Guten Tag,
wir haben vor kurzem unser Haus bauen lassen und uns für eine Vitocall 222-S mit Speicher Vitocell 100 entschieden. Während der Hausplanung wurde uns mitgeteilt, dass die Wärmepumpe auch in der Lage wäre zu kühlen. Aber mehr wurde dazu nicht gesagt.
Da nun die Heizung läuft, wollte ich nach und nach alles einstellen, entsprechend unserer Bedürfnisse. Jedoch musste ich feststellen, dass die Kühlfunktion nicht aktiviert ist.
Ist für die Kühlfunktion entsprechend etwas nachzurüsten bzw. wie kann ich feststellen ob dafür alles vorhanden ist? Die Baufirma dazu werde ich nicht befragen können, da bekomme ich keine oder nur spärliche Auskünfte. Leider.... Ich hoffe das Sie mir helfen können.
Mfg Oliver
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Danke, deine Anlage kann kühlen. Bevor diese aktiviert wird, muss in jedem Fall ein Feuchteanbauschalter nachgerüstet und die Rohrleitung bis dahin dampfdiffusionsdicht isoliert werden.
Viele Grüße
Flo
Diesbezüglich gibt es keine klaren Aussagen. Die Energiehaltung ist mit einem geringeren Energieverbrauch verbunden, als das Aufheizen auf eine höhere Temperatur. Dementsprechend kann es sein, dass durch das Wiederaufheizen keine Ersparnis mehr zustande kommt. Ich empfehle dir, es einfach einmal auszuprobieren. Auch was den Komfort betrifft, wirst du merken, ob es etwas für euch ist oder nicht.
Viele Grüße
Flo
Hallo Oliver,
bitte teil mir die Seriennummer deiner Anlage mit.
Viele Grüße
Flo
Guten Tag,
entschuldigen Sie die späte Rückantwort.
Die Seriennummer ist die7733746202279126
Danke, deine Anlage kann kühlen. Bevor diese aktiviert wird, muss in jedem Fall ein Feuchteanbauschalter nachgerüstet und die Rohrleitung bis dahin dampfdiffusionsdicht isoliert werden.
Viele Grüße
Flo
Vielen Dank für die Information hierzu.
Dann werde ich das für nächstes Jahr ins Auge fassen, damit das dann ebenfalls läuft.
Nun heist es erstmal Heizungsverhalten optimieren in der ersten Periode.
Mach das, gerne kannst du uns darüber berichten.
Was die erste Heizperiode betrifft, ist die Einstellung der Heizkennlinie das Wichtigste.
Um die optimale Einstellung der Heizkennlinie zu finden, benötigt es etwas Zeit. Normalerweise solltest du die ideale Einstellung nach einer Heizsaison gefunden haben. Am besten gehst du dabei wie folgt vor.
Stell die Raumthermostate in allen Räumen, in denen du es immer warm haben willst (Küche, Bad, Wohnzimmer, ...) auf die höchstmögliche Stufe. Die anderen Räume, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, stellst du auf die gewünschte niedrigere Temperatur ein. Anschließend musst du die Raum-Soll-Temperatur an der Regelung auf die Temperatur einstellen, die du dir für den Wohnbereich wünscht. Jetzt nimmst du entsprechend der Temperaturen in den zu beheizenden Räumen nur noch an der Kennlinie Änderungen vor. Dadurch, dass du die Raumthermostate voll aufgedreht hast, bemerkst du die notwendigen Änderungen sofort. Die Neigung und das Niveau änderst du bitte entsprechend der Tipps unter dem nachfolgenden Link.
Viele Grüße
Flo
Hallo Herr Schneider,
ich habe noch eine kurze Frage zum Heizsystem. Wir haben die Vitocall mit einer Fußbodenheizung in Betrieb. Ich habe nun schon öfters gelesen, dass eine Abschaltung der Fußbodenheizung nicht sinnvoll ist.
Da die Vitocall aber eine Möglichkeit hat, über den Zeitplan verschiedene Temperaturen zu fahren , kam nun die Frage auf, bei Anwesenheit z.B. die Temperatur auf 22 Grad (Soll-Raumtemperatur) zu stellen und bei Abwesenheit auf 19 (reduzierte Solltemperatur).
Überlegung war nun der Heizung einen Vorlauf zu geben, damit die Räume die gewünschte Temperatur haben und früher abzuschalten und die Restwärme zu nutzen:
Montag - Freitag (Anwesenheit ab 16 Uhr)
00:00 - 12:00 Reduzierte Temperatur
12:00 - 18:00 Solltemperatur
18:00 - 00:00 Reduzierte Temperatur
Samstag - Sonntag (Anwesenheit ganztägig)
00:00 - 08:00 Reduzierte Temperatur
08:00 - 18:00 Solltemperatur
18:00 - 00:00 Reduzierte Temperatur
Bringt dies in der Energieeinsparung etwas oder ist es sinnvoller die Fußbodenheizung durchlaufen zu lassen?
Diesbezüglich gibt es keine klaren Aussagen. Die Energiehaltung ist mit einem geringeren Energieverbrauch verbunden, als das Aufheizen auf eine höhere Temperatur. Dementsprechend kann es sein, dass durch das Wiederaufheizen keine Ersparnis mehr zustande kommt. Ich empfehle dir, es einfach einmal auszuprobieren. Auch was den Komfort betrifft, wirst du merken, ob es etwas für euch ist oder nicht.
Viele Grüße
Flo
So nach nun 6 Monaten Wartezeit habe ich immernoch kein Angebot von meinem Heizungsmonteur....und noch ist Garantie drauf sodass ich keinen anderen Ran lassen kann...das nervt.
Welche Teile benötige ich denn genau? Kann das auch eine andere Firma machen? Ich bin ziemlich genervt von der Situation 😅
Zudem eine Frage. Ich habe eine PV Anlage, lässt sich diese irgendwie miteinander kommunizieren damit die Kühlung nicht durchgängig im Sommer läuft und nur wenn PV anliegt?
Hallo olischu1990,
es wird ein Feuchteanbauschalter benötigt, so heißt dieser auch.
7181418 - Feuchteanbauschalter 24 V
7452646 - Feuchteanbauschalter 230 V
Dass die Kühlung im Sommer nur läuft, wenn ausreichend PV-Energie vorhanden ist, lässt sich durch eine Betriebsartenumschaltung realisieren. So kannst du über einen Schaltkontakt dafür sorgen, dass im Heiz-/Kühlbetrieb auf die normale Betriebsart umgeschaltet wird. In dieser wird gekühlt, sobald die Kühlgrenze überschritten wurde.
Kühlgrenze = eingestellte Raum-Solltemperatur + 4K
Kühlbetrieb aktiv: Langzeitmittel Außentemperatur (3h) > Kühlgrenze
Kühlbetrieb inaktiv: Langzeitmittel Außentemperatur (3h) < Kühlgrenze - 1K Hysterese
Wenn sich die Betriebsart vorher in der Nur Warmwasserbereitung oder im reduzierten Betrieb befindet, wird nicht gekühlt.
Um das Umsetzen zu können, wird noch die externe Erweiterung EA1 benötigt.
Alternativ kannst du die Smart Grid Funktion nutzen. Über die Kontakte 216.1 (B) bzw. 216.4 (A) kann die SmartGrid-Funktion direkt an der Wärmepumpenregelung ausgeführt werden. Die Ansteuerung erfolgt dabei über ein separates Schütz, welches einen potentialfreien Kontakt zwischen X3.1 und 216.1 (B) bzw. 216.4 (A) herstellt.
Hinweis:
- Falls Smart Grid an die beiden Digital-Eingänge auf der Grundleiterplatte angeschlossen ist („Freigabe Smart Grid 7E80“ auf „4“), darf die externe Aufschaltung für die Heiz-/Kühlkreise nicht eingeschaltet werden („Fernbedienung 2003“ auf „2“). Sonst ist Smart Grid nicht aktiv.
- Die EVU-Sperre ist im Funktionsumfang von Smart Grid enthalten. Daher darf in diesem Fall das EVUSperrsignal nicht an den Anschlüssen X3.6 und X3.7 angeschlossen werden.
Die Funktionen die darüber ausgeführt werden können, sind folgende:
■ kein Kontakt geschlossen: Wärmepumpe ist im Normalbetrieb
■ Kontakt (A) geschlossen: EVU-Sperre
- Verdichter AUS
- Heizwasser-Durchlauferhitzer kann eingeschaltet werden („Leistung für Heizw.-Durchlauferh. bei EVU-Sperre 790A“).
■ Kontakt (B) geschlossen: Betrieb der Wärmepumpe mit angepassten Temperatur-Sollwerten für verschiedene Funktionen. Die Änderungen werden mit folgenden Parametern eingestellt:
- Trinkwassererwärmung: „Smart Grid Sollwertanhebung für Warmwasserbereitung 7E91“
- Beheizung Pufferspeicher: „Smart Grid Sollwertanhebung für Heizwasser-Puffersp. 7E92“
- Raumbeheizung: „Smart Grid Sollwertanhebung für Raumtemperatur Heizen 7E93“
- Raumkühlung: „Smart Grid Sollwertabsenk. für Raumtemperatur Kühlen 7E95“
- Der Verdichter schaltet sich nur bei Bedarf ein. Die gültigen Einschaltbedingungen für die jeweilige Funktion müssen erfüllt sein. Für die jeweilige Funktion muss im Zeitprogramm eine Zeitphase aktiv sein.
- Auf die Zusatzheizungen haben die angepassten Temperatur-Sollwerte keinen Einfluss. Die Zusatzheizungen werden bei den Grenzen ausgeschaltet, die ohne Smart Grid gelten.
■ Kontakt (A) und (B) geschlossen: Die Anlagenkomponenten werden auf die eingestellten max. Temperaturen beheizt oder auf die Mindesttemperaturen gekühlt. Der Verdichter schaltet sich
sofort ein, auch wenn keine Zeitphase im Zeitprogramm aktiv ist.
Max. Temperaturen für verschiedene Funktionen:
- Trinkwassererwärmung: „Max. Warmwassertemperatur 6006“
- Beheizung Pufferspeicher: „Max. Temperatur Pufferspeicher 7204“
- Raumbeheizung: „Max. Vorlauftemperatur Heizkreis 200E“
- Raumkühlung: „Min. Vorlauftemperatur Kühlung 7103“
- Zum Erreichen der max. Temperaturen darf der Heizwasser-Durchlauferhitzer eingeschaltet werden. Die max. Stufe ist einstellbar („Smart Grid Freigabe E-Heizung 7E82“).
- Auf die übrigen Zusatzheizungen, z. B. externer Wärmeerzeuger haben die max. Temperatur-Sollwerte keinen Einfluss. Die Zusatzheizungen werden bei den Grenzen ausgeschaltet, die ohne Smart Grid gelten.
- Die Anlagenkomponenten werden nacheinander gemäß den festgelegten Prioritäten beheizt oder gekühlt, z. B. Trinkwassererwärmung vor Raumbeheizung.
- Die „Ausschaltgrenze Wärmepumpe bivalenter Betrieb 7B0F“ wird auf –30 °C verschoben, sodass die Wärmepumpe auch bei niedrigen Außentemperaturen in Betrieb bleibt.
Viele Grüße
Flo