Ausgangssituation Zwei identische Anlagen mit: Vitocrossal 300 35 Kw , Vitocell 160-E, Vitotrans 353 PZMA in Augsburg auf zwei Häusern auf einem Grundstück. Jede Anlage zur Warmwasser und Heizungsunterstützung. Eingebaut 2021 und 2023. Die Häuser sind Luftlinie ca. 60 Meter auseinander. Haus A hat auf dem Dach 6 Vitosol 200 FM Flachkollektoren - das Dach hat eine Südausrichtung Haus B hat auf dem Dach 4 Vitosol 500-TM SP3C Vakuum Hochleistung Röhrenkollektoren - das Dach hat eine Westausrichtung. Im letzten Jahren hatte ich das Problem, dass bei hoher Sonneneinstrahlung bei Haus B die Röhren Kollektoren regelmäßig ( eigentlich täglich bei Sonne) wegen hoher Überhitzung des Solarmediums grundsätzlich zwischen ca. 12.00 bis 13.30 abgeschalten haben. D.h. keine Ausbeute an dem Tag für den Puffer Speicher der Kessel lief munter auch im Hochsommer. Dies ist durch eine leistungsstarke Pumpeneinheit Oventrop Übergabestation Regusol LH-180 DN25 2-15l/min mit WILO Pumpe ST 25/7 durch den Heizungsbauer so gut wie behoben worden. Ich komme kaum mehr über 80 Grad auf dem Dach mit entsprechender, allerdings dennoch sehr geringer, Ausbeute für den Speicher. Wenn ich die beiden Anlagen von der Leistungsausbeute vergleiche wird es interessant. Dies ist mir problemlos möglich, da ich beide Anlagen auf dem Handy habe. Die Flachkollektor Anlage auf Haus A ( ca. 15 qm Fläche) hat das 10 Fache an Leistung, bei kleinerer Solar Fläche, als die Röhrenkollektoren mit größere Fläche (ca. 18 qm Fläche). Darüber hinaus sollten speziell diese Röhren von Viessmann, deshalb wurde auch für die Westseite auf dieses Produkt gesetzt, vom Grundsatz her noch eine ca. 20 % höhere Leistungsausbeute gegenüber Flachkollektoren auf einer identischen Fläche ausweisen. Soweit zumindest die techn.Daten. Jedoch, wie erwähnt einmal Südausrichtung Haus A und einmal Westausrichtung Haus B. Ein extrem Beispiel aus der Zeit wo wir März/April die schönen Sonnentage hatten Haus A Flachkollektor am 6.4.26 15.46 Uhr 48,7 kwh gemessen Haus B Röhrenkollektor am 6.4.26 16.01 Uhr 3,80 kwh gemessen Interessanter sicher ein Zeitraum Haus A 30.5.26 bis 5.4.26 178 kwh Haus B 30.5.26 bis 5.4.26 7.73 kwh Zugegeben ein Extrembeispiel - Meine Frage, wieviel Prozent gehen durch die Westausrichtung trotz höherer Leistung der Röhren Kollektoren von vorne herein verloren? Sollte bei einer Westausrichtung der Kollektoren das System (Röhren / Pumpe / Durchfluss / Drehzahl) besonders eingestellt werden? Ich zitiere, gem. Viessmann: Zusammenfassend: Bei Westausrichtung ist die Möglichkeit der individuellen Drehung der Röhren um ca. \(25^{\circ }\) zur Optimierung auf den Südlauf der Sonne die entscheidende Maßnahme, um trotz "falscher" Dachseite hohe Erträge zu erzielen. In weiteren Dokumentation habe ich auch über das spezifische Hochlaufverhalten der Pumpe bei Westausrichtung gelesen. Ich bin zugegeben Theoretiker in der Thematik der sich durch Lesen schlau macht. Allerding nicht kompetent ist in die Steuerung gestaltend/austestend einzugreifen. Ich lese Dinge wie ideale Einstellung zw. High Flow und Low Flow bzw. es ist die Rede von der Viessmann Vitosolic die die Drehzahl automatisch bedarfsorientiert für eine Westseitenverbauung oder generell, besonders empfohlen, anpasst. Leider komme ich hier aktuell mit meinem Fachbetrieb nicht weiter. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist die Tatsache, dass die Westausrichtung die Systemleistung auf 10% verglichen mit Haus A zu Haus B bei optimaler Einstellung runter drückt. Wer hat einen Rat?
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