"Man erkennt, dass die gedämpfte Temperatur trotz Halbierung der Werkseinstellung von Parameter 90 stark hinterher hinkt." Richtig, das soll auch so sein, weil dadurch das Abkühlverhalten des Hauses berücksichtigt wird. Je nach Bauweise und Dämmstandard dauert es eine kürzere oder längere Zeit, bis die Aussentemperatur im Rauminnern Auswirkungen hat (oder umgekehrt gesehen, dauert es eine kürzere oder längere Zeit, bis die Heizungswärme sich vom Hausinnern gegen aussen verflüchtigt). Die gedämpfte Aussentempertur hinkt also immer der aktuellen hinterher. "...dann würde die Heizung doch viel später und damit zu spät ab- und wieder einschalten. " Wenn für dich das Abschalten durch A6 "zu spät" ist, dann ist die Heizgrenze (A6) zu hoch eingestellt und/oder Parameter 90 noch nicht "passend zum Haus" eingestellt. A6:17 ist vergleichsweise hoch, passt eher zu einem schlecht gedämmten Haus. Vielleicht passt zusätzlich auch Parameter 90 noch nicht richtig. Vorsicht: je niedriger A6 eingestellt ist, desto mehr spart man (Heizung wird bei niedrigeren Aussentemperaturen ausgeschaltet), aber desto grösser auch das Risiko, dass die Beheizung für manche Bewohner ungenügend wird - befrage dazu deine Frau ;-). "Sagt zwar konkret zu A6 nichts aus, impliziert aber irgendwie die Nutzung der gemischten AT auch für A6." Erster Teil ist richtig, implizieren tut er gar nichts. Vermutlich kommt bei dir wegen des sonnenbeschienenen AT-Sensors zuerst A5 zum Zug, nicht A6. Wie ist A5 eingestellt? "...Heimeier-08/15-Thermostate. Bis auf 7 ständig geschlossene, an denen FBH-Abschnitte hängen (immer an), sind alle auf ca. 2,5 eingestellt ". Stellung 2,5 ist bei den meisten Thermostatventilen ca. 18(-19) Grad. Eingestellt hast du aber Soll-Raumtemperatur 20. Das heisst, deine Thermostatventile sind fast dauernd am Drosseln, und wenn dann noch eine höhere Ist-VL als die berechnete Soll-VL sowie Fremdwärme (Sonneneinstrahlung) hinzukommen, drosseln sie immer mehr oder schliessen ganz. Beim Taktbetrieb wie in der Grafik nutzt dein Gerät die Brennerhysterese offenbar bei weitem nicht aus, sondern der Brenner schaltet vorher ab. Aktueller Verdacht ist, dass das Gerät wegen zu geringem Volumenstrom taktet. Überprüfen kannst du das durch Ablesen des Volumenstroms. Hintergrund dazu siehe Funktionsbeschreibung: "Sinkt der Heizwasservolumenstrom unter eine gerätespezifische Grenze, geht das Gerät in einen Taktbetrieb über. Unterschreitet der Heizwasservolumenstrom die Grenze des Mindestvolumenstroms, schaltet der Brenner aus, um ein Überhitzen des Heizkessels zu vermeiden. Der Brenner wird wieder eingeschaltet, sobald der Heizwasservolumenstrom die Grenze des Mindestvolumenstroms übersteigt." Zum Testen auch mal die Thermostatventile höher einstellen - ist damit das Takten weg oder zumindest reduziert?
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