ah gut, du hast den Text gefunden. Es ist doch so, dass die Heizung natürlich mehr heizen muss, wenn es draussen schon lange kalt ist, als wenn es nur einmal kurz kalt wird. Wenn es schon lange kalt ist, sind die Aussenwände etc schon durchgekühlt, und du brauchst eine höhere Vorlauftemperatur, um die eingestellte Raum-Solltemperatur zu erreichen, als wenn tagelang die Sonne auf dein Haus geschienen hat und es draussen schön warm war, und auch die Wände etc noch wärmer sind. Dem trägt diese 'gemittelte' Temperatur Rechnung. Ich vermute, die 'gedämpfte' Temperatur verläuft nach einem Tiefpass erster Ordnung, d.h. nach einem Sprung am Eingang ist nach Ablauf einer Zeitkonstante (Parameter 90) 63,2% des Sprunges am Ausgang abgebildet. Es ist jedenfalls nicht eine stumpfe Verzögerung ('Totzeit' genannt in der Regelungstechnik). Verstellen kann man die Zeitkonstante, weil bsw. ein Holzhaus eine geringere 'Thermische Masse' hat, als ein Steinhaus, und das 'Durchkühlen' (und natürlich auch das Aufwärmen) da schneller geht. Das Ganze ist natürlich auch noch abhängig von Isolierung und so, aber wenn du jetzt auch noch den gewichtet-gemittelten U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) deines Hauses und das Verhältnis von Innenraum zu Aussenfläche etc angeben solltest, würdest du die Heizungsregelungsmacher wahrscheinlich für völlig bekloppt erklären 😁 Aber bei einem schlecht isolierten Haus kommt die Kälte (oder Wärme) von draussen auch schneller drinnen an, und das kann man ja mit so einer Zeitkonstante gleich mit 'erschlagen'. Ist ja auch nur ein einfaches Modell in erster Näherung, und nicht die realitätsgetreue Abbildung des Hauses. ps. >> Ich habe noch kein Zelt oder eine Thermoskanne mit einer Vitodens 300 W gesehen. ich kann mich aber tatsächlich noch an Bauwägen mit Gastherme erinnern (Flaschengas). Wahrscheinlich waren die aber noch nicht witterungsgefüht...
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