Zuerst zur WW-Bereitung: Du meinst vermutlich die Bereithaltefunktion. Die WW-Bereitung erfolgt bei deinem Gerät mit einem Plattenwärmetauscher im Durchlaufverfahren: das im Kessel aufgeheizte Heizungswasser heizt im Plattenwärmetauscher das kalte Trinkwasser auf. Während der eingestellten WW-Zeiten wird der Plattenwärmetauscher "warm" gehalten, damit beim WW-Zapfen "sofort" (jedenfalls schneller...) warmes Wasser kommt. Diese Funktion ist zwar im Datenblatt, m.W. aber nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben. Komfortgewinn geht nicht ohne zusätzlichen Energieverbrauch. Den Unterschied mit oder ohne Bereithaltefunktion kannst du nur messen, wenn nicht geheizt werden muss, am besten während einer (langen) Zeit ohne WW-Zapfen. Wenn der Brenner ohne WW-Zapfen (und ohne Heizen) "zwischendurch" anspringt, dann ist das wegen der Bereithaltefunktion. Ob der Komfort nötig ist oder nicht musst du selbst entscheiden, hängt auch vom Zapfverhalten ab. Zur Optimierung im Heizbetrieb: Du fährst ja mit Raumeinfluss (Tado). Wurde die Heizkennlinie zuvor "richtig" eingestellt (so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig), und zwar OHNE Raumeinfluss (also Testen/Einstellen mit b0:0)? Wenn nein, dann ist die Grundlage für die ganzen Soll-VL-Berechnungen u.U. falsch, und Raumeinfluss kann dies nur begrenzt korrigieren. Wie sind die "114" zu verstehen: Durchschnittlich 114 Starts pro Tag während der letzten 10 Jahre? Wieviele Starts und wieviele Brennerstunden sind auf dem Zähler? Die täglichen 62 Starts sind nicht gut, aber es ist Übergangszeit. Das Gerät ist für den Heizbetrieb für dein Haus überdimensioniert, insbesondere die hohe min.Leistung führt zu Takten bei geringem Wärmebedarf. Der Grund dafür ist die für den WW-Betrieb im Durchlaufverfahren nötige (!) hohe Leistung. Ganz ohne Takten wirds bei dir nicht gehen, einfach versuchen, die Regelungseinstellungen möglichst gut an den Bedarf anzupassen. Den Heizbetrieb optimieren kannst du aber erst im Winter, bei tiefen Aussentemperaturen und ohne Sonne, siehe dazu http://www.viessmann-community.com/t5/Innovations-Blog/Das-Viessmann-Heiztechniklexikon-H-wie-Heizkennlinie/ba-p/1338#.WOTzCGdMSM9 und http://www.viessmann-community.com/t5/Experten-fragen/Welche-Temperatur-ist-ideal-f%C3%BCr-den-Vorlauf/qaq-p/5171/comment-id/1654#M1654 Nochmals: Zum Einstellen der Heizkurve Raumeinfluss ausschalten! Erst wieder einschalten, wenn die Heizkennlinie richtig eingestellt ist. Noch offen ist aber, ob das Takten häufiger ist als zu erwarten - dies mit dem Hintergrund deines kalkhaltigen Wassers (anderer Thread). Wenn der Wärmetauscher (diesmal ist der Kessel oder die "Heizfläche" gemeint) heizwasserseitig zugesetzt ist (also innen, von aussen nicht sichtbar), dann kann dies zu vermehrtem Takten im Heizbetrieb führen. Der Plattenwärmetauscher kann auch verkalken, das merkt man aber nur im WW-Betrieb. Versuche vorerst herauszufinden, wieviele Starts durch WW-Bereitung und wieviele im Heizbetrieb etwa auftreten, und ganz allgemein: Gerät beobachten. Welche Soll-WW-Temperatur ist übrigens eingestellt? Funktioniert die WW-Bereitung normal (ohne Takten)?
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