Moin
Bei mir wurde im Juni 2025 eine Wärmepumpe Vitocal 252-A AWOT-E-AC 251.A19 eingebaut
Mein Einfamilienhaus aus dem Jahr 2006 hat 9 beheizte Räume mit einer Fläche von ca. 160m². Es besteht ein Kreislauf mit 7 Heizkörper ( 7 Räume) und eine Fußbodenerwärmung die 8 Räume erwärmt.
Für die Fußboden Erwärmung wurde folgendes verwendet.
6 x Raumfühler Uponor digit. Smatrix Wave
8 x Thermoantrieb Uponor Vario S Edelstahlv.
1 x Regelmodul Uponor Smatrix Wave Pulse
X-265 6X
1 x Schnittstelle Uponor Pulse com SmatrixPulse com R-208
Die Heizkörper haben Viessmann ViCare Smart Home (ZK03840) – Heizkörperthermostate.
Die Anlage verhält sich wie folgt:
Der Heizbetrieb beginnt ab Oktober 2025.
In den ersten 120 Tagen hatte die Anlage 900 Betriebsstunden und ca. 3200 Starts.
In den letzten 85 Tagen hat die Anlage 707 Stunden gelaufen und 2286 Starts.
Diverse verschiedene Einstellungen mit dem HB und meinerseits brachten nur eine minimale Veränderung des Taktverhaltens.
Die JAZ beträgt 4,35.
Die Gebäudeheizlast beträgt nach Berechnung 7,576 KW
Die Taktzahl wird aktuell niedriger gehalten,
indem ich die Anlage stundenweise im Reduzierten Heizmodus läuft.
Die Heizung fängt morgens nach dem reduzierten Betrieb an zu heizen ohne größere Unterbrechungen. Nach einer gewissen Zeit, die Räume haben noch nicht ihre eingestellte Temperatur erreicht, schaltet die WP immer wieder ab, weil die Rücklauftemperatur zu hoch ist. Ab da begann das häufige Takten.
Leider komme ich mit den Fachpartner nicht weiter.
Screenshots im Anhang.
Heir meine unbeantworteten Fragen
Mit freundlichen Grüßen
Heiko
Sicher, dass du eine A19 hast? Die wäre viel zu groß. Wahrscheinlich hast du das aus der ViCare-App. Dort wird die max. mögliche Konfiguration angezeigt. Schau mal auf das Typschild der Außeneinheit.
Aktuell hast du ein sehr ungünstiges Verhältnis von Laufzeit und Starts. Die mittlere Laufzeit beträgt gerade einmal 17min. Du solltest mindestens auf 30min kommen, besser >1h.
Zur Beurteilung wäre noch die aktuelle Heizkurve interessant sowie ggf. eingestellte Zeiten mit Temperaturabsenkung?
Mit FBH und Radiatoren solltest du einen Puffer haben. Wie groß bzw. klein ist der denn?
Die ganzen Einzelraumregler können eine wesentliche Ursache für das Takten sein, obwohl die Smatrix Wave Pulse offenbar eine gewisse Intelligenz mitbringt und nicht alle Kreise gleichzeitig abwürgt.
Ein extra Puffer ist nicht verbaut.
@HeikoGrau schrieb:Ein extra Puffer ist nicht verbaut.
Dann müsstest du aber eine 2C-Anlage haben, um die FBH und die Radiatoren mit unterschiedlicher VLT zu bedienen? Diese ist nicht ganz unkritisch und hat für den Betrieb ein paar Voraussetzungen.
Oder laufen die Radiatoren mit der gleichen VLT wie die FBH?
Ich hoffe so steht es auf der Rechnung. Anbei die Daten von der Außeneinheit.
Ja ich habe ein Heizkreis und habe die Radiatoren und die FBH hat die gleichen VLT
OK, ich versuch mal eine Einschätzung nach den inzwischen vorliegenden Informationen:
Bei einer berechneten Heizlast von unter 8 KW ist die offenbar tatsächlich verbaute A19 stark überdimensioniert - man könnte auch sagen: permanent unterfordert.
Der WP bleibt gar nichts anders übrig, als zu takten.
Deine Heizkurve erscheint gut eingestellt, deine JAZ bzw. deine Effizienzwerte sind überwiegend auch nicht schlecht, die Anlage läuft so gut wie sie bei den Gegebenheiten eben kann.
Mein Ratschlag wäre, die WP dauernd in den geräuschreduzierten Betrieb zu versetzen.
Damit wird die maximale Leistung gedämpft und die WP braucht so länger, um die Solltemperatur zu erreichen bzw. die WP taktet dadurch weniger.
Lt. Hersteller ist der geräuschreduzierte Betrieb absolut unschädlich für die WP.
So du keinen Pufferspeicher hast, wäre zu überlegen, einen solchen nachzurüsten - sofern du keine Diskussion/Rechtsstreit mit deinem Fachbetrieb in Richtung Verkleinerung der WP wegen Fehl-Auslegung beginnen willst.
Kannst dir ja mal die Daten meiner Anlage in meiner Signatur anschauen, meine WP läuft seit Ende Februar im (geräusch)reduzierten Betrieb, weiterhin habe ich die Schwellen-Temperatur für die Sommersparschaltung auf 15°C abgesenkt, so bleibt die WP zurzeit ab dem Vormittag für den Rest des Tages ganz aus, Dank Pufferspeicher.
Zur Einschätzung der Heizlast: Unser Haus ist leider nicht so gut gedämmt (Stand ca. 1995), eine grobe Berechnung der Heizlast hatte mal 17 KW ergeben, allerdings reichte bisher auch bei - 15°C und Dauerfrost unsere A13 locker aus, sogar ohne elektrischen Zusatzheizer.
@Nitram19 hat das Wesentliche schon geschrieben.
Die A19 ist völlig überdimensioniert. Wie kommt ein HB bei einer Heizlast von 7,5kW auf diese Anlage?
Knapp dimensioniert hätte dir wahrscheinlich eine A08 gereicht. Bis zur A19 kommen noch die A10, A13 und A16 dazwischen.
Ein Puffer kann die Überdimensionierung hinsichtlich des Taktverhaltens etwas abfangen, aber der muss dazu schon üppig sein.
Ruf dir im Netz einfach mal daß Datenblatt zur 250 A19 auf.
Da sind die kleineren Modelle auch aufgeführt.
Und dann Vergleiche die Daten in der Spalte Leistungsregulierung die immer angegeben sind mit A (Außentemperatur) Gradzahl und Vorlauftemperatur (35 oder 55).
In der Spalte kannst du dann entnehmen in welchem Leistungsbereich die WP arbeiten kann.
D.h. die unterste Leistungsstufe bei der A19 ist schon so hoch dass die Wärme unmöglich abgenommen werden kann bzw gleich erreicht ist und sie abschaltet.
Wie die Mitstreiter schon schreiben den FP ansprechen wie er bei der Heizlast gegen alle Regeln der Kunst auf die A19 kommt.
Ich persönlich würde auf Austausch drängen gegen höchstens A10 wenn noch Speicher kommen sollte, vermutlich A08 besser wenn ohne Speicher.
Das Problem wird dich ansonsten dauerhaft begleiten solange die A19 im Betrieb ist.
Und bekanntermaßen ist die Startphase die Situation die bei einer WP für den höchsten Verschleiß sorgt und der geräuschreduzierte Betrieb wird dir nur bedingt helfen da er die WP im oberen Leistungsbereich einbremst den du aber mit der A19 mit den Vorlauftemperaturen (Heizkurve) vermutlich nie erreichen wirst.
Gruß Karl
HAllo
Danke für die Information an euch @Nitram19 @kalle999
. Ich hatte mir fast so etwas gedacht., da alle Einstellungen keine wesenliche Verbessung brachten
Mein Heizungsmonteur (Viesmann Fachpartner) ist mir keine große Hilfe.
Er hat mir als Nachbesserung ein Angebobt für ein Speicher gemacht und das sollte 4500 Euro kosten.
Jeztz stellt sich für mich die Frage was ist sinnvoll.
Speicher einbauen lassen oder Austausch der Anlage?
Hallo Danke für die ausführliche Antwort.
DIe Einstellung mit den geräuschreduzierte Betrieb habe ich schon gemacht. Die Taktung wurde nicht sichtbar weniger.
Wie steht der FP denn zum Tausch der Anlage? Das wäre auf jeden Fall die bessere Wahl. Die A19 bleibt auch mit Speicher viel zu groß.
Wenn du mich fragst, würde ich bei deiner Kombination aus FB-Heizung und Radiatoren/Heizkörpern beides machen:
WP verkleinern und Pufferspeicher einbauen.
Auf Dauer wirst du mit der A19 sicher nicht glücklich werden, was die Wirtschaftlichkeit betrifft!
Nochmal zum Eingangskommentar.
Du schreibst daß die Anlage abschaltet obwohl die RT nicht nicht erreicht ist aber die Rücklauftemperatur zu hoch ist.
Mit welchem Volumenstrom arbeitest du im Heizbetrieb und wurden die Filter sowohl in der Außeneinheit als auch im Keller inkl. Schlammabscheider geprüft gereinigt?
Ggf bringt es kleine Hilfe wenn der Volumenstrom erhöht wird um die Wärme schneller in die Heizkörper zu bringen in der Hoffnung dass der RL erst später zur Abschaltung führt.
Bedauerlicherweise werden die smarten Thermostate ihren Teil beitragen das zu verhindern und ggf wieder ausbremsen.
Zum anderen wird man berücksichtigen müssen welche Geräuschkulisse sich dann im Leitungsverlauf einstellt und hier austarieren müssen.
Gruß Karl
Hallo,
Über ein Austausch der WP ahben wir noch nicht gesprochen.
Ich will jetzt fakten sammeln und dann eine Nachbesserung einfordern.
Er wollte als Nachbesserung den Speicher für 4500 Euro einbauen. Das habe ich abgelehnt.
Da war er bockig und sagte ich sollte es mir in Ruhe überlegen.
Der Volumenstrom ist in der Heizphase ca 1200 bbis 1200 l /h. Es wurde schon mit untschiedlichen Pumpenströmen gearbeitet.
Der einbau einer zusätzlichen Pumpe brachte keine Verbesserung.
Weisst du, mit welchen Rohrdurchmessern bei dir die IDU und ODU verbunden sind und wie lange die Leitungen sind?
Von VM gibt es da Empehlungen, anstelle Standard-DN-25 mm Leitungen auf dickere DN 32 Leitungen zu gehen, sobald eine einfache Leitungslänge von ca. 3 m (?) überschritten wird.
Welcher Kompaktfilter ist bei dir verbaut - 100 Mikrometer Maschenweite (= Standard) oder 300 Mikrometer (= "Sanierung")?
Dein Volumenstrom bleibt konstant und fällt nicht langsam aber sicher ab?
Der volumenstrom nimmt ab, da die Uponor die einzelnen Kreise der Fb abriegelt sobald die Temperatur in den Räumen erreicht ist.
Zu den Filtern kann ich nix sagen, sie sind nicht extra aufgeführt.
Die einfache Leitungslänge betrogt 11 m. Nach den Durchmesser schaue ich nachher nach.
Der Viessmann Fachpartner hat 28mm Leitung genommen bei verbauten 30 m.
Das könnten für dich nun schon 3 Argumente gegenüber deinem FB sein:
1. WP viel zu groß ausgelegt bei vorliegender anderslautender Wärmebedarfsberechnung.
2. Falls keine Berechnung vom FB vorliegt, die die aufgrund der Leitungslängen relativ dünnen DN 25 Rohre rechtfertigt, kann dies als Fehler gewertet werden.
3. Falls kein Kompaktfilter oder zusätzlicher Filter zwischen IDU und ODU verbaut wurde, ist das der nächste Fehler, Viessmann schreibt bei Sanierung/Umbau von Bestandsanlagen seit 2024 mindestens 1 solchen Filter vor.
28 mm Aussen würde DN 25 entsprechen, hast du aussen gemessen?
Ja außen sind 28mm
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