Guten Morgen zusammen,
ich habe mich jetzt schon etwas durch die Beiträge hier im Forum durchgelesen und auch schon einige Erkenntnisse gesammelt. Ich habe aktuell eine 333F von 2008 mit 19kW und möchte mein Heizsystem von reinem Heizkörperbetrieb in zwei Etagen auf Fussbodenheizung umbauen. Zusätzlich kommt ein Kamin mit Wasserwärmetauscher und entsprechendem Pufferspeicher. Nun möchte ich die Kombitherme gegen ein reines Wandgerät tauschen um auch etwas Platz im Keller zu schaffen wenn der Pufferspeicher dazukommt. Aktuell werden viele junge und gute B3HG für kleines Geld auf dem Gebrauchtmarkt angeboten und da möchte ich zuschlagen. Die benötigte Heizlast des Hauses liegt bei etwa 8,5kW, von daher würde ein 11kW Gerät ausreichen. Startleistung habe ich durch mitlesen gelernt ist auch beim 19kW Gerät gleich. Meine Frage: Kann ich bedenklos auch auf ein 19kW Gerät zurückgreifen und dies in der Leistung einreduzieren oder würden mir hier im Sinne der Effizienz zum eigentlich eher passenden 11kW Gerät einbußen drohen? Hintergrund ist, es werden tendenziell mehr 19kW Geräte wie 11kW Geräte angeboten.
Danke schonmal vorab!
In Bezug auf Effizienz nehmen sich ein B3HG in den Ausführungen 11 kW oder 19 kW wegen gleicher verbauter Hardware nichts ab.
Die Mindestmodulation liegt jeweils bei 1,9 kW, die Maximalleistung bei 11 kW bzw. 19 kW. Die höhere Leistung des 19 kW-Gerätes macht sich allerdings beim Aufheizen des Pufferspeichers bemerkbar.
Bei Anwesenheit eines Pufferspeichers spielt aber auch das Qualitätsmerkmal Mindestleistung keine Rolle.
Es wäre daher eine Überlegung wert, anstelle des Vitodens 300-W, B3HG, einen Vitodens 200-W, B2HF, einzusetzen.
Beim Einsatz eines Pufferspeichers ist auch die zweite Stärke des B3HG, die Druckregelung, überflüssig.
Im Zusammenspiel mit einem Pufferspeicher kann der B3HG seine Stärken nicht ausspielen.
Bei der WW Bereitung schaltet das 11 kW Gerät auch auf 19 kW um.
Wenn du den 11 kW günstiger bekommst, kannst du den nehmen.
Sonst ist es egal. einen 200er würde ich nicht nehmen.
Wofür genau ist die Druckregelung? Wäre es denn ein Nachteil eine 300er zu verwenden anstelle der 200er?
Wenn Geld keine Rolle spielt, dann ist es zumindest technisch kein Nachteil, allerdings bei dem geplanten Anlagenaufbau, Stichwort Pufferspeicher, auch kein Vorteil.
Ein Nachteil wird allerdings durch den Einsatz des Pufferspeichers immer bleiben: Eine schlechtere Gesamteffizienz gegenüber der Standardlösung, bei der der B3HG die Heizkörper bzw. Fußbodenheizung direkt versorgt.
Wenn der B3HG die Heizkörper direkt versorgt, kann er im Modus "Druckregelung" betrieben werden. Dabei wird zwischen Vor- und Rücklauf ein definierter Differenzdruck angelegt, wodurch sich die Heizkörper optimal mit Heizwassser versorgen lassen.
Bei FBH dürfte die Förderleistung der internen Pumpe des B3HG nicht zur direkten Versorgung der FBH ausreichen. Hier wird man um eine oder zwei (bei zwei Heizkresien) externe Pumpen nicht drumherumkommen.
Wurde der wasserführende Kamin mit dem Pufferspeicher als Folge wegen der 65%-Regelung (mIndestens 65% erneuerbare Energien) angestrebt?
Wenn ohnehin eine komplette Fußbodenheizung geplant ist, würde ich auf Wärmepumpe umstellen und den wasserführenden Kamin, den Vitodens 200/300 und den Pufferspeicher vergessen.
Wenn du eh auf FBH umbaust, würde ich kein Gasgerät mehr einbauen, sondern gleich auf WP setzen.
Denn ein Gasgerät wird hier immer überdimensioniert sein. Das gilt übrigens auch, wenn du ein 19kW-Gerät auf 13 kW runterdrehst. Denn die Maximalleistung wird eh nie abgefordert. Und ein Eindampfen der Leistung ändert rein gar nichts an der Startleistung oder Modulation.
Die Gesamteffizienz ist mit dem Puffer natürlich schlechter…
Kamin aus dem Grund, weil ich die Wärme mag und auch Spass daran habe Brennholz selbst zu werben. Und warum die Wärme nicht nutzen, um den Gasverbrauch zu senken und die Wärme darüber auch in die anderen Räume bringen.
Für die Fussbodenheizung hätte ich das Zusatzmodul für die Heizung geplant. Ich überlege sogar den Keller auch mit FBH auszurüsten, was dann insgesamt 3 Etagen wären.
WP kommt erstmal nicht für mich in Frage, will aber zumindest mit der FBH und der niedrigen Vorlauftemperatur schonmal die Rahmenbedingungen dafür schaffen.
Es ist noch nicht alles bis ins Detail geplant, habe da bisher noch keinen fähigen Monteur hier im Raum Duisburg gefunden der Interesse daran hat so etwas vernünftig zu planen.
Machen die Fussbodenheizungsmodule von Viessmann, die man direkt unter die Geräte schraubt überhaupt Sinn bei einem Pufferspeicher oder sind die eher für die direkte Bedienung einer FBH über die Therme Gedacht?