Ich möchte hier mal etwas loswerden – als Heizungsbauer und im Namen meiner Kollegen. Mich irritieren die Aussagen, die in die Richtung gehen: "Das hätte der doch gleich mit einbauen müssen." Vorweg: Ja, wir sind in erster Linie die Ansprechpartner und haften auch für Mängel, selbst wenn diese vom Hersteller verschuldet sind. Rechtlich ist das so, und daran gibt es nichts auszusetzen. ABER: Die Planungsanleitungen sprechen hier von Gegenden mit längeren Frostperioden – also typischerweise Hochgebirgsregionen oder den Voralpen, aber nicht Nord- oder Mitteldeutschland. Fragt euch mal ernsthaft: Wenn der Heizungsbauer die Ringheizung direkt mit anbietet, liegt sein Angebot 600 bis 1.000 Euro über dem eines Mitbewerbers, der diese nicht mit einplant. Würdet ihr dann bei ihm kaufen? Wahrscheinlich nicht. Zumindest ist es schwierig, den Kunden solche Mehrwerte gleich im ersten Verkaufsgespräch verständlich zu machen. Und was passiert jetzt? Der Heizungsbauer trägt die Kosten für die nachträgliche Kulanzlösung, in der Hoffnung, dass Viessmann die Ausgaben erstattet. Das alles sollte man im Hinterkopf behalten, bevor man wieder diskutiert, dass "wir uns ja eine goldene Nase verdienen" und Wärmepumpen angeblich völlig überteuert verkaufen.
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