Hallo,
Unser Haus soll zukünftig mit einer Wärmepumpe beheizt werden.
Die Heizlast wurde mit 11,6kW ermittelt bei rund 200 m2.
Es wird auch auf Fußbodenheizung mit 35 grad C Vorlaufumgestellt werden und einer Brauchwasserwärmepumpe.
Der Heizungsbauer möchte eine Vitocal- A19 mit 600l Pufferspeicher verbauen.
Das kommt mir sehr groß vor, erwartet hätte ich A13 event. A10.
Was passt zu unserem Haus?
Grüße, Thomas
Nimm keinesfalls die A19. Die A13 passt doch perfekt.
Die A19 kann nur wesentlich schlechter nach unten modulieren, was in der Übergangszeit zum Takten der Anlage führen kann. Das fängt der 600l Puffer zwar etwas ab, aber mit der A13 bräuchtest du diesen wahrscheinlich gar nicht.
Außerdem liefert die A19 bei sehr tiefen Temperaturen kaum mehr als die A13.
A-10/W35 | A13: 10,3kW | A19: 10,79kW
A-15/W35 | A13: 8,9kW | A19: 9,29kW
Die A10 würde vermutlich auch vollkommen ausreichend sein. Die A19 definitiv zu groß, wie kommt er darauf diese zu verwenden? Die Frage ist natürlich wir gut die Angaben zur Berechnung waren und ob da grob mit dem bisherigen Verbrauch übereinstimmt.
Du weißt aber hoffentlich,dass es bei den Wärmepumpen unterschiedlich grosse Ausseneinheiten,aber nur zwei Inneneinheiten gibt?
Ich will damit vermeiden,dass du die Pferde scheu.machst,dann aber feststellt,dass du auf die Nummer der IDU geschaut hast.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen,dass der HB eine Heizlast Berechnung durchführt und sich dann doch für ein zu großes Gerät.entscheidet.
Ja den Fall hatte ich bei Anlieferung ebenfalls...weil auf dem Innengerät A16 stand. Gibt es denn ein A19 Innengerät? Dachte das wäre immer das A16. Aber ja da hast du Recht, sollte man genau kontrollieren ob es sich wirklich um das Außengerät A19 handelt das definitiv zu groß wäre.
Das mit dem Vorstellen ist ne andere Geschichte, es gibt offensichtlich immer noch genug Heizungsbauer für die Wärmepumpen Neuland sind und die immer noch liebe zu groß als zu klein anbieten wie man es früher bei Gas und Öl auch gerne gemacht hat...da würde ich allerdings gar nicht erst mit zusammen arbeiten wollen weil weiter Probleme vorprogrammiert sind.
Die Heizlastberechnung hab ich über den Energieberater machen lassen um die Sanierung des Daches und der Fenster zu berücksichtigen. Es wurde ein Modell vom Haus erstellt.
Er meint lieber eine Nummer zu groß, nicht dass es im Haus einmal zu kalt wird im tiefsten Winter….
Geschaut hab ich am Außenherät. Zitat: An die Grenze geht er nicht ran.
Dann such dir besser einen anderen Heizungsbauer. Das taugt nichts!
Für den extremen Winter gibt es den Heizstab...bei mir wurde über 13kw berechnet und vorher grob mit einer 8er gerechnet und die A10 hat nicht einmal den Heizstab benötigt trotz des relativ kalten Winters.
Außerdem will er ja nicht nur eine Nummer größer gehen sondern gleich das größte Modell verbauen... anscheinend also wenig Sachverstand
Er muss die Takterei ja auch nicht aushalten. Schwache Kür vom Energieberater.
Ich kenne deine Normaußentemperatur nicht, aber bei unter -10°C und 11,6kW Heizlast würden beide Anlagen für einen monovalenten Betrieb noch zu klein sein. Mit dem Ansatz "An die Grenze geht er nicht ran." müsste die Anlage noch größer sein. Praktisch spricht viel dafür, die Anlage immer etwas unterhalb der Nennheizlast zu dimensionieren.
Im Gegenzug können kleinere Anlagen prizipiell niedriger modulieren, was das Taktverhalten verbessert und über einen wesentlich größeren Zeitraum wirksam ist. Allerdings muss man auch hier genau hinsehen, da die feinen Leistungsabstufungen im Katalog durch limitierte Grundmodelle entsteht. Die untere Modulationsgrenze ist dann für die Schwestermodelle in der Regel identisch.
Dass dir ein Energieberater zu einer zu großen Anlage rät, ist schon sehr merkwürdig. Seine Aufgabe besteht auch darin, so etwas zu vermeiden. Und gerade die A16/19 haben schon eine sehr merkwürdige Kennlinie.