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Notwendigkeiten Active Cooling/ Testweiser Betrieb

Ich überlege für meine Vitocal 222-S AWBT-M-E-AC 221.E10 (Seriennummer: 7720679201658127) die Active Cooling Funktionalität nachzurüsten. Verbaut ist sie in einem EFH 170m² Wohnfläche mit Fußbodenheizung. Ebenso Verbaut ist der Heizwasserpufferspeicher Vitocell 100-W mit 200l Volumen. In Gesprächen mit HB und Vertriebler wurde mir gesagt, dass dieser Umfahren werden muss, da dieser nicht zum Kühlen geeignet ist. 

Meine erste Frage, woran liegt das? Ich könnte mir sowohl vorstellen, dass Kondensation da ein Thema ist, als auch die Schichtung des Wassers, das kalte Wasser bleibt ja eher im unteren Bereich des Speichers sodass der Betrieb zumindest verzögert wird. Kondensation würde ich weniger als Problem sehen, die Anlage steht im unbeheizten Keller dort werden es maximal 20°C, was den Taupunkt in Temperaturbereiche bringen sollte die ich ohnehin nicht erreichen will.

Außerdem soll ein weiterer 50l Speicher bei Umfahrung des Speichers am Rücklauf angebracht werden. Die Notwendigkeit dieses sehe ich nicht, die Heizkreise werden im Sommerbetrieb alle offen sein, somit sollte doch genug Wasser im Umlauf sein, dass so etwas nicht benötigt wird, aus dem Grund stehe ich auch dem schon verbauten Heizwasserpufferspeicher im nachhinein etwas kritisch gegenüber, habe oft gesehen, dass der bei FBH eigentlich nicht notwendig ist. Und habe auch nie von einer Installation diesem bei Nachrüstung von Active Cooling gehört. Fürchte daher, dass ein gewisses Faible dafür vorhanden ist.

Drittens wollte ich fragen ob nicht eine Testweise Aktivierung der Kühlfunktion möglich ist? Meinungen über den Nutzen des Ganzen gehen ja doch etwas hin und her. Und wenn der Pufferspeicher umfahren werden muss, dann dennoch ein Speicher installiert wird, zuzüglich der Ventil und des Taupunktsensors, schätze ich kommen 2000-3000€ Kosten auf mich zu. Wenn ich dann feststelle, dass es kaum einen Effekt hat wäre das bitter. Wenn es im Haus in Hitzeperioden statt 27°C nur 25°C sind, wäre ich zufrieden und ich würde sagen das ist machbar. 

In der Inbetriebnahme im Anlagenschema habe ich gesehen, dass ich den Pufferspeicher von "Speicher für Heizen" in "Speicher für Heizen/Kühlen" umstellen kann, dann kann ich im Heizkreis 1 auch von "Heizen" auf "Heizen/Kühlen" stellen. In die Codierebene kommt man ja anscheinend nicht mehr. Wären die Einstellungen ausreichend um testweise zu Kühlen? Demnächst wird es ja wieder wärmer. Mir würde es reichen den Vorlauf auf 18-19°C zu stellen um Kondenswasser zu vermeiden, und die Kühlfunktion dann bei Notwendigkeit in der App zu aktivieren. 

1 ANTWORT 1

Für einen beaufsichtigen Testlauf kannst du den Feuchteanbauschalter mit einer Drahtbrücke simulieren.

Evtl musst du noch im IBN Assistenten den Kühlmodus aktivieren (vorher die Heizkurve notieren, die wird bei der IBN zurückgesetzt).

 

>>verbauten Heizwasserpufferspeicher im nachhinein etwas kritisch gegenüber, 

genau - Schwachsinn bei einer FBH. Der HB hat damit seinen Umsatz angekurbelt .

die 221.E10 hat ihren internen Abtaupuffer, das ist genug.

So steht es auch in der Planungsanleitung der 221.E10.

 

Sofern die Heizkurve so eingestellt ist, das die ERR weitgehend offen sind, hat der Estrich ca Faktor 15 an Speichermasse wie 200l Puffer.

 

Bei dem Test kann es dir wirklich passieren, dass das kalte Wasser direkt die Abkürzung nach unten nimmt und im Heizkreis wenig ankommt. Vielleicht legt es sich nach 20 Min wenn der Puffer einmal durchström ist, je nach dem wie die Volumenströme WP und Heizkreis eingestellt sind.

 

Wenn der Test positiv ist könnten man den Puffer entweder in den Rücklauf setzen.

Oder man baut ein paar Absperrventile und T Stücke ein, dass man die Anlage wie bisher, als Puffer mit Stichanbindung, oder ganz ohne Puffer betreiben kann.

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