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Vitoflame 200_Brennerstörung d1 nach unbestimmter Zeit

Liebe Community,

ich bin neu in der Runde und  sehr zuversichtlich, hier kompetenten Rat zu erhalten 😉

Zunächst einmal einige Eckdaten zur Heizung:

Ölheizung Vitola 200 (22 kW) mit Vitotronic 200 KW 2 und Vitoflame 200 (allesamt Baujahr 2005)

Ich habe die Heizung gebraucht gekauft, weil ich damit die Zeit bis zum Umstieg auf eine WP überbrücken möchte (EFH, zur Vermietung vorgesehen).

Die Heizung war einige Jahre nicht in Betrieb und wurde Ende November von einem Heizungsinstallateur angeschlossen und in Betrieb genommen. Der WW-Speicher Vitocell 300-H ist noch nicht gefüllt und auch nicht ans Trinkwassersystem angeschlossen, wird allerdings mit Kesselwasser geheizt (Speicherladepumpe ist in Betrieb). Die WW-Soll-Temperatur wurde auf 10 °C gesetzt und der Sensor in die Wärmedämmung des Kessels gesteckt.  Das hat alles der Fachbetrieb gemacht. Im Frühjahr soll dann der WW-Speicher noch angeschlossen werden.

Im Rahmen der Inbetriebnahme wurden eine neue Düse (60 / 60° HF), ein neuer Anlaufkondensator und eine neue Ölpumpe eingebaut. Der Brenner lief daraufhin einige Tage, ging anschließend aber immer wieder auf Störung. Mal lief er eine Nacht durch, mal mehrere, mal auch nur einige Stunden. Nach Entstörung springt er aber immer an und läuft dann wieder unterschiedlich lange. 

Ich habe nun den Flammwächter im Verdacht, ein QRB1 C - A 050 Y 2SI (Art.-Nr. 7817285). Dieser ist aber nicht mehr so einfach zu bekommen und kostet dann auch mehr als 100€. Gibt es hier möglicherweise ein anderes Modell, das ebenfalls verwendet werden kann (QRB1 B?)

Die Ölversorgung erfolgt übrigens direkt über ein 60L-Ölfass.

Teilt ihr meine Meinung, dass es am Flammwächter liegen kann oder gibt es eine Sache, die ich sonst noch kontrollieren sollte?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

Kaios_2205

1 AKZEPTIERTE LÖSUNG
27 ANTWORTEN 27

Hallo,

 

>>neue Ölpumpe eingebaut. 

 

incl dem Hubmagnet  ? oder ist das noch der alte?

 

Hallo qwert089,

das ist eine gute Frage. Steht jedenfalls nicht separat auf der Rechnung. 

Wenn dieses Teil auch für die unsystematisch auftretenden Störungen verantwortlich sein könnte, werde ich auf jeden Fall mal eine andere Magnetspule testen. Habe noch eine gebrauchte hier liegen. Danke! 

Hallo,

 

alte Spulen haben, wenn sie warm werden nicht mehr genügend Magnetfeld ob das Ventil anzuheben.

 

Es gibt von Danfoss eine Mobile App um das Magnetfeld der Spulen zu testen.

https://www.danfoss.com/de-de/service-and-support/downloads/dcs/magnetspulen-tester/

 

Das klingt total plausibel! Ich hatte auch schon an ein Wärmeproblem gedacht, weil ich einmal beim Ausfall vor Ort war und in diesem Fall die direkte Entstörung nicht erfolgreich war. Ich musste erst etwas warten, bis er wieder gestartet ist.

Die Magnetspule kostet nach ersten Recherchen nur um die 30 Euro. Denke, dass ich mir eine neue kaufe. Selbst, wenn es das nicht alleinig ist, wäre die Baustelle dann geschlossen. 

Die App konnte ich leider nicht herunterladen, weil mein Betriebssystem zu neu ist. Aber prima Tipp! Auf sowas käme man ja selbst gar nicht.

Schonmal bis hierhin recht schönen Dank. Werde das am Samstag einbauen und danach berichten. 

Dann gab es bei der Entstörung vermutlich keine Flamme.  Dann scheidet der Flammen Wächter doch aus. Was hätte er da detektieren sollen?

Hallo qwert089!

Das Magnetventil ist leider noch nicht gekommen.

Gestern Abend hatte ich den Brenner wieder gestartet und heute morgen gegen 10 Uhr war es noch warm im Haus (Thermostate auf Stufe 1). Der Brenner lief zwar nicht, war aber betriebsbereit, d.h. nicht auf Störung.

In meinem Beisein wollte der dann wieder starten, was aber nicht klappte - er ging auf Störung. Als ich die Störtaste drückte, gab es kein "Drückgeräusch" wie sonst, sondern ich konnte den Knopf ohne fühlbaren Widerstand eindrücken. Nichts tat sich. Als ich eben nach einigen Stunden wieder vor Ort war, klappte die Entstörung wieder wie gewohnt: Druckpunkt und entsprechendes Geräusch. Nach ein bis 2 Minuten kam das gewohnte Klacken des Magnetventiles und zeitgleich der Lüfterstart. Die Flamme folgte einige Sekunden später. Also alles wie es sein sollte, denke ich. 

 

Vielleicht ist es doch nicht (nur) das Magnetventil sondern ein thermisches Problem des Feuerungsautomaten. Deshalb nur schonmal vorsorglich die Frage: Was wäre denn ein Ersatz für den LOA14.171B2V? Dann könnte ich schonmal etwas recherchieren.

 

Vielen Dank!

Hallo,

 

welche S/N hat der Brenner?

 

 

7159799501960107

VEK I-1

Vielen Dank! Wirklich ein super Service hier!

Ich war gerade wieder vor Ort und  erfreulicherweise ist die Heizung bei den heftigen Minusgeraden die Nacht durchgelaufen. Als ich kam, stand sie zwar auf Störung, aber das Kesselwasser hatte noch 49 Grad. Der Brenner ließ sich durch Drücken der Störtaste direkt wieder starten. 

Da es nächste Woche milder werden soll, werde ich jetzt erstmal das Magnetventil tauschen und wegen des Feuerungsautomaten noch abwarten. 

Nochmals vielen Dank bis hierher und einen schönen Sonntag!

 

Guten Morgen!

Ein kurzer Zwischenstand:

Nachdem das Magnetventil erst Mitte der Woche eingetroffen ist, konnte ich es erst Freitagabend einbauen. 

Als ich am Samstagmorgen zur Kontrolle kam, lief die Heizung noch. Die Hoffnung war groß! Gestern Abend dann alles beim Alten... Störung d1. Da der Kessel zu dem Zeitpunkt auch schon wieder abgekühlt war, konnte ich problemlos starten.

Heute war ich noch nicht wieder vor Ort, aber an dem Störungsmuster hat sich m. E. nichts geändert. Deshalb habe ich jetzt den Feuerungsautomaten bestellt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt 😉

 

Eine Sache will ich aber noch sagen:

Da es die letzte Woche mild war und das Haus leer steht, hatte ich die Heizung auf Abschaltbetrieb laufen. Damit lief sie komplett bis zum Austausch der Magnetspule durch, 5 Tage!!! 

Das wäre für mich für die kommende Kälteperiode dann die Rückfallebene, bevor ich das ganze Wasser wieder aus dem System ablassen muss, um Frostschäden zu vermeiden.  

 

@qwert089:

Würdest du den Austausch des Automaten an dieser Stelle denn auch befürworten oder ist es Teile-Roulette?

 

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

Hallo,

 

hat der aktuell verbaute Feuerungsautomat schon die Funktion einen Blinkcode auszugeben ?

 

Nach Störabschaltung leuchtet die rote Störsignalleuchte «LED». In diesem Zustand
kann durch Betätigen des Entriegelungstasters > 3 s die visuelle Störursachendiagnose
gemäß Störcodetabelle aktiviert werden.

 

vielleicht bekommen wir so etwas heraus in welcher Phase er ausfällt.

vielleicht könnte man auch eine Video oder Tonaufzeichung generieren, um zu hören ob der Ausfall passiert, wenn er schon ein paar Minuten gelaufen ist, oder beim Start.. 

Okay, ich fahre später hin und wenn er wieder auf Störung ist, werde ich den Knopf mal etwas länger drücken und schauen, ob hier ein Blinkcode folgt. Da der Brenner von 2005 ist, denke ich aber nicht, dass er dieses Feature schon hat. 

Danke, dass du weiter mit mir am Ball bleibst 😉

Da der Ausfall erst nach mehreren Stunden oder Tagen passiert und das Haus (noch) unbewohnt ist, geht das leider nicht. Der Brenner läuft ja mehrere Zyklen einwandfrei durch und irgendwann entscheidet er sich, mich zu ärgern.

Beim Start gibt es nie Probleme, es sei denn, unmittelbar nach  Auftreten der Störung, d.h. wenn alles noch warm ist. 

Komme gerade zurück. Alles wie gehabt, Brenner auf Störung. Habe den roten Knopf am Feuerungsautomaten mehr als 3 Sekunden gedrückt, aber ein Blinkcode konnte ich nicht erkennen. Wie gesagt, das Teil ist 20 Jahre alt.

Werde jetzt den neuen Automaten einbauen und danach weitersehen...

 

Hallo qwert089,

gestern Abend habe ich den Brenner wieder entstört und dann einmal abgewartet. Der Brenner lief komplett durch (Kesselwasser von 9 °C auf auf 51 °C erwärmt) und ging dann in den Ruhezustand. Bei der Temperatur von 46 °C wollte er wieder anspringen. Das klappte aber nicht. 

Die Geräuschabfolge war wie folgt :

1. Klacken

2. Summen für ca. 10-15 Sekunden...

3. Klacken 

4. Störung

Das Gebläse lief nicht an. Ich konnte ihn dann auch nicht direkt wieder entstören.

Habe ihn kurz stromfrei gemacht und wieder auf Abschaltbetrieb gestellt, was offensichtlich funktioniert.

Der neue Feuerungsautomat LMO 14.111C2 kommt planmäßig am Mittwoch. Selbst wenn hiermit das Problem auch nicht behoben sein sollte, so hat das Modell den von dir genannten Blinkcode, um den Fehler vielleicht hierüber finden zu können.

Ich wünsche eine angenehme Woche.

 

 

 

 

 

 

Hallo,

 

>> Summen für ca. 10-15 Sekunden...

 >>wollte er wieder anspringen. Das klappte aber nicht. 

 

mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist der "neue" Motorkondensator auch defekt.

Hast du ein Messgerät das die Kapazität von Kondensatoren messen kann?

 

Wenn der Kondensatoren kalt ist reicht sie gerade noch dass der Motor sich losreißen kann, wenn der Kondensatoren warm ist, ist die Kapazität geringer und er schafft es nicht mehr.

Oder der Motor hat einen Lagerschaden, der sich nur auswirkt wenn er warm ist.  - das ist eher unwahrscheinlich.

 

VG 

Ja, das hatte ich auch schon mal überlegt. 

Wegen des Messgeräts müsste ich mal einen Kollegen fragen. Ich würde dann im kalten Zustand messen und im warmen, oder? Einfach zwischen den beiden Anschlüssen des Kondensators? Was sollte der denn liefern? Exakt die 4 µF?

Noch eine kurze Frage zum Verständnis:

Ich dachte eigentlich, dass der Kondensator nur für den Start des Motors benötigt wird (Anlaufkondensator). Er hätte sich ja dann gestern über die gesamte Laufzeit des Brenners (ca. 30 Minuten) wieder abkühlen können!? Und trotzdem hat er dann nicht mehr genug Kapazität?

Weniger als 2-3µF sollte er auf keinen Fall haben.

 

ja Kabel abklemmen, evtl noch entladen  und dann messen.

 

Elektrolyt läuft noch nicht aus?

 

 

Nein, es tritt kein Elektrolyt aus. Er ist ja quasi neu. Ich werde heute Abend oder morgen trotzdem mal eine Messung durchführen. Habe ja auch noch zwei alte. Die messe ich dann direkt mal mit. Vielleicht habe ich die ja umsonst getauscht 😉

Ich habe mich dazu entschlossen, nochmal einen neuen Kondensator zu kaufen.

Den letzten hatte ich bei Amazon für nur 10 Euro gekauft: Lumonic Anlaufkondensator Hydra MKP-500 4-A [inkl. Stecker 6,3x0,8mm] | Motorkondensator 4µF 470V 30x48mm I Kondensator mit hochwertigem Metallgehäuse

Auch wenn die Kundenbewertungen sehr gut waren und die Kennzahlen passten, ist er vielleicht doch nicht den hier herrschenden Randbedingungen (Dauerbetrieb, Wärmebelastung) gewachsen.

Ich habe jetzt folgenden Kondensator von der Fa. Riello SpA  gekauft:

Kondensator-Set 4,0 uF 420V 2,8-Fahne (Anschlussfahnen 2,8) Abmaße ø 30 x 48 lang mit Schutzkappe D3...

Ich hoffe, dass dieser okay ist.

Wenn neuer Feuerungsautomat und neuer Kondensator das Problem immer noch nicht beseitigen, bin ich allerdings mit meinem Latein am Ende. Dann muss ich wohl doch früher als erhofft auf WP umsteigen 😉

Vielleicht noch eine Ergänzung:

Der Kondensator von Lumonic hatte breitere Pins, so dass ich neue Stecker an die Kabel crimpen musste. Nicht, dass hierdurch vielleicht notwendiger Anlaufstrom abgeschwächt wird.. 

Mit Umstieg auf den neuen Kondensator muss ich jetzt wieder auf schmale Stecker umrüsten. Das hätte ich mir dann auch sparen können....Mist.

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