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Vitoladens 300-C – kein Brennerstart, Aktorentest ohne Funktion, keine Fehlermeldung

Hallo zusammen,
ich habe seit einigen Tagen folgendes Problem:
Meine Vitoladens 300-C BC3 (7542269 702714114) startet nach ca. 40 h Abschaltbetrieb keinen Brennvorgang mehr. Weder Öl-Pumpe noch Gebläse oder Brenner starten. Auch im Schornsteinfegerbetrieb oder Aktorentest erfolgen keine Reaktion. Ich höre keine Relais schalten. Heizkreispumpe und Mischer laufen normal. Adresse 38 steht bei alter und neuer Regelung auf "0". Die Heizung zeigt keine Fehlermeldung an.

Geprüft / getauscht:

  • Regelung (VBC141-C00.002) neu → keine Änderung
  • Codierstecker neu angelernt → keine Änderung
  • Alle Sensoren (Außen, Kessel, Speicher) plausibel (zw. 10 und 12 kΩ), keine Kabelbrüche
  • Temperaturbegrenzer hat Durchgang, keine Kabelbrüche
  • Luftdruckwächter mit ~24V, testweise gebrückt → keine Änderung
  • Anlaufkondensator sieht optisch in Ordnung aus, konnte ich bisher nicht messen
  • Zündbox abgesteckt → Keine Änderung

Messwerte:

  • Gebläse: 230 V vorhanden (Dauerphase), läuft bei Reset-Taste ~0,5s
  • Ölpumpe / Ventile / Zündung / Ölvorwärmer: 0 V (keine Kabelbrüche)
  • Luftdruckwächter 24V

Frage:

Hat jemand so ein Fehlerbild schon gehabt und hat eventuell noch eine Idee? Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Viele Grüße

13 ANTWORTEN 13

Moin Kondensator ist eine Möglichkeit, wird der Gebläsemotor denn warm ?

Dann Kondensator wechseln. Ist in der Regelung auf Klemme 34 denn eine Kabelbrücke

 eingebaut oder ist an Klemme 34 der Schutzschalter von einer Kondensathebeanlage angeschlossen ?

Wenn Ja Kondensatpumpe auf Funktion prüfen.

Moin @Borussia22 ,
danke für deine Unterstützung!


Zu deinen Fragen: Den Anlaufkondensator am Ölpumpenmotor (Ersatzteil 150) habe ich gestern gewechselt, ohne Änderung. Der Gebläsemotor wird nicht warm. Er zuckt auch nicht oder fängt an zu drehen, wenn ich ihn händisch anstoße.

Die Klemme 34 ist korrekt gebrückt. Die Kondensathebeanlage hängt nur an einer separaten Steckdose. Das Wasser im Brennraum läuft ab und die Hebeanlage läuft an. Den Siphon habe ich bereits gereinigt.

 

Was ich gestern noch erfolglos probiert habe:

  • Ich habe die Ölschläuche zeitweise in einen Kanister gestellt, um Öl-seitige Fehler nach der Stillstandzeit auszuschließen.
  • Ich habe eine Klemme des Temperaturbegrenzers abgeklemmt. Der Feuerungsautomat wird verriegelt, das Gebläse läuft auf Hochtouren. Also korrektes Verhalten, weshalb ich den Temperaturbegrenzer als Fehlerquelle ausschließe.
  • Adresse 35 steht auf 0 --> Ein irrtümliches externes Sperren kann ich somit ebenfalls ausschließen.
  • Die erweiterte Sparschaltung ist ebenfalls nicht aktiv: Adresse A6 auf 36

Ich habe nun einen neuen Codierstecker und eine neue Zündbox bestellt. An der Zündbox leuchtet übrigens keine LED (liegt ja auch keine Spannung an ... ). Mal sehen, ob das Abhilfe schafft.

 

Leider brachte weder der Wechsel des Codiersteckers (+einlesen) noch der Wechsel der Zündbox keine Änderung.

Wenn sie gar nichts funktioniert: der STB ist in Ordnung ?

Ja, der Temperaturbegrenzer hat Durchgang. Gemessen mit abgezogenen Kabeln direkt am Bauteil sowie mit aufgesteckten Steckern an den Klemmen x8.8 und x8.9 (lt. Serviceheft S. 129)

Schaltet der Ölvorwärmer denn überhaupt durch ? Der muss ja erst durchschalten nach 3- 5 Minuten, 

sonst läuft das Gebläse auch nicht an

 

Nein, es liegt keine Spannung am Ölvorwärmer an. Ich habe testweise den Stecker abgezogen, L und 1 gebrückt und 15 Minuten im Schorni-Betrieb gewartet, aber auch keine Änderung.

Da liegt doch das Problem. Keine Spannung am Ölvorwärmer, dann hilft es auch ihn zu überbrücken.

Die Frage ist doch warum liegt keine Spannung am Ölvorwärmer an.

Genau! Laut Verdrahtungsschema S.132 des Servicehandbuchs, wird die Phase L über das Relais K11 geschaltet. Die Spannung liegt noch an X3 an, aber das Relais schaltet nicht durch.

Daher vermute ich, dass eine Bedingung in der Sicherheitskette nicht erfüllt ist und daher Steuerungsseitig keine Brennerfreigabe erteilt wird.

- Außentemperatursensor (1): Wird mit ~5°C korrekt angezeigt. Widerstandmessung plausibel.
- Kesseltemperatursensor (3): Wird mit ~20°C korrekt angezeigt. Widerstandmessung plausibel.

- Speichertemperatursensor (5): Wird mit ~20°C korrekt angezeigt. Widerstandmessung plausibel.
- Abgastemperatursensor (15): ~ 9kOhm

- Temperaturbegrenzer (47): Hat Durchgang. Bei Unterbrechung wird eine Störmeldung ausgegeben.

 

Gibt es noch weitere sicherheitsrelevante "Checks", welche die Steuerung vor Erteilen der Brennerfreigabe durchgeht?

 

Kleines Update: Der Widerstand des Ölvorwärmers zwischen L und N betrug etwa 100 Ohm. Ich habe ihn gegen einen neuen getauscht (250 Ohm), was leider auch keine Änderung brachte.

Kann ja auch nix bringen, weil ja keine Spannung am Ölvorwärmer anliegt.

Es muss ja irgendwo eine Unterbrechung in der Sicherheitskette vorliegen.

Überprüfe doch mal den Entstörtaster/Resettaste. Habe es schon mal gehabt das der Schalter hinten am Gehäuse herausgedrückt war. Man kann die schwarze Blende von der Regelung abbauen und dann die Rückseite des Schalters begutachten

Den Entstörtaster hatte ich mir bis dato noch nicht angesehen, danke für die Idee! Ich habe die Blende abgebaut: Mechanisch sieht alles gut aus und auch elektrisch löst der Entstörtaster aus (kurzer Reset der Kesseltemperatur + ganz kurzes Anlaufen des Gebläses). Daher würde ich ihn als Störquelle ausschließen.

 

Beim Ölvorwärmer hatte ich gehofft, dass die Steuerung die einzelnen Komponenten "anpingt" bevor die Brennerfreigabe erteilt wird. War aber eher Prinzip Hoffnung durch Ratlosigkeit 🙂

Moin zusammen,

erstmal Respekt für eure systematische Fehlersuche! Dass alles so akribisch durchgeprüft wurde, ist top. Mehr kann man aus der Ferne eigentlich kaum noch testen.

Da aber, was kurios ist, kein Fehlercode angezeigt wird, scheint hier ein spezielleres Problem vorzuliegen.

Wenn selbst ein Heizungsfachpartner vor Ort (war schon einer da?) nicht weiterkommt, ist das ein Punkt, an dem man darüber nachdenken kann, einen Viessmann Techniker dazu zu holen. Bevor du jetzt noch weiter Teile tauschst, wäre der Blick des Herstellers möglicherweise die effizienteste Lösung.

Halt uns aber bitte auf dem Laufenden, was am Ende die Ursache war.

 

freundliche Grüße
Timo Brüssing


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