson-Verfahren) werden Dich immer schlagen. Deine Heizkreiskurve macht im Prinzip Folgendes: Sie wählt in Abhängigkeit von einer Außentemperatur, die mit Deinen Raumtemperaturen nur ziemlich grob etwas zu tun hat, eine Vorlauftemperatur. Damit diese in allen Räumen zur gewünschten Temperatur führt, muss man diese zumindest an einigen Stellen runterregeln. Abgesehen davon wäre zu beachten, dass ein hydraulischer Abgleich nur für eine ganz spezielle Situation möglich ist, die nicht immer gegeben ist.
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