Hallo Klaus, es fällt mir zunehmend schwerer mir aufgrund deiner Schilderungen ein Bild von deiner Anlagenkonfiguration zu machen. Sorry, ist nicht deine Schuld aber deine Schilderungen widersprechen sich, zumindest nach meiner Auffassung, teilweise. Du schreibst "Der Mischer macht jetzt brav das Tor zu, aber die 2m Rohre bis zur Fussbodendecke sind immer noch kaum anzufassen". Wenn der Mischer "das Tor zu macht", dann wird doch (fast) der gesamte Rücklauf aus dem HK-M2 zum VL gemischt. Wenn also, wie du weiter schreibst, "sich das Rücklaufrohr lauwarm anfühlt", wie kann dann der VL "kaum anzufassen sein"??? Weiterhin schreibst du "in den betr. Räumen sind es mal gerade 20 °C". Das passt auch nicht zu der Aussage, dass die Rohre im VL des HK-M2 "kaum anzufassen sind". Es sei denn der Volumenstrom im HK-M2 ist viel zu gering. Was ich mir wiederum aufgrund der fehlenden Pumpe sehr gut vorstellen kann. Abgesehen davon halte ich eine VL-Soll-Temperatur von 30 °C bei den aktuellen Außentemperaturen selbst für eine FBH für zu niedrig. Meine liegt zur Zeit bei ca. 36 °C (also jetzt nicht meine Körpertemperatur sondern der VL der FBH 😉 ) Wenn du die Anlage noch eine Weile weiter betreiben möchtest, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen eine separate HK-Pumpe für den HK-M2 einbauen zu lassen. Der elektrische Anschluss der Pumpe sollte über den Mischerregler problemlos möglich sein. Ein HK mit Mischer kann meines Erachtens nur ordentlich mit einer separaten Pumpe funktionieren. Ohne diese Pumpe wird der Volumenstrom immer kleiner je weiter der Mischer zu fährt. Noch mal eine Frage zu Anlagenkonfiguration. In deinem Thread "Neue Befunde zum alten Heizkreisproblem" schreibst du, dass du das Anlagenschema auf 00:04 geändert hast (korrekt wäre ja 00:06). Ist das immer noch so oder hast du aktuell das korrekte Schema 00:06 eingestellt? Zum Fehler F1 "Abgastemperatur zu hoch" hätte ich folgende Theorie. Mit zunehmenden Alter bilden sich Ablagerungen an den Innenwänden des Wärmetauschers (der Mediziner würde das Arteriosklerose nennen 😉 ). Die sorgen für einen schlechteren Wärmeübergang so dass der Brenner mit einer höheren Leistung arbeiten muss, um die geforderte Kesselsolltemperatur zu erreichen. Wenn jetzt auch noch der Volumenstrom z. B. durch "Verschlammung der FBH" arg eingeschränkt wird, steigt die Abgastemperatur recht schnell an, da der kühlende Rücklauf fehlt und es kommt zum Infarkt (sorry, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen 😉 ) ==> Fehler F1. Wenn die FBH, wie du schreibst, bereits 32 Jahre alt ist, könnte es tatsächlich helfen, die mal durchspülen zu lassen. Warum tritt dann der Fehler F1 nicht bei der WW-Bereitung auf? Weil hier die Pumpe in der Regel mit einer deutlich höheren Drehzahl arbeitet und außerdem die Rohrlänge bis zum Speicher und wieder zurück deutlich kürzer ist. Es wird also der nötige Volumenstrom zur Kühlung der Abgase erreicht. Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag, Thomas
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