Hallo @MrsFreeze , den Stromverbrauch bekommen wir auch noch runter. 🙂 An einer Stelle ein bisschen Entwarnung: Die größeren Heizkörper wären vielleicht nicht unbedingt notwendig gewesen (Ich kann das nicht einschätzen.), aber sie werden in jedem Fall helfen, den Stromverbrauch über durch sie mögliche niedrigere VTs zu reduzieren. Das größte Stromeinsparpotential beim Heizen Eures Hauses (Bei der WWE hast Du ja schon gut niedrigere Stromverbrauchswerte.) liegt jetzt darin, zu verhindern, dass der Heizstab sinnloserweise zugeschaltet wird. Wenn überhaupt, dann werdet ihr den vielleicht bei Temperaturen deutlich unter -10°C brauchen, aber nicht bei den aktuellen Temperaturen. Meine Empfehlung: Den Heizstab zunächst dauerhaft deaktivieren (Falls es doch mal wieder klirrende Kälte geben sollte und Eure WP-Heizung es trotz Volllast nicht schaffen sollte, Euer Haus genügend warm zu bekommen, könnt Ihr die Deaktivierung des Heizstabes wieder zurücknehmen.). Auf die HBs ist an der Stelle leider kein Verlass. Die handeln nach dem Motto: Hauptsache es ist sichergestellt, dass das Haus warm wird (Denn wenn es nicht warm wird, müssen sie wieder ran.). Wieviel Strom bei den gewählten Einstellungen verbraucht wird, interessiert die HBs leider nicht so sehr. Diese Rechnung bezahlt ja der Kunde. Nun aber weiter, um Strom beim Haus-Heizbetrieb einzusparen: Neben der allerersten Maßnahme "Deaktivierung des Heizstabes" geht es jetzt um die Optimierung der Heizkurve, denn: Jedes Grad, dass Ihr über die Heizkurveneinstellung bei der VT reduzieren könnt (natürlich ohne dass die ITs unangenehm kühl werden), hilft ungemein, Strom zu sparen. Um Eure Heizungsanlage mit den für Euer Haus und Euer Wohlbefinden niedrigst möglichen VTs betreiben zu können, müssen also die Thermostate (vor allem in den Räumen, in denen Ihr es warm haben wollt) vollkommen aufgedreht sein und der Heizbetrieb muss 24/7 aktiviert sein. Es kann gesamtenergetisch gesehen für Euer Haus sogar hilfreich sein, insbesondere in den unteren Etagen (falls Ihr mehrere habt), auch in Räumen die Heizkörper aufzudrehen, die Ihr jetzt vielleicht kalt lasst. Weil: Die Wärmeisolierung zwischen den Räumen (schwächstes Isolierglied ist meist die jeweilige Tür) ist oft ziemlich schlecht. Wenn diese Räume also kalt bleiben, ziehen sie Wärme aus den anderen Bereichen, die Ihr eigentlich warm haben wollt, und Ihr braucht eine höhere VT, um diese "warmen Räume" aufgrund der kühlen Nachbarräume für Euch warm genug zu bekommen. Es hilft also, das Haus in seiner Gesamtheit zu betrachten. Mal zur Illustration das, was ich in unserem Haus mache: Im Erdgeschoss sind sämtliche Heizkörper voll aufgedreht. Zusätzlich habe ich in einem Raum im Keller (Hobbyraum), in dem es ebenfalls einen Heizkörper gibt, diesen ebenfalls voll aufgedreht und die Tür dieses Raumes zum Treppenhaus ist offen. => Die Wärme aus diesem Kellerzimmer wärmt von unten den Fußboden in unserem Wohnzimmer und das gesamte Treppenhaus, in dem es bei uns keine Heizkörper gibt. Hingegen im Obergeschoss sind bei uns in 2 Schlafräumen die Heizköper komplett zugedreht (Wir schlafen lieber in so kalten Räumen.). Unser Haus ist ja nur "mittelschlecht" wärmeisoliert und als Heizkörper haben wir hauptsächlich ganz normale Radiatorheizkörper. Mit meiner ganzheitlichen Herangehensweise an die Heizung des Hauses habe ich bei tagsüber eingestellter Ziel-Raumtemperatur (ZRT) von 21°C bei 0°C AT eine VT von 38°C. Abends bis morgens 5:30 Uhr fahre ich dann mit etwas reduzierter ZRT von 19°C. An solchen Tagen wie zurzeit (ATs knapp unter 0°C und sehr windig) verbrauchen wir für den Heizbetrieb täglich ca. 30 bis 35 kWh Strom. Das ist für uns und unser mittelschlecht gedämmtes Haus OK. Soweit zu den "Gesamteinstellungen an unserem Haus" als ein Beispiel zum Verstehen. Nun zu Euren Einstellungen: Im Augenblick wird es Euch ja zu warm. Es ist also auch kein Wunder, dass der Stromverbrauch für das Heizen zu hoch ist. Nun bitte die Werte der eingestellten Heizkurve ("Niveau" und "Neigung" allmählich solange in kleinen Schritten reduzieren, und jeweils 1 Tag abwarten und checken, wie der Stromverbrauch ist und ob es Euch "fast zu kühl wäre". Dann könnt Ihr entscheiden, ob Ihr wieder den Niveauwert um eins hochsetzen wollt. Und nun bin ich sehr gespannt, welche Stromverbrauchswerte sich bei Euch nach diesen Anpassungen ergeben. Übrigens: Die Heizkurve richtet sich ja ausschließlich nach dem AT-Wert. Einflüsse wie Wind (reduziert die IT) und Sonneneinstrahlung (erhöht die IT) werden nicht berücksichtigt und können zu Abweichungen bei der normalerweise zu erwartenden IT führen. Am Einfachsten ist es in so einem Fall, die gewählte Ziel-IT um eins rauf oder eins runter zu setzen (also nicht gleich wieder an der gefundenen Heizkurve rumzuändern). Die Ziel-IT lässt sich, wenn dann wieder "normale Außenverhältnisse" sind, ja auch ganz leicht wieder auf den eigentlichen Wunschwert zurücksetzen.
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