Hallo,
Ich hab eine Vitoladens 300, Alter ca. 17 Jahre. Seit ca. 5 Jahren kommt es trotz jährlicher Kundendienste immer wieder mal zu Störungen. Sie springt dann mit Hilfe des Entstörknopfes zwar wieder an, nach einigen Stunden kommt dann aber wieder die nächste Störung.
Bis jetzt war nach Wechseln der Düse das Problem immer wieder vorbei.
Aktuell ist es so, dass ich im Oktober den regulären Kundendienst machen hab lassen. Es wurden Düse und Ölfilter gewechselt. Im Januar dann wieder Störmeldungen. Wieder neue Düse durch den Heizungsbauer eingebaut. Und jetzt hab ich schon wieder Störungsmeldungen. Sie springt durch den Entstörknopf zwar wieder an, aber nach ein paar Stunden geht der Spuk wieder von vorne los.
Was kann die Ursache sein, dass alle paar Monate die Düse ein Problem ist ?
Danke für Eure Hinweise !
Ich denke nicht,dass es an der Öldüse liegt.
Eher schon an einer porösen Ölleitung bzw. Entnahmegarnitur. Unter Umständen hängt auch das Bodenventil in der Entnahmegarnitur ? Das hâtte zur Folge,dass das Öl bei längerer Stillstandszeit zurück in den Tank läuft. Beim nächsten Start des Brenners würde also kurzzeitig Luft angesaugt. Und die Regelung gibt eine Fehlermeldung aus. Z.B.Brennstoffmangel
Einmal.Entstörtaste drücken. Und weil die Ölleitung nun schon voll ist,geht der Brenner anstandslos in Betrieb. Bis zur nächsten längeren Pause.
Längere Pause ? Weiß nicht so recht....
Das Problem hab ich im Winter öfter als im Sommer. Und da wird die Heizung öfter anspringen als im Sommer. Oder hab ich da jetzt einen Denkfehler ? Bin nur Laie.
Der Begriff ,,Pause,, bezieht sich auf die Stunden am Tag. Nicht auf Sommer oder Winter.
Du solltest also mal drauf achten,wann der Brenner auf Störung geht. Anders ausgedrückt,wie lange steht der Brenner,bis beim Start erneut die Störung auftritt.
Was ich nicht verstehe: Wenn die Düse nicht das Problem sein sollte, wieso verschwindet das Problem nach dem Einbau einer neuen dann ? Leider aktuell immer nur für ca. 3 Monate.
Wenn es an einer porösen Leitung oder einem hängenden Bodenventil liegen sollte, dürfte doch der Einbau einer neuen Düse auch nichts ändern, oder ?
Trotzdem vielen Dank für Deine Ratschläge !
Ist ja nicht gesagt,dass meine These stimmt.
Aber wenn es an der Düse liegen würde,warum hast nur du das Problem ? Ich kann mir zumindest nicht vorstellen,dass du der einzige Nutzer bist,welcher diesen Kessel im Einsatz hat.
Sollte noch den einen oder anderen geben, der die gleiche Anlage hat 😉
Ist alles sehr rätselhaft für mich.
Der 1. Monteur hatte versucht mir einzureden, dass der Brenner alt ist ( mit damals 12 Jahren Betriebszeit ! )
Der 2. hatte erst den Schlauch, der aus dem Tank führt, ausgewechselt. Vermutung: zieht eventuell Luft. 3 Stunden nach Montage wieder Fehlermeldung. Dann doch die Düse gewechselt.
Morgen kommt der 3. Monteur in den letzten 5 Jahren. Mal schauen, welche Idee er hat.
Du schreibst ja selbst,dass die Anlage nun 17 Jahre alt ist
Nimm z.B. mal ein Gasgerät. Hier kommt es desöfteren zu Problemen mit dem Ionisationsstrom. Das Problem.legt sich kurzzeitig,wenn die entsprechende Elektrode getauscht wird. Sicher sind die Elektroden Verschleißteile,aber alle halbe Jahre ?
Bei solchen Geräten liegt es sehr häufig an einem verschmutzten Wärmetauscher oder undichten Abgassystem. Hier ist einfach der Kondensatanteil im Abgas zu hoch und verfälscht die Werte
Warum hilft dann aber ,zumindest kurzzeitig,ein Austausch der Elektrode ? Ist mindestens ebenso rätselhaft.
Was ich damit sagen will; ich kann nicht jede Frage umfänglich beantworten. Man kann nur Überlegungen anstellen und auf Erfahrung zurückgreifen
Für deinen speziellen Fall könntest mal probieren,die Schläuche des Brenners direkt in einen Kanister mit Heizöl zu stecken. Macht der Brenner noch immer Zicken,wäre mindestens die Ölversorgung aus dem Focus.
Läuft der Brenner ohne Probleme,muss der Fehler zwangsläufig in der Versorgung liegen.
Mercy für Deine Mühe !
Lass zur Sicherheit auch den Motorkondensator nachmessen bzw. austauschen wenn "die Fachkraft" damit überfordert ist.
17 Jahre sind eine langen Zeit für den Kondensator und die Erfahrung zeigt, das die Motorkondensatoren oft gealtert sind.
Zum Düsentausch gibt es zwar keinen "nachvollziehbaren" Zusammenhang, aber Du schließt eine Fehlerursache aus.
"Alt" ist zwar richtig, aber kein Grund für wiederkehrende Störungen. Ich kenne bis 37 Jahre alte Anlagen die laufen wie im neuzustand weil die Verschleißteile bei Bedarf gewechselt wurden.