Es ist manchmal die beste Lebensversicherung seine eigenen Grenzen richtig einschätzen zu können - es ist jedoch die prägendste Eigenschaft der Menschheit, diese unaufhaltsam zu erweitern... (Fiedel) 😉 ViParts WB1 24 KW ViParts WB2 24 KW ViParts WS2 24KW ViParts WB3 24KW Schemenbrowser Alter ET- Katalog Achtung: Gasaustritt zwischen Wellrohrflansch und Gaskombiregler möglich. 1.: Keine Funktion, aber keinerlei Fehleranzeige: Druckschalter defekt. Er sitzt oben links am Ausgangsrohrbogen des Wärmetauschers. Der Druckschalter kann bis zum Austausch überbrückt werden. Es sollte dann häufiger als sonst der Wasserdruck am Manometer beobachtet werden. 2.: Keine Funktion, oft keinerlei Fehleranzeige, oft keine Anzeige im Display: Auf der Steckplatine "VR20" (Temperaturregler) tritt Elektrolytflüssigkeit aus den Elkos C56 und C60 aus. Diese Flüssigkeit zerstört die Platine, welche dann ggf. erneuert oder repariert werden kann. Es ist sinnvoll bereits bei noch laufender Anlage die gesamte Codierung herauszuschreiben, da diese bei zerstörter VR20 verloren ist und neu eingegeben werden muss (SM ab S. 67). 3.: Keine Raumheizung, Warmwasser funktioniert, Außentemperaturanzeige unrealistisch hoch: Siehe 2. Wenn die Elkos keinerlei Auslaufspuren zeigen, liegt es meist an den Steckkontakten der VR20, welche leicht oxidiert sind. Sie können mittels eines Radiergummis poliert und danach mit Spiritus oder Isopropanol gereinigt werden. Nach Zurückstecken der Platine und Einschalten der Therme dauert es ca. 2-3 Minuten, bis die Außentemperatur einen realistischen Wert anzeigt und der Brenner anspringt. 4.: Fehler F:E oder 1:4 oder 1:5 (Flamme wird nicht erkannt bei Brennerstart) Häufigste Ursache: Gasventil wird nicht mehr angesteuert. Auf der Hauptplatine LGM29 geht gern eine Lötstelle, bzw. ein Relais kaputt Das Relais müsste dann erneuert werden, was jedoch nicht erlaubt ist, da die LGM29 ("Feuerungsautomat") als Sicherheitsbaugruppe gilt. Es gibt jedoch Reparaturdienste im Netz, die diese Reparatur fachgerecht ausführen. Hier ein Video zum Austausch der Platine. Hier mit Fotos. Fehler "Flamme geht sofort nach Start aus" wegen Ioni- Prob. LGM29 Achtung WB3: Das Flachbandkabel Bedienteil <-> LGM29 niemals verdreht aufstecken. Das führt zu sofortigem Totalausfall aller Platinen!!! Was man wissen sollte: Die neuen LGM29 mit den Dip- Schaltern erhöhen die Startleistung spürbar stärker als die originalen Platinen (für ca. 10 Sekunden). Das macht den Startprozess stabiler, man braucht jedoch eine entsprechende Pumpleistung um den "Wärmepeak" auch abzuführen. Sollte der Brenner wenige Sekunden nach dem Start wieder abschalten, liegt es meist daran. Die Programmierer haben hier leider nicht daran gedacht, für diese Zeitspanne auch die Brenner- Abschalttemp ebenfalls temporär anzuheben. Gut optimierte Anlagen mit niedrigen Volumenströmen vertragen das nicht und takten stark. Lösung A: Pumpendrehzahlen deutlich erhöhen (schlecht wegen Stromverbr.). Lösung B: Per Zusatzschaltung mit Zeitrelais und Widerstand (Bastelprojekt) den Kesselfühler beeinflussen (kühler machen), bis der heiße Schwall weg ist. Sicherheit bleibt dabei erhalten durch die Übertemp- Schalter. 5.: Diverse Fehlermeldungen, die laut Servicemanual aussagen, dass dieser oder jener Sensor Drahtbruch oder Kurzschluss hat: In den Bedienteilen BES oder Comfortrol ist irgendwann die eingelötete Batterie leer. Hier ein Video zum Austausch dieser Batterie. Sie stützt die Uhr, sowie einen Teil der Codierung, welcher dann zufällige Werte annimmt. Es ist sinnvoll bereits bei noch laufender Anlage die gesamte Codierung herauszuschreiben, da diese bei leerer Stützbatterie teilweise verloren geht und neu eingegeben werden muss (SM ab S. 67). Achtung: Das Messen dieser Batterie mit einem Multimeter ergibt oft 3,6V, obwohl die Batterie bereits leer ist. Zum Messen empfiehlt sich ein Batterieprüfer mit eingebautem Lastwiderstand. 6.: Fehler 0:6 (Luftdruckschwelle wird nicht erreicht): Hier reicht die Leistung des Gebläses nicht aus, um Gas und Zündung freizugeben. Oft ist hier die Elektronik des Gebläses defekt, welche nicht repariert werden kann. Läuft das Gebläse jedoch noch kräftig an, lohnt es sich die Steckkontakte an Gebläse und Differenzdrucksensor einmal ab- un anzustecken. Machmal gibt es hier Kontakt- probleme. Der Differenzdrucksensor sollte auf Funktion geprüft (SM ab S. 43), oder erneuert werden. Beitrag Lagertausch. 7.: Fehler 0:2 (Übertemperaturschalter hat ausgelöst): Wenn dieser Fehler erscheint, wird die Wärme aus dem Wärmetauscher überhaupt nicht mehr abgeführt. Oft ist die Ursache ein Totalausfall der internen Pumpe. Wenn hier als Ersatzteil der Motor G-HE KM eingebaut wird, müssen folgende Parameter um ca. 10-30 Schritte erhöht werden: Codierung 2 ; 44, 45, 46, 109. Bei der WS2 kann auch der Plattenwärmetauscher zugesetzt sein. Bei dessen Tausch müssen auch die Rohrbögen auf Kalk untersucht werden (Schwanenhalskamera). Die beiden in Reihe geschalteten Übertemperaturschalter (auch "Knackfrösche" genannt), sitzen oben mittig am Ausgangsrohrbogen des Wärmetauschers. Normalerweise sind sie selbstrückstellend. Klappt das einmal nicht, kann der "defekte" Schalter abgeschraubt und mit wenig Schwung auf den (harten) Boden geworfen werden. Das reicht meist aus um die Selbstrückstellung auszulösen. 8.: Fehler A:4 (KM-BUS-Pumpe fehlerhaft): Obwohl man die Pumpenelektronik zumeist reparieren könnte indem alle Kondensatoren auf dem Board im Pumpenanschlusskasten ausgetauscht werden, ist es wegen des hohen Stromverbrauchs der alten Pumpen sinvoll sie durch die modernen HE- Motoren zu ersetzen: G-HE KM Bus für (WB1)/WB2/WS2 und W-HE SCA für die WB3. Bei einigen Anlagen (insbesondere WS2) kommt es nach Einbau der G-HE KM Bus zu einem weiteren Busfehler (z.B. A1), der durch eine ungewollte Inkompatibilität entsteht und bisher nicht zu beheben ist. Die Pumpe läuft dann auf max. Drehzahl, was oft nicht erwünscht ist. Einziger Ausweg ist dann die Reparatur der alten Pumpe, die Beschaffung eines gebrauchten Altteils, oder der Einbau eines passenden autarken HE- Pumpenmotors (z.B. Grundfos UPM3 oder Alpha mit einem zur Anlage passenden Leistungsbereich). An diesem wird dann eine mittlere Drehzahl eingestellt, die für Heizen und WW- Erzeugung gleichermaßen funktioniert. In der Codierung wird die Pumpe dazu von "drezahlgeregelt" auf "stufig" umgestellt. Um das Ersatzteil zu gewinnen, beschafft man sich eine komplette Pumpe und montiert den Motor vom Gehäuse ab. Dieser passt dann i.d.R. in die Therme. Das ist auch die beste und günstigste Lösung, falls in der WB1 bereits eine "stufige" Pumpe verbaut war, die nun defekt ist. Wem die G-HE KM Bus für die WB2 zu kostenintensiv ist (z.B. nur noch kuze Laufzeit bis zum Systemwechsel), kann ebenfalls diesen Weg gehen. Zur systematischen Fehlersuche gibt es im SM ab S. 10 einen Fehlersuchbaum. Gleichzeitig lässt sich daraus viel über den Funktionsablauf der Therme entnehmen. Empfehlung: Dieses Kit entlastet den Transistor auf der LGM29, der den Zündtrafo ansteuert. Es behebt gelegentlich auftretende Instabilitäten der Stromversorgung und dadurch auftretende undefinierbare Fehler. Suche nach den verlinkten Ersatzteilen im Netz: Gute Ergebnisse erzielt man, indem die ET- Nummer mit vorangestelltem "viessmann" in die Suchmaschine eingegeben wird. Beispiel: Steckplatine VR20 (Eingabe: viessmann 7823072)
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