Hallo Gerhard, würde jetzt nicht so weit gehen, die Nichtbeachtung der Viessmann-Empfehlungen als rechtliche Grauzone oder als "unsauber" zu bezeichnen. Einstellen kann ja jeder an der Heizkurve was er will oder meint, dazu muß man ja nicht mal ins "Service-Menu". Bin an das Thema WP auch als ziemlicher Laie rangegangen, habe ein paar Tests gelesen und versucht, das Grundprinzip zu durchschauen😉 Aber nachdem ich die WP unbedingt haben wollte, nachdem unsere 35 Jahre alte Flüssiggasheizung mangels Ersatzteilverfügbarkeit ein sehr unsicherer Kandidat wurde, ist die Entscheidung so gefallen. Habe mich allerdings von Anfang an gegen eine Überdimensionierung gewehrt (daß dies eine verbreitete "Unsitte" sei, habe ich im Vorfeld mitbekommen). Für unser Gebäude haben die Heizlastberechnungen verschiedener Anbieter zwischen 17 KW und 14 KW ergeben, ich selbst wollte eine 10 KW WP haben. Geworden ist es nun eine A250 mit 13 KW, bin damit denke ich gut bedient. Diese hat nach oben etwas mehr Leistung als die 10er, moduliert jedoch genauso weit nach unten. Habe z.B. im aktuellen Januar noch keine einzige KWh mit dem Heizstab verbraucht (ausser beim Abtauen, aber das steht auf einem anderen Blatt). Der hydraulische Abgleich bei uns wurde sehr akribisch durchgeführt, fast alle Ventilköpfe wurden erneuert und exakt nach Berechnung eingestellt, die Heizkurve bzw. die eingestellte Temperatur an der WP passt mit den Wunsch-Raumtemperaturen inzwischen aufs 10tel Grad zusammen. Allerdings hätte ich mir nie träumen lassen, daß das finden von optimaler Neigung und Niveau ein solche "Raketenwisssenschaft" und Geduldspiel ist. Ärger mit der WP hatten wir zwar zu Anfang auch (Fehlverdrahtung/Fehlinterpretation Montageanleitung, mangelnder Volumenstrom wegen zu feinem Filter), inzwischen läuft unsere Konfiguration jedoch rund und sogar rundum zufriedenstellend. Im Vergleich zur alten Gasheizung liegen wir von den Kosten her aktuell bei rund 60 %, eher besser. Gruß Martin
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