Ich verstehe die dahinterstehende Logik nicht. Fakt ist - die WP schaltet ab wenn die VL Temperatur erreicht und keine Wärmeabnahme in ausreichendem Maß stattfindet. Demzufolge muß die Heizkurve angepasst und die VL niedriger gestellt werden damit sie nur soviel Energie erzeugt wie abgenommen wird und nicht noch höher. Dies willst du, mit meiner Meinung nach kontraproduktiven Mitteln, ändern indem du genau das Gegenteil machst. Statt die VL niedriger zu stellen, damit längere Laufzeit der WP auf niedrigeren Level, dazu Energie und Kosten zu sparen und eine bessere JAZ zu erreichen machst du das Gegenteil. Nachts VL erhöhen, obwohl gar kein Bedarf besteht, damit noch mehr Energie aufwenden weil das Verhältnis AT zu VL Soll schlechter wird und damit die Effizienz/JAZ ebenfalls noch mehr verschlechtert. Das ist dann definitiv kein Problem der WP. Schmeiß die Berechnungen in die Tonne. Die Empfehlungen zur Neigung der Heizkurve sind meiner Erfahrung nach für WP nicht tauglich weil zu hoch. Deine Heizkurve/ VL Temperatur ist dann richtig wenn zu allen AT die gewünschte höchste RT erreicht wird - und zwar bei voll geöffneten Thermostaten. Also klären welche RT gewünscht, bzw vom Gesetzgeber vorgegeben ist und dann mit den Mietern weiter besprechen wie die Vorgehensweise zur Ermittlung der VL Temperatur stattfinden muss. Idealerweise macht man die Einstellungen wenn's kalt ist, also unter 5° AT und notiert die ermittelten VL Temperaturen in 5er oder 10er Schritten. Damit kann man dann auch die entgültige Heizkurve festlegen. Dabei spielen die Angaben auf den Thermostaten zu den empfohlenen Einstellungen überhaupt keine Rolle und es steht nirgends geschrieben das eine bestimmte RT bei einer bestimmten Thermostatstellung erreicht werden muß. Es sind lediglich Hinweise wann das Thermostat zumacht. Spätestens wenn deine Mieter merken dass die Thermostate geöffnet sein müssen damit die RT erreicht wird und das unsinniges handeln, zudrehen über Nacht - damit auskühlen des Raumes und dann erwarten daß innerhalb 10 Min das Zimmer wieder aufgeheizt ist, nicht funktioniert, ihre ihnen zuzurechnenden Kosten erhöhen werden sie ihr Verhalten auch ändern. Wenn die richtige Heizkurve dann erstmal gefunden wurde spielts letztendlich auch keine Rolle mehr welche individuellen Einstellungen die Mieter vornehmen. Die geöffneten Thermostate sollen unter anderem für ausreichenden Volumenstrom und Festlegung der Grenze dienen. Das Volumenstrom Problem wirst du dann wegen deines Speicher nicht haben. Ggf ist die Leistung der Heizkreispumpe zu erhöhen damit die dann niedrigeren aber eigentlich ausreichenden Temperaturen auch zeitnah an den Heizkörpern ankommt. Gruß Karl
... Mehr anzeigen