Hallo Community,
wenn ich mir die o.g. Darstellung in der ViCare-App auf Tagesebene (Stromverbrauch/Energieerzeugung) anschaue, kommen mir Zweifel an der Effizienz. Wie man in dem angefügten Screenshot sieht, ist das ein wildes Auf und Ab.
Mir wurde im Verkaufsgespräch - leider nur mündlich - zugesichert, dass meine Wärmepumpe (Vitocal 252-A AWOT-E-AC 251.A16) in der Lage wäre, die Leistung den Anforderungen anzupassen, also bei Bedarf herunterzufahren ("modulieren"), anstatt ständig an- und abzuschalten, was auf eine zu groß dimensionierte WP hindeutet.
Frage: lässt sich aus der Grafik ableiten, dass die WP "taktet"?
Grüße in die Runde
Wenn die elektrische Leistung auf 0 geht, ist die WP wirklich aus, also bei dir zwischen 12-18Uhr mehrmals. Welche Außentemperarturen hattest du denn in dieser Zeit? Gibt es einen Puffer?
Ist die Außeneinheit wirklich eine A16? Es sieht mir eher nach A10/13 aus. In ViCare wird für alle Vitocal 252-A AWOT-E-AC 251.A16 angezeigt.
Auf 0 kann keine WP modulieren, so dass es immer einen Punkt gibt, wo die WP mehr Leistung liefert, als abgenommen wird. Dann kommt es zur Abschaltung. Kritisches Takverhalten liegt erst vor, wenn die Verdichterlaufzeit im Durchschnitt unter 1h fällt. Und bis dahin kann man an den Einstellungen (Heizkurve, hydraulischer Abgleich) erst einmal viel optimieren.
Hallo ABR Guru III,
vielen Dank für die Nachricht.
Tatsächlich handelt es sich bei meiner Wärmepumpe lt. Rechnung um eine A13.
Ich beheize damit seit 06/24 mein EFH von 1980 mit ca. 180 m² Heizfläche über Fußbodenheizung.
Es gibt auch einen Pufferspeicher.
Die Außentemperatur lag am 07.02. etwa bei 10°C, glaube ich mich zu erinnern.
Wegen häufigen Auftretens des Fehler F.1079 (zu geringer Volumenstrom beim Abtauvorgang) wurde kürzlich eine Systemtrennung realisiert.
Den hydraulischen Abgleich habe ich selbst vorgenommen,, indem ich den Durchfluss in den 4 Heizetagen vom Keller bis zum Dachgeschoss - ausgehend von einem niedrigen Wert im Keller - pro Etage gesteigert habe, bis zur vollen Öffnung im DG.
Aktuell liegt die durchschnittliche Verdichterlaufzeit bei etwa 1,5 Std. Allerdings sehr ungleichmäßig verteilt. Mal befindet sich der Verdichter für 9 Tage im Dauerbetrieb, mal startet er 10 mal am Tag - und das bei vergleichbaren Außentemperaturen.
Frage: wirkt sich diese merkwürdige Betriebsverhalten nachteilig auf die Lebensdauer der Wärmepumpe aus?
vG
Frage: hat diese merkwürdige
Wenn die WP bei 10°C AT mal aussetzt, ist das völlig in Ordnung. Merkwürdig ist, dass du bei vergleichbaren ATs sehr unterschiedliches Verhalten feststellst. Gibt es trotz hydraulischem Abgleich Raumthermostate, die in den Volumenstrom eingreifen? Das kann zu sprunghafter Änderung der Abnahmeleistung führen und damit zum Takten. Wie groß ist denn der Speicher? In dem Diagramm oben läuft die WP nur relativ kurz an, was ein relativ geringes Volumen vermuten lässt. Allerdings wird für die aktuelle FW auch wieder ein Regelungsproblem mit Speichern berichtet. 1,5h durchschnittliche Verdichterlaufzeit ist nicht wirklich kritisch, aber für einen Puffer kein besonders guter Wert. Wenn deine Anlage tendenziell überdimensioniert ist (wie groß ist die Gebäudeheizlast?), kannst du mit dem geräuschreduzierten Modus etwa gegensteuern und die Leistungsspitzen reduzieren.
Zu geringer Volumenstrom beim Abtauen hat mit dem Heizkreis eigentlich nichts zu tun. Der wird dabei nicht durchflossen. Meist sind es zugesetze Filter, die den Volumenstrom beim Abtauen einbrechen lassen.
Das wirkt sich dann allerdings auch auf den Volumenstrom beim Heizen auf. Zu niedriger Volumenstrom beim Heizen kann bei der A13 auch mal schnell zum Takten führen, da sie ihre Minimalleistung nicht los wird.
Hallo ABR Guru III,
vielen Dank für die Nachricht.
Tatsächlich gibt es 14 Raumthermostate ("Klimasensoren"). Die gehören zur Einzelraumregelung und gestatten die Reglung über Wunschtemperatur und Zeitzonen in der ViCare-App. Ich habe Fußbodenheizung. Der Pufferspeicher hat 200 Liter. Die Gebäudeheizlastberechnung habe ich beim Fachpartner angefordert. Das Problem mit dem zu geringen Volumenstrom ist seit der Systemtrennung erledigt. Allerdings bleibt der Wert für den Volumenstrom in der FBH jetzt im Dunkeln. Merkwürdig fand ich auch, dass die Rücklauftemperatur oft über der Vorlauftemperatur liegt.
vG
Wenn die Rücklauftemperatur über der Vorlauftemperatur liegt, wird es sich um einen Abtauvorgang handeln.
Den möglichen Komfortgewinn durch eine umfangreiche Einzelraumregelung bzw. Klimasensoren bezahlt man u.U. an anderer Stelle, z.B. mit einem Puffer, der dann vor zu häufigem Takten schützt.
Wie der Puffer das Volumenstromproblem beim Abtauen beseitigen soll, erschließt sich mir nicht. Dieser ist beim Abtauvorgang nicht beteiligt. Er entkoppelt nur die Volumenströme beim Heizen. Evtl. wurde gleichzeitig ein Update auf die aktuelle SW durchgeführt, mit der wegen häufiger Probleme mit dem Volumenstromsensor die Volumenstrommessung auf die Sekundärpumpe umgestellt wurde.
Hallo ABR | Guru III,
vielen Dank für die Nachricht.
Fakt ist: ich habe einen Pufferspeicher (200 l) und seit der Systemtrennung liegt der Volumenstrom in der Spitze bei 1.630 l/h. Der Fehler F.1079 tritt seitdem nicht mehr auf..
Der Viessmann-Techniker hat die Systemtrennung mit seinem Bericht an den Fachpartner erzwungen.
Von einem Software-Update weiß ich nichts. Ich glaube aber nicht, dass ein solches vorgenommen wurde, weil bei früheren Updates die max. Vorlauftemperatur in der FBH immer wieder automatisch von 55°C auf 45°C zurückgesetzt wurde. Der Viessmann-Techniker hatte von 55°C abgeraten, weil dann der "Estrich versande". Ich glaube nicht, dass der Estrich bei einem 45 Jahre alten Haus versanden kann, lasse mich aber überraschen.
Mein Fachpartner wollte meine Fragen zur Anlage nur noch mündlich bzw. fernmündlich und nur noch gegen Berechnung beantworten und hat mich alternativ an die Community verwiesen. Für mich geht es darum, zu klären, ob es sich bei von mir festgestellten Auffälligkeiten um Mängel handelt, die ich noch vor Ablauf der Sachmängelhaftung bzw. Gewährleistung rügen muss.
Leider muss ich feststellen, dass mich einerseits die Kommunikation überfordert, weil es mir an Wissen mangelt und ich andererseits keine eindeutigen Antworten bekomme.
Ich werde also alle Auffälligkeiten rügen müssen und Sachverständige bzw. Gerichte entscheiden lassen, ob es sich um zu behebende Mängel handelt.
vG
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