Meine 46 Jahre alte Ölheizung wurde kürzlich durch eine Ölbrennwertheizung ersetzt. Vorher hatte ich keinen Aussenfühler der die Vorlauftemperatur über den Mischer entspr. der Außentemperatur eingestellt hat.
Die neue Anlage ist äußerst komplex und mit viel Elektronik ausgestattet. Sehr kompliziert finde ich die Einstellung der Vorlauftemperatur über die Heizkurve. Ich bin davon ausgegangen, dass wenn diese mal richtig eingestellt ist, der Aussenfühler dafür sorgt, dass die Vorlauftemperatur ständig entspr. der Temperatur angepasst wird. Das ist aber nicht der Fall. D.h. bei kälteren Tagen muss ich jedesmal die Heizkurve verändern, was wirklich ein gefusselt ist, bis die gewünschte Vorlauftemperatur erreicht ist.
Das war mit der alten Heizung besser. Da habe ich per Hand den Mischer soweit geöffnet und hatte dann sofort die gewünschte Vorlauftemperatur. Wie gesagt jetzt ist es sehr komplizierter.
Weshalb ist es nicht möglich, dass über den Aussenfühler automatisch die richtige Vorlauftemperatur eingestellt wird?
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Besten Dank Franky für deine ausführlichen Erlläuterungen. Jetzt habe ich alles verstanden.
Vermutlich wurde kein hydraulischer Abgleich durchgeführt.
Und zur Einstellung der Kennlinie sollten draussen eine ruhige Wetterlage bei ca Null*C herrschen.
Hallo Franky,
danke für deine Mitteilung. Ein hydraulischer Abgleich wurde nicht durchgeführt, brauche ich auch nicht. Bisher hatte ich bei meiner alten Heizung im Winter bei Minus 1-8 Grad eine Vorlauftemperatur von 50 Grad und habe dann jeweils über die Heizkörperthermostate meine Räume beheizt.
Ich verstehe nicht ganz, dass zur Einstellung der Kennlinie draußen eine ruhige Wetterlage bei ca. Null Grad herrschen soll. Bedeutet dies, dass wenn ich die Kennlinie so einstelle dass ich die Räume warm bekomme, dass sich die Kennlinie durch den Aussenfühler verändert und sich bei kälteren Temperaturen die Vorlauftemperatur automatisch erhöht?
Zur Klarstellung nochmals meine Frage zu der ich noch keine Antwort erhalten habe:
Wird die Kennlinie und letztlich die Vorlauftemperatur automatisch über den Aussenfühler verändert, z.B. bei kälterer Temperatur erhöht? Sonst frage ich mich, wieso ich überhaupt einen Aussenfühler brauche.
Die Vorlauftemperatur wird in Abhängigkeit von Außentemperatur und der Raum- Soll gesteuert. Es ist in der Software so vorgegeben,dass z.B. bei 1.4 die Vorlauftemperatur bei Null Grad Celsius Außentemperatur um die 50*C sein soll. Damit weiss ich aber eben nicht,ob das in meinem Haus überhaupt ausreicht. Das hängt dann wiederum von den Heizkörpern ab. Gleichzeitig muss oder sollte man auch auf die Spreizung achten( Unterschied zwischen Vor- und Rücklauf). Viel mehr als 6 K sollten es nicht sein. Die Spreizung wiederum kann ich mit der Pumpe und den verstellbaren Thermostatventilen beeinflussen.
Nicht selten hat man seine individuelle Heizkurve erst nach einer ganzen Heizsaison gefunden.
Du hast es ja selber bemerkt,dass du ständig dran rumdrehst.
Um mein Beispiel oben wieder anzuführen: bei einer Kurve von 1.2 wird der Vorlauf eben keine 50*C erreichen,sondern z.B. nur noch 45.
Um aber erstmal die individuelle Kurve einstellen zu können,sollten draussen 0*C sein.
Anders ausgedrückt: eine Heizkurve im Sommer einstellen zu wollen,ist zum Scheitern verurteilt. Erst Recht,wenn man Spreizung und Pumpeneinstellung außer acht lässt.
Du hast es noch nicht verstanden. Wenn du bei jeder Außentemperatur 50*C fährst,brauchst keinen Außensensor.
Mit dem Außensensor lässt sich Energie sparen,weil die Regelung bei meinetwegen 15*C nur noch mit 35-40*C feuern muss. Die 50*C würden erst anliegen,wenn es draussen um die 0* C hat
Habe es schon verstanden. Ich möchte natürlich nicht dass ich bei jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von 50 Grad fahre.
ich habe gefragt, angenommen die Außentemperatur wäre 0 Grad welche Neigung und welches Niveau müsste ich einstellen, um 50 Grad Vorlauftemperatur zu erhalten, dazu habe ich noch keine Antwort erhalten. Auch habe ich gefragt ob du mit 1,4 die Neigung oder das Niveau meinst , darauf bis du gar nicht eingegangen.
Weil mit 1.4 immer die Neigung gemeint sein kann. Das Niveau hat keine Kommastelle.
Und ob die Anlage bei 0* C Außentemperatur tatsächlich mit 50*C Vorlauf fährt,hängt auch mit von der Raumsoll ab.
Denn wie schon geschrieben,hängt die Vorlauftemperatur von der Außentemperatur,dem Niveau und der Raumsoll ab.
Im Allgemeinen sollte das Niveau nur selten oder gar nicht verstellt werden. Da du mit dem Niveau den Fusspunkt verstellst. Und würdest das Niveau hoch genug verstellen,hast tatsächlich eine gleichbleibende Vorlauftemperatur. Weil du hier aus der ehemaligen Kurve eher eine Gerade machst.
Bei einer ,,normal,, ausgeführten Anlage kannst davon ausgehen,dass bei Neigung von 1.4 , einem Niveau von 0 und einer Raumsoll von 20*C die Vorlauftemperatur um die 50*C liegen wird. Ob die dann überhaupt ausreichend ist,in jedem Raum die Soll- Temperatur zu erreichen,steht auf einem anderen Blatt. Es kann aber auch so sein,dass die 50*C schon zuviel sind,dies aber gar nicht bemerkt wurde,weil die Thermostate geschlossen haben.
Anders ausgedrückt: bei einer gut eingestellten Anlage hast mindestens im Führungsraum keinen Thermostat,weil die Anlage nur soviel liefert wie unbedingt nötig.
Besten Dank Franky für deine ausführlichen Erlläuterungen. Jetzt habe ich alles verstanden.
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