Hallo zusammen, nachdem ich mich bereits sehr lange mit dem Thema auseinandergesetzt habe, komme ich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Ich würde euch daher gerne um eure geschätzte Meinung zu meiner Anlage bitten. Meine Anfrage richtet sich ausdrücklich auch an Viessmann Mitarbeiter. Mein Fachbetrieb ist leider nur mäßig bereit, sich mit mir ausführlich zu beraten. An sich bin ich mit der Anlage zufrieden. Die Installationsqualität ist gut. Das Haus wird warm. Die Pumpe in der Inneneinheit muss allerdings im Parameter 1100.2 sehr hoch eingestellt werden, um den Mindest-Volumenstrom für das Abtauen zu erreichen. In der Folge ist die Pumpe sehr laut und vermutlich auch der Verschleiß vergleichsweise hoch. Mir stellt sich daher die Frage, ob die Leitungen zwischen Innen- und Außeneinheit mit einem zu geringen Leistungsquerschnitt eingebaut wurden. Mein Fachbetrieb will Mitte Januar nochmal kommen und eine erneute Überprüfung vornehmen, von der ich mir aber nichts mehr verspreche, da vieles bereits geprüft wurde (siehe unten). Der Fachbetrieb sieht keinen Fehler in der Leitungsdimension DN 25. Eines noch vorweg: Die Filter sind sauber. Hier die Daten der Anlage: Wärmepumpe: Vitocal IDU 250-A AWO-E-AC 251.A16 ODU Vitocal 25x-A 230V A08 AF Interne Pumpe Grundfos upm 4 k 25-75 Heizkreispumpe KSB Vitoset Heizungspuffer parallel 200 l BW-Speicher 200 l Leistungsdimension innen – außen DN 25 (Kupfer mit Pressfittings) Leitungsanteil außerhalb Gebäude oberirdisch ca. 3,5 m (200% Dämmung) Gesamtleitungslänge innen – außen ca. 2 x 11,5 m mit ca. 20 Bögen Derzeitige Einstellungen: Temperatur Wohnung 21° Temperatur WW 45 ° Hysterese ein 5° Hysterese aus 1 ° Neigung Heizkurve 0,5 Niveau Heizkurve +1 Pumpendrehzahl (Parameter 1100.2) 90 % (entspricht ca. 1.150 l/h, allerdings ohne Schlammfilter) Heizkreispumpe 1.100 l/h konstant Haus: Einfamilienhaus 145 m2 + 20 m2 beheizter Keller Altbau Bj. 1914, Fassade und Dach gedämmt, neue Fenster 15 Radiatoren Heizlast 6,5 KW Im Anhang findet ihr einen Verlauf aus HomeAssistant von gestern. Hier sieht man auch, dass die Anlage den ganzen Tag gelaufen ist (seit Inbetriebnahme 1.900 h Laufzeit und 440 Verdichterstarts). Der Verbrauch von gestern lag laut App bei 33,5 kWh. In Anbetracht von Dauerfrost aus meiner Sicht kein zu hoher Wert (?). Die Historie ist im Folgenden beschrieben: 27.08.2025 Inbetriebnahme durch Fa. Viessmann, Volumenstrom Heizen 970l/h, Volumenstrom WW 670 l/h (Parameter 1100.2 60 %, zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Volumenstrom für das Abtauen damit nicht funktionieren wird). 08.11.2025, ca. 11 Uhr, WP geht auf Störung, Außeneinheit gesperrt, Fehler F.1079 (wiederholt zu geringer Volumenstrom beim Abtauen). In telef. Abstimmung mit Fachbetrieb WP wieder in Betrieb genommen. Vorgabe Fachbetrieb: Bei erneutem Vorkommen der Störung ist der Notbetrieb einzuschalten. 10.11.2025 Einbau andere Heizkreispumpe (KSB OEM Viessmann) mit niedrigerer Leistung wegen zu großer Strömungsgeräusche im Haus. Überprüfung der Anlage wegen F.1079 am 08.11.2025 ohne Ergebnis. 18.11.2025, 23:17 Uhr, WP geht auf Störung, Außeneinheit gesperrt, erneut Fehler F.1079, am darauffolgenden Morgen Notbetrieb eingeschaltet. Notbetrieb läuft vom 19.11.2025 bis zum 24.11.2025. Es wurde ein Servicetermin mit Viessmann am 24.11.2025 vereinbart. 24.11.2025 Servicetermin Viessmann. Diagnose laut Servicebericht (Pumpe defekt, Folgetermin notwendig). Interne Pumpe auf 100 % gestellt, dadurch Volumenstrom ca. 1.150 l/h (entspricht 53% laut App). 19.12.2025 Servicetermin Viessmann, Pumpe soll nun doch nicht defekt sein (wurde auch nicht getauscht), automatischer Entlüfter in Außeneinheit getauscht. Viessmann vermutet aufgrund der starken Strömungsgeräusche eine Verstopfung der Heizleitung zwischen Innen- und Außeneinheit (nach dem Anschließen eines Schlauchbypasses an der Inneneinheit steigt der Volumenstrom auf 1.650 l/h) 22.12.2025 Fehlersuche durch Fachbetrieb, Spülen der Leitung zwischen Innen- und Außeneinheit mit Wasser von der Inneneinheit aus, Überbrücken der automatischen Entlüftung in der Außeneinheit, Spülen der Leitung mit Druckluft durch Aufschneiden der Leitungen in der Mitte, Ausbau des Schlammfilters in der Leitung zur Außeneinheit (wurde bisher nicht mehr erneut eingebaut) – ohne Ergebnis. Der Volumenstrom ist geringfügig höher, da nun der Schlammfilter fehlt (ca. 1.250 l/h bei Einstellung der Pumpe auf 95 %). Nun habe ich mich selbst über Weihnachten intensiv mit dem Thema beschäftigt und bin in der Planungsanleitung der Vitocal 250-A auf Seite 103 unter Kapitel 7.9 fündig geworden. Hier heißt es: „Hinweise zum Querschnitt der Rohrleitungen Damit die Wärmepumpe jederzeit sicher abtauen kann, ist zwischen der Innen- und Außeneinheit ein Mindestvolumenstrom von 1000 l/h erforderlich. Mit Hydro AutoControl ist dieser Mindestvolumenstrom gewährleistet, sofern die folgenden Empfehlungen beachten werden: Gebäudenahe Boden- oder Wandmontage der Außeneinheit mit dem hydraulischen Anschlusszubehör aus dem Viessmann Lieferprogramm, siehe „Installationszubehör“: ■ Die Verbindung von der Außeneinheit in das Gebäude kann auf einer Länge von 2 m mit einem Leitungsquerschnitt von DN 25 ausgeführt werden. ■ Abhängig von der Rohrlänge und vom erforderlichen Volumenstrom den Leitungsquerschnitt im Gebäude ggf. auf DN 32 erweitern. Weiter vom Gebäude entfernte Montage der Außeneinheit, Leitungsführung unter Erdniveau: ■ Verbindungsleitung zur Inneneinheit in DN 32 ausführen.“ Nochmal zur Erinnerung. Wir haben 2 x 11,5 m und 20 Bögen, davon 3,5 m außen. Ich schließe daraus, dass die Heizleitung zwischen Innen- und Außeneinheit bei uns zu gering dimensioniert wurde. Dies hatte sich ja bei dem letzten Service-Termin der Fa. Viessmann gezeigt. Sobald die Rohrleitungen an der Inneneinheit mit einem Bypass kurzgeschlossen wurden, hat sich der Volumenstrom auf 1.650 l/h erhöht. Eine Verstopfung wurde vom Fachbetrieb ausgeschlossen. Die Pumpe in der Inneneinheit läuft derzeit auf 90 % (1.150 l/h) . Wenn der Schlammfilter wieder eingebaut ist, muss die Pumpenleistung auf mindestens 95 oder gar 100 % erhöht werden, damit der Volumenstrom von 1.000 l/h für das Abtauen immer zur Verfügung steht. Ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand weiter helfen könnte. Im Voraus vielen Dank für eure Beiträge! Viele Grüße HDB
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