Moin @alle! Wärmepumpen sind sicherlich auch ökologisch sinnvoll für die Beheizung von einigermassen modernen Gebäuden, auf kurze Sicht aber nicht die alleinige allheilbringende Lösung. Wir haben schlichtweg nicht genug Strom, um alle Gasheizungen durch Wärmepumpen zu ersetzen. Aktuell fahren die tollen Elektroautos mit Kohlestrom. Auch die Strom-Infrastruktur ist aktuell nicht in der Lage, den Strom auch noch dafür zu transportieren. Bsp: Unser privater Stromverbrauch beträgt jährlich ~1.500kWh, unser Gasverbrauch ~15.000kWh. Selbst bei einem Wirkungsgrad einer Wärmepumpe von 300..400% bedeutet das noch etwa eine Ver-4-fachung des Strombedarfs. Schon die Belastung durch die Elektromobilität bringt die Infrastruktur teilweise an ihre Grenzen. Ältere Wohnhäuser mit ihren kleinflächigen Heizkörpern und schlechter Isolierung sind nur bedingt geeignet um (allein) mit Wärmepumpen beheizt zu werden. Alle Gasheizungen kurz/mittelfristig durch Wärmepumpen zu ersetzen ist finanziell (für viele Eigentümer) unmöglich, ausserdem steht weder das Material noch die Man-Power zur Installation in ausreichendem Masse zur Verfügung. Diverse Industrielle Prozesse, die aktuell mit Gas laufen, lassen sich nicht per Wärmepumpe realisieren. Bsp. Stahlerzeugung, die chemische Bestandteile des Erdgases benötigt und genau wie beispielsweise die Glasindustrie Temperaturen, bei denen Wärmepumpen schlicht kein Thema sind. Diese Auflistung lässt sich bestimmt noch weiter fortsetzen. Hingegen dem Erdgas einen steigenden Anteil Wasserstoff beizumischen steht vergleichsweise wenig entgegen, und es könnte recht kurzfristig angegangen werden. 20% ist immerhin schon mal ziemlich genau der Teil Deutschlands Gasbedarfs, der in die mit grosser Aufmerksamkeit betrachteten Gasspeicher geht. Deswegen soll es in diesem Thread drum gehen, was die 'Stolpersteine' für die Beimischung von Grünem Wasserstoff zu unserem 'Stadtgas' sind. Mir fällt z.B. die alte Gasheizung im ehemaligen Haus meiner Eltern ein, deren Brenner einfach nur über eine Düse und keinerlei (weitere Strömungsvolumen-) Regelung verfügte (gibt es sowas eigentlich noch?). Müsste bei sowas einfach nur eine größere Düse eingebaut werden? Auch meine Frage im Thread H2 Ready an @Patrick_Zarges , was meiner mit Lambda Regelung ausgestatteten(?) Therme noch fehlt, um mit mehr Wasserstoff umgehen zu können, ist noch nicht beantwortet. Es gibt viele noch zu klärende / zu diskutierende Aspekte, und ich hoffe auf rege Beteiligung! Beispielsweise wie weit unsere Gasinfrastruktur für steigenden Wasserstoffanteil geeignet ist. Natürlich müssen wir den Wasserstoff auch haben, und zwar Grünen, sonst macht die Sache keinen Sinn. Auch dies soll gerne diskutiert werden. Meine Ideen hierzu habe ich schon vor und ohne auch nur eine Ahnung von der "Canada-Reise" und den unsäglichen inzwischen getroffenen Vereinbarungen gehabt zu haben, Herrn Minister Habeck und auch dem Beauftragten für Grünen Wasserstoff, Herrn MdB Mansmann, unterbreitet, die die aber scheinbar bisher nicht einmal zur Kenntnis genommen haben (hänge ich gleich an). Grüner Wasserstoff ist nicht die alleinige "Endlösung", aber bietet gute, auch kürzerfristig realisierbare und vergleichsweise bezahlbare Chancen, unsere CO2- und Energieprobleme deutlich positiv zu beeinflussen. Vielen Dank für Eure hoffentlich rege Beteiligung! mit besten Grüssen Phil = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = hier noch meine Zuschriften an Habeck und Mansmann Betreff:Datum:Von:An: Antwort noch ausstehend - Grüner Wasserstoff Thu, 25 Aug 2022 09:40:17 +0200 Philip xxx <
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[email protected] Sehr geehrter Herr Mansmann, bestimmt haben Sie nach der Canadareise viel zu tun, trotzdem möchte ich Ihre Aufmerksamkeit für mein Anliegen gesichert sehen, weshalb ich zumindest um eine kurze Rückmeldung bitte, dass Sie es wenigstens zur Kenntnis genommen haben. Den vollständigen Thread habe ich angehängt, hier eine kurze Zusammenfassung der Inhalte: - Moderne Gasheizungen sind schon jetzt in der Lage, mit 20% Grünem Wasserstoff im Erdgas umzugehen. Die Infrastruktur ist grundsätzlich vorhanden. Auch wenn Wärmepumpen nur ca. 1/3 (ideal 1/4) der elektrischen Energie zum erzeugen der Wärme benötigen, ist der zusätzliche Strombedrarf immens, wenn wir alle Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzen wollen. Den Strom haben wir schlichtweg nicht, schon jetzt fahren die tollen Elektroautos mit höchst umweltschädlichem Kohlestrom. Solarstrom aus dem Sommer können wir nicht für den Winter speichern. - Wasserstoff aus Canada ist aus mehreren Gründen ein schlechte Wahl: - der Transport von Canada ist sehr viel problematischer, teurer und verlustbehafteter, als aus Spanien, - in Canada würden beispielsweise Wälder abgeholzt zu Gunsten der Wasserstoffproduktion, während sich die Brachflächen in Spanien über ein wenig Schatten durch die Solarpanele freuen, - mit Canada fliessen die Gelder für den Wasserstoff aus der Wirtschaftsregion Europa heraus in ein Land, das wirtschaftlich gut dasteht, während Spaniens Wirtschaft auch im europäischen Kontext dringend Aufwind benötigt, - ... - Eine hervorragende, auch schneller umzusetzende Alternative ist Grüner Wasserstoff aus Spanien: 1. Wir schliessen ein Abkommen mit Spanien (immerhin ist Spanien ein demokratisches Land, in dem weitgehend die Menschenrechte geachtet werden, es ist Mitglied der EU und politisch recht stabil). 2. Wir legen ein großes vom Staat gestütztes Programm auf, um private Investitionen locker zu machen. 3. Wir bauen in Spanien Photovoltaikanlagen in großem Stil und 'daneben' Elektrolyseure. 4. Wir bauen eine H2 Niederdruck-Pipeline von Spanien nach Deutschland. Das ist jetzt etwas zusammengewürfelt, deswegen folgend wie angekündigt der vollständige Thread. In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit besten Grüssen Philip xxx ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Philip xxx
Dipl.-Ing.(FH) E-Technik
Am xxx
D-31xxx
Tel. +49(0)xxx
Mob. +49(0)xxx - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - "Grüner Wasserstoff - fragwürdige Vereinbarungen in Canada" vom 23.08.22 an Herrn Habeck per www.bundestag.de/services/formular Sehr geehrter Herr Minister Habeck, in meiner Mail an Sie "H2 ready - Heizen in Deutschland" vom 14.08.2022 habe ich Ihnen meine Vorstellung von in Spanien produzierten und per Niederdruckpipeline nach Deutschland gelieferten Grünen Wasserstoff dargelegt, ohne eine Ahnung von den jetzt in Canada geschaffenen Fakten gehabt zu haben. Nun frage ich mich ernsthaft, warum Sie den Wasserstoff in Canada suchen vor dem Hintergrund - dass der Transport von Canada sehr viel komplizierter, teurer und verlustbehafteter ist, als aus Spanien, - dass in Canada beispielsweise Wälder abgeholzt werden müssen zu Gunsten der Wasserstoffproduktion, während sich die Brachflächen in Spanien über ein wenig Schatten durch die Solarpanele freuen, - dass mit Canada die Gelder für den Wasserstoff aus der Wirtschaftsregion Europa heraus fliessen in ein Land, das wirtschaftlich gut darsteht, während Spaniens Wirtschaft auch im europäischen Kontext dringend Aufwind benötigt, - ... Welche Interessen vertreten Sie?? Ich bitte Sie inständig um eine Antwort, und möglichst um eine, die mich nicht den Glauben in eine Grüne Politik verlieren lässt! Mit stark verunsicherten Grüssen Philip xxx ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mail an Herrn Mansmann vom 22.08.22 per www.bundestag.de/services/formular Sehr geehrter Herr Mansmann, da Sie der entsprechende Beauftragte sind, leite ich Ihnen meine eMail an Herrn Habeck weiter (leider gekürzt wegen Zeichenbeschrängung). Ich meine die Sache durchaus ernst, und die Thematik bei dem aktuellen Canada-Besuch zeigt, dass Interesse an H2 besteht. Aber warum aus Canada, wo das Gute doch viel naheliegender ist? In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit besten Grüssen Philip xxx -------- Weitergeleitete Nachricht -------- Betreff: H2 ready - Heizen in Deutschland Datum: Sun, 14 Aug 2022 21:29:20 +0200 Von:
[email protected] An:
[email protected] Sehr geehrter Herr Minister Habeck, [...] ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ eMail "H2 ready - Heizen in Deutschland" an Herrn Habeck vom 17.08.22 per
[email protected] Sehr geehrter Herr Minister Habeck, die Gasheizungen sind es schon ("H2 ready"), Ihre Politik ist es leider noch nicht so ganz. Zwar werden ein paar Forschungsprojekte gefördert, in größerem Stil umgesetzt wird jedoch noch nichts. Wenn ich die Heizungsbauer richtig verstehe, können dem Erdgas schon jetzt ohne Probleme 20% Wasserstoff beigemischt werden. Auch die Industrie wird sich auf steigenden Wasserstoffgehalt im Gas einstellen können. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, und Deutschland ist das Land der Ingenieurskunst. Klar, bisher war das unlukrativ, aber bei den 'neuen' Erdgaspreisen sieht die Sache schon anders aus. Und auf Dauer brauchen wir das sowieso, alleine des Klimas wegen. Also warum nicht jetzt gleich damit anfangen? "Weil wir den Wasserstoff nicht haben" wird ein Teil Ihrer Antwort sein. "Stimmt" sage ich, also müssen wir was unternehmen. Und zwar jetzt. Eher unfreiwillig war ich dieses Jahr mehrfach in Spanien, und mir sind ein paar ziemlich grosse Photovoltaikanlagen aufgefallen. Aber in weiten, noch viel größeren Teilen des Landes wird der kahle Boden einfach nur von der Sonne ausgedörrt... Warum machen wir nicht einfach Folgendes: 1. Wir schliessen ein Abkommen mit Spanien (immerhin ist Spanien ein demokratisches Land, in dem weitgehend die Menschenrechte geachtet werden, es ist Mitglied der EU und politisch recht stabil). 2. Wir legen ein großes vom Staat gestütztes Programm auf, um private Investitionen locker zu machen. 3. Wir bauen in Spanien Photovoltaikanlagen in großem Stil und 'daneben' Elektrolyseure. 4. Wir bauen eine H2 Pipeline von Spanien nach Deutschland. Natürlich klappt das nicht zum nächsten Winter, aber wir werden auch weiterhin Energieimporte nach Deutschland benötigen. Aktuell fahren die tollen Elektroautos mit Kohlestrom, und auch Wärmepumpen brauchen Strom. Ich habe wohl durchaus berechtigte Zweifel daran, dass wir mit dem Ausbau eigener erneuerbarer Energien so schnell voran kommen, wie wir den Verbrauch fossiler Energien herunterfahren wollen und auch müssen. Und der Ausbau der europäischen überregionalen Stromnetze (was ja die Alternative wäre, um südeuropäische Solarenergie zu transportieren) geht irgendwie auch nicht so richtig voran. Zudem kann man Strom so schlecht speichern, und wir brauchen in Deutschland leider um so mehr Energie, je niedriger die Sonne ihre Kreise zieht. Lassen Sie sich die Sache mal durch den Kopf gehen! Ihr ernsthaftes Interesse und Ihre Unterstützung vorausgesetzt wäre ich möglicherweise auch bereit, mich an einem Stab zu beteiligen oder diesen ggf. auch zu lenken, die Realisierbarkeit eines solchen Vorhabens zu eruieren und es ggf. in die Tat umzusetzen. Bedenken Sie: Realisierbarkeit ist in unserer Welt meist eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Wann wäre die Gelegenheit günstiger als unter den derzeitigen Umständen? Und selbst wenn Putin uns eines Tages das Gas wieder billig verkauft - wären wir nicht in einer wunderbaren Lage, wenn wir es dann nicht mehr bräuchten?! Mit besten Grüssen! Philip xxx ----------------------------- Philip xxx Dipl.-Ing.(FH) E-Technik Am xxx D-31xxx Tel. +49(0)xxx Mob. +49(0)xxx
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